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 GQ - [Die MSG]

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Dreyri
Speedy Postales


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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mi 02 Okt 2013, 21:33

Da der Junge sich offenbar zunehmend unwohl fühlte, seufzte Tristan leise auf. Ach, der Kleine würde schon noch auftauen. Ob er wollte oder nicht.
"Ach komm. So ein kerl wie du zieht doch sicher massenhaft Weiber an."
Er lachte und machte Anstalten, ihm an den Hintern zu grabschen, liess es dann aber bleiben.
"Naja, ich schau mal, ob ich noch was helfen kann...", meinte er stattdessen und wandte sich ab.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mi 02 Okt 2013, 22:00

Mit einem Schulterzucken quittierte Aldred die Vermutung des Yragona-Anhängers. "Sie sind zahlreich und gut gerüstet", erklärte er, "Und ihre Fähigkeit, sich aufzulösen, macht sie unberechenbar. Aber sie sind besiegbar." Er hielt kurz inne, kratzte sich im Nacken. "Fünfmal sind wir ihnen begegnet", fuhr er dann fort, "Und fünfmal sind wir ihnen entkommen. Ich will nicht sagen, dass wir keinen Beistand gehabt hätten. Schätze, die Göttinnen haben jedes mal massiv ihre Hände über uns gehalten. Und wir haben Freunde verloren. Aber wir haben viele von ihnen erschlagen. Es ist kein Ding der Unmöglichkeit." Es bereitete Aldred ein gewisses Grauen, wie emotionslos er über die gefallenen Gefährten zu sprechen in der Lage war. Er hätte es nicht für möglich gehalten, dass sich sein Herz so zu verhärten mochte. Aber er hatte in diesen letzten Wochen schlichtweg zu viel gesehen. Wem widerfuhr, was ihnen widerfahren war, der musste hart werden. Oder daran zerbrechen.

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Warmonger



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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 03 Okt 2013, 13:14

Man sah es Geralts Gesichtsausdruck nicht an, aber er war verwirrt, als er Tristan hinterherblickte. Warum war der Mann gegangen, gerade nach so einem Kommentar? Und was hatte seine letzte Handbewegungen bedeutet?
Geralt schüttelte den Kopf, wie um ihn wieder freizubekommen, und blickte zum Heck hinaus; den Kopf in die Hände gestützt blickte er nach unten, auf die sich langsam drehende Luftschraube. Nein, die Mädchen waren ihm nicht gerade nachgelaufen. Er aber ebensowenig ihnen. Meistens hatte er sie ohnehin nur aus der Ferne gesehen – und auch wenn er einmal mit ihnen zusammengelebt hatte, in einem Dorf, in einer Stadt, er war dennoch weit entfernt geblieben.
Angelegentlich warf Geralt ein kleines Holzstückchen vom Schiff; es traf den Heckrotor und wurde davongewirbelt und fiel in die Tiefe. Einen Moment blickte Geralt ihm nach, bis er es nicht mehr sehen konnte, dann wandte er sich ab. Hier unterhielten sich Aldred und der Neue, dessen Namen Geralt immer noch nicht kannte, dort sprach Amun mit einem aus der Crew. Er selbst beschloss, stattdessen unter Deck zu gehen. Von Gesprächen hatte er erst einmal genug. Nach kurzem Suchen fand er die Kabinen für die Passagiere, jede mit zwei Hängematten ausgestattet; die erste, deren Tür er aufstieß, war leer, also legte er seinen Bogen auf den Holzboden und stieg selbst in die untere Hängematte. Einen Moment würde er sich ausruhen – oder auch zwei, bis es wieder Arbeit gab. Oder bis ihm wieder der Sinn nach Gesellschaft stand.
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Sa 05 Okt 2013, 01:11

Finn hatte aufgegeben, die Mannschaft zu beobachten, die, nun da sie sich in der Luft befanden, einiges ruhiger war. Zwar brüllte der Kapitän vom Steuer aus immer noch ab und zu Befehle über Deck, aber abgesehen von dann rannte kaum noch jemand herum. Einige Matrosen lungerten an Deck in kleinen Gruppen herum und andere waren unter Deck verschwunden, entweder, um dort Arbeiten nachzugehen oder um sich auszuruhen. Die Aufmerksamkeit des Jungen hatte sich auf die Umgebung verschoben, die sie nun von oben betrachten konnten. Sie hatten bereits einiges an Höhe gewonnen, so dass einzelne Wolkenfetzen den Grund bereits verdeckten. Allerdings war dieser auch nicht interessant, denn sie flogen momentan über offenem Meer. Interessanter war die Küstenlinie unter ihnen, der sie folgten. Es war eine hohe Klippe, doch Finn konnte ganz unten einen schmalen Strand ausmachen, an dem einige Punkte lagen, die er nicht identifizieren konnte. Hinter der Klippe lag eine weite Graslandschaft, die Ebene von E'jin und wenn er sich nicht täuschte, war der hohe Berg am Horizont Eyries Fall auf dessen Spitze sich Greifennester und ein alter Tempel einer Göttin befand. All das zog mit grosser Geschwindigkeit an ihnen vorbei und Finn durchstöberte die Geschichten, die er über diese Gegend gelesen hatte. Die Gründung von E'jin, der Fall des Königs Eyrie und die Geschichten der wissenden Greifen. Das waren Geschichten aus alter Zeit, lange bevor Luftschiffe wie dieses den Himmel durchqueren konnten.
Während Finn in Geschichten schwelgte waren sie weitergeflogen und nun kam ein grauer, seltsam krummer Turm in Sicht. Der Turm eines Magiers, wie leicht an den Runen auf dem Gemäuer und der regenbogenfarbigen Luft darum zu erkennen war. Schlagartig wurde Finn wieder daran erinnert, wieso er sich auf diesem Luftschiff und nicht in E'jin befand. Seine Augen wurden wieder feucht und er biss sich auf die Unterlippen, um die Tränen zu unterdrücken. Diesmal gelang es ihm nicht und die Tränen flossen über sein Gesicht und seine Sicht verschwamm, wofür er dankbar war, so verschwand der Turm aus seiner Sicht. Ohne darüber nachzudenken, griff er in seine Tasche und zog ein kleines, in Leder gebundenes Buch hervor. Finn wischte sich die Tränen aus den Augen und blickte auf das Buch hinunter. Es war abgegriffen und der Titel – 'Einführung in die Welt der Magie' – war kaum noch zu lesen. Jedes Wort darin kannte Finn, denn es war das erste Magiebuch, das er gelesen hatte. Der nette alte Mann hatte es ihm mit einem Lächeln gegeben. Dieses Lächeln hatte sich in seine Erinnerung gebrannt. Es war das erste Mal seit langem gewesen, dass er jemanden Lächeln sah. Kaum jemand in der Letzten Stadt lächelte, nicht einmal die Kinder. Finn hatte auch so lächeln wollen und das Buch hatte ihm etwas gegeben, worüber es zu lächeln lohnte. Die Magie, die darin beschrieben wurde, war so fremd und gleichzeitig so vertraut, sie war spannend und... bezaubernd. Seit er dieses Buch das erste Mal gelesen hatte, hatte sein Beschluss, Magier zu werden, festgestanden. Er wusste nicht, wie oft er es seit dann gelesen hatte. Wobei... das stimmte nicht, er wusste es. Dreiundsiebzigmal hatte er es gelesen, die angefangene Lesung bei dem verlassenen Bauernhof nicht mitgezählt. Und all die Wunder die darin beschrieben waren und die Finn Wort für Wort aus dem Gedächtnis aufsagen konnte, konnte er nun nicht mehr erreichen. Am Tag zuvor, als sie fast in den Gewundenen Untiefen gestorben waren, war sein Ziel greifbarer gewesen und nun war es unendlich weit weg.
Finn hob die Hand, um das Buch und die nun unliebsame Erinnerung, die es trug, über Bord zu werfen. Er schwang den Arm nach vorne, doch seine Finger lösten sich nicht von dem Leder. Er konnte nicht. Auch wenn es ihn sein Leben lang daran erinnern würde, das er kein Magier werden konnte, er konnte das Buch nicht wegwerfen. Er konnte das warme Lächeln des alten Mannes und all die Nächte, die er mit einer Kerze auf seinem Bett gesessen hatte, um dieses Buch zu lesen und die Dinge, die er getan hatte, um zu erreichen, was das Buch versprach und die Dinge, die er deswegen erlebt hatte nicht wegwerfen. Ein Schluchzer entschlüpfte Finns Kehle, unhörbar wegen eines Befehles, den de Kapitän gerade schrie, und lautlose Tränen flossen über sein Gesicht. Er liess die Schultern hängen, als hätte ihn alle Kraft verlassen und liess die Hand mit dem Buch wieder in seine Tasche gleiten, um es dort zu verstauen. Dann klammerte Finn sich an die Reling, so fest, dass seine Knöchel weiss hervortraten und starrte mit tränenverschleierten Augen auf die vorbeiziehende Landschaft.

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Was ist Licht? Was ist Dunkelheit? Im Dunkeln sind alle gleich und im Licht sieht man die Unterschiede.
Licht ist kalt, trocken und unbarmherzig, Dunkelheit ist warm, gemütlich und man fühlt sich heimisch.

Allerdings stößt man im Licht seltener gegen die Kanten von Tischen.
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Sa 05 Okt 2013, 13:29

"Na, das ist doch schon mal was," brummte Trevin. Wenigstens war ihr Kampf nicht vollkommen aussichtslos, denn man konnte diese Typen offenbar töten. Das sagte allerdings auch nichts darüber aus, ob sie eine Chance hatten. Aber das würden sie schon noch sehen. Vielleicht in den Wolkenbergen, wohin ihre Reise sie ja offenbar zu führen schien. Über diese Gegend hatte Trevin bislang kaum etwas gehört; nur gelegentlich mal ein Gerücht aufgeschnappt, aber er hatte nie das Verlangen gespürt, dorthin zu reisen. Immerhin wußte er, daß diese Vogelleute von dort zu kommen schienen.
"Okay, und was wollen wir nun in diesen Wolkenbergen? Der Avior..." Er überlegte kurz, um dessen Namen in Erinnerung zu bekommen, "...Amun? Er scheint da unbedingt hin zu wollen. Wird diese Gegend von der schwarzen Heerschar bedroht, oder was ist da los?"

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"Und ganz im Ernst: wären die Lichtgeborenen tatsächlich so allgegenwärtig und allmächtig, wie sie behaupten, hätten sie dann nicht auch die Macht, mich hier und jetzt mit einem Blitz zu zerschmettern? Die Lichtgeborenen waren bessere Könige, nicht mehr und nicht weniger. Aber das ist meine Meinung. Ich hoffe, ich habe jetzt nicht Eure Gefühle verletzt?"
"Moment... Ich warte noch auf den Blitz."
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Grim
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Sa 05 Okt 2013, 20:45

Er hätte nicht wirklich sagen können warum, aber auf eine gewisse Art verstörten die Fragen des Mannes Aldred. Er hatte nicht die geringste Ahnung von alledem, was sie antrieb. Und doch begleitete er sie. War das gut oder schlecht? Einer Sache ergeben, von der er nicht das geringste wusste... aber ging es ihnen nicht allen so? Steuerten sie nicht alle blind von einem Abenteuer ins nächste, den größeren Zusammenhang – so es denn einen gab – unfähig zu begreifen?
"Wir haben eine Prophezeihung im Tempel der Reija gefunden. Eine Prophezeihung in den Schriftzeichen der Avior", berichtete er, "Und die Zauberer seines Volkes halten Kontakt zu Amun'Raak. Sie haben ihm von der Gefahr für seine Heimat berichtet. Ein Sturm, der in den Wolkenbergen tobt. Ein Sturm, der nicht natürlichen Ursprungs ist. Amun'Raak ist davon überzeugt, dass er etwas dagegen unternehmen kann. Dass wir etwas dagegen unternehmen können. Und es tun müssen. Es muss irgendetwas mit dem Krieg zu tun haben, auf den wir zu steuern..."

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Dreyri
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Sa 05 Okt 2013, 22:51

So vergingen drei Tage. Der Wind wurde zunehmend stärker und hin und wieder wankte das Schiff ganz schön heftig. In diesen Tagen griff Tristan ganz schön kräftig zu. Beim Schnaps. Er hatte sich schnell mit dem Kapitän des Schiffes angefreundet und mit ihm ein Fass angestochen.
Bald darauf hatte er von selbst angefangen ein wenig zu trinken. In erster Linie tat er das, um nicht nüchtern genug zu sein, um zu merken, dass er halb seekrank war.
An diesem Abend wollte er auch mal wieder was trinken und lief dabei Geralt mal wieder über den Weg. "Hey Junge. Trink nen Schnaps mit mir!", grinste er.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   So 06 Okt 2013, 15:57

Die Zeit verging und unter ihnen zog die Landschaft dahin, doch auch wenn Kapitän und Mannschaft immer wieder beteuerten, mit welch günstigen Winden sie gesegnet waren – eine Tatsache, die sie auf die Anwesenheit des Avior an Bord zurück führten während Aldred in ihnen vielmehr eine Gunst der Herrin des stürmischen Tals zu erkennen glaubte – waren sie ihrem Ziel noch immer fern. Von sechs Tagen hatte der Zwerg zu Beginn ihrer Reise gesprochen, was bedeutete, dass sie noch nicht mehr als die Hälfte des Weges zurück gelegt haben konnten. Unruhe hatte sich in der Gruppe breit gemacht. Es nagte an ihnen allen, den Elementen und dem Geschick der Luftschiffer ausgeliefert zu sein, sonst aber nichts tun zu können um die Reise zu beschleunigen, außer zur Eile zu gemahnen. Ein jeder der Gefährten ging anders mit dieser Unruhe um. Tristan, der Söldner, etwa schien wenig anderes zu tun als sich zu betrinken. Seit sie abgelegt hatten hatte Aldred ihn kaum einmal nüchtern angetroffen. Am schlimmsten betroffen war wohl Amun'Raak. Für ihn stand noch mehr als für alle anderen auf dem Spiel, waren es doch seine Heimat und sein Volk, die sich in Gefahr befanden. Immer wieder sah Aldred den Vogelmann am Bug der Donnerjäger, sehnsüchtig in die Ferne spähend, wie es ihm schien. Ob er nach Zeichen der Wolkenberge Ausschau hielt?
Es war der Abend des dritten Tages als er Amun'Raak abermals dort sah. Einem Impuls folgend gesellte er sich zu ihm, starrte mit ihm hinaus in die Dämmerung. "Erzähl mir von deiner Heimat, Amun", bat er den Avior nach einer Weile.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   So 06 Okt 2013, 16:25

Die Tage der Reise gingen für Geralt rasch vorbei. Die wenigen Aufgaben, die er auf dem Schiff übernehmen konnte, bereiteten ihm wenig Mühe, und von diesen abgesehen genoss er es, endlich einmal nichts zu tun zu haben. Er flickte an seinem Wams und seinen Hosen herum, handelte mit dem Maat um einen neuen Speer und lungerte an Deck herum. Dann und wann schnappte er ein paar Gesprächsfetzen auf – was die anderen von der Situation hielten, was sie vorhatten, und belangloses Gerede dazwischen. Er selbst mischte sich nicht ein, und es schien auch niemand darauf anzulegen, mit ihm ein Gespräch anzufangen. Auch nicht Finn – obwohl Geralt nach ihm Ausschau gehalten hatte war er ihm in den letzten Tagen fast gar nicht über den Weg gelaufen.
Dafür aber Tristan. Als ihn der Mann von der Seite ansprach, mit unangenehm lauter und deutlich angetrunkener Stimme, sah ihn Geralt zunächst unsicher an. Aber dann nickte er, unwillig, Tristan zu verärgern – und außerdem hatte er ohnehin schon lange nichts mehr getrunken. Ohne viele Worte folgte er dem Mann durch das Schiff und hielt Ausschau nach anderen, die ebenfalls mit ihnen trinken würden – zu zweit war man schließlich selbst in der armseligsten Schänke nicht.
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   So 06 Okt 2013, 18:32

Es gesellten sich noch ein paar Matrosen und sogar der Kapitän persönlich dazu. Es wurde ein wenig gelacht, viel getrunken und völlig bekloppte Witze gerissen.
Als Tristan schon ziemlich bis sehr betrunken war und die Matrosen, wie auch der Kapitän sich langsam wieder ihren Arbeiten widmeten, lächelte der Söldner Geralt an.
"Greif zu, solange wir das Zeug noch umsonst kriegen", giggelte er und schob ihm eine der vielen Flaschen auffordernd entgegen. Je mehr der Kleine trank, umso besser.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   So 06 Okt 2013, 23:20

Zuerst war Geralt unwillig, von den harten Schnaps zu trinken, aber die Heiterkeit war sogar für ihn ein wenig ansteckend; Nach einer Weile und dem dritten Schluck fing er an, halbseitig zu grinsen, und nach dem vierten Schluck breitete sich die Regung auch auf den anderen Mundwinkel aus. Nach dem sechsten Schluck begann er sogar, sich an der Unterhaltung zu beteiligen.
Danach allerdings begann er wieder vorsichtiger zu werden, denn er fühlte schon, wie die Wände leicht zu schwanken begannen und seine Zunge nicht mehr genau das tat, was sie eigentlich tun sollte. Eine Weile hielt er sich zurück und lachte nur dann und wann bei einem Witz mit, aber schließlich griff er, von Tristan ermutigt, noch einmal zu. Der Abend begann ihm nun wirklich Spaß zu machen, und schließlich beteiligte er sich sogar an einem albernen Würfelspiel, das durch das ständige Schwanken des Schiffes auch nicht einfacher wurde.
Schließlich allerdings stand er schwankend auf, stützte sich auf den Tisch und ging mit vorsichtigen Schritten zur Tür. "Bin gleich wieder da" hörte man ihn noch nuscheln, dann klappte er die Tür zu und machte sich auf den Weg zum Oberdeck, den Gürtel schon aufgenestelt.
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Dreyri
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 07 Okt 2013, 13:03

Erst ein wenig konfus blieb Tristan erst einmal sitzen und nahm nen weiteren grossen Schluck aus der Flasche. Er bezweifelte, dass er noch gerade stehen konnte. Dennoch unternahm er den Versuch, wobei er sich die Tischkante, diverse Fässer und Stühle und ähnliches zur Stütze nahm.
"Warte doch!", ächzte er Geralt hinterher. Weil irgendwie war das ja mit dem Alkohol so, dass man meistens die doppelte Menge pisste, die man getrunken hatte. Wankend und rülpsend kletterte er auf allen Vieren die Treppe zum Deck hinter Geralt her und krabbelte auf allen vieren weiter, bis zum ersten Masten, wo er sich hochziehen konnte.
Dieses blöde Schiff wankte aber auch unheimlich! Er stiess gegen jedes Hindernis, das sich ihm bot. So traf er erst ein wenig verspätet zum gemeinsamen Pissen ein, wobei er nicht mal seine Hose richtig aufkriegte.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 07 Okt 2013, 15:40

Leicht erstaunt musterte Amun den Eisbärmann. Bisher hatte sich noch nie jemand nach seiner Heimat erkundigt. Die Wolkenberge galten als unbegehbar für Landgeher und brandgefährlich für Luftschiffer. Das Interesse der Welt an jenen schroffen, ressourcenarmen Gebirgszügen war nur gering. Das einzige von Interesse waren die Eiseneschen und die gingen ein, wenn man sie außerhalb der Wolkenberge anpflanzte. Und die Avior waren bestenfalls ein Kuriosum, das die Landgeher eine Weile bestaunten und sich dann wieder ihren täglichen Aufgaben widmeten.
"Die Wolkenberge...Eine karge Heimat sind sie. Nadeln in das Fleisch der Erde getrieben, sagen einige. Nur die Avior können dort überleben, sagen alle. Kennen die Wolkenberge nicht. Nadeln haben oben Plateaus mit Weiden und Quellen und Wäldern. Nicht genug um viele Avior zu ernähren. Grade genug für mein Volk."
Amun hielt inne und überlegte kurz, dann stieß er eine Reihe von Pfiffen aus.
"Heh. Worte fehlen mir. Neststadt? Übersetzung gibt es keine gute, also nennen wir sie Neststadt, ja? Der Rat der Windsprecher ist dort. Und viele Avior. Vielleicht fünfhundert? Rest teilt sich auf die anderen Berge auf. Liegt direkt im Schatten der Lanze der Götter. Ist der Berg mit dem Palast des Sturmkönigs, heh. Haben in Neststadt sogar ein paar...Ziegen? Nicht wirklich Ziegen, aber geben Milch und ab und zu Fleisch."
Für einen Landgeher mochte das ärmlich klingen. Amun hingegen empfand nichts als Stolz dass die Avior sich diese feindliche Umgebung gezähmt hatten.
"Werden noch eine Weile brauchen. Müssen ausgeruht sein, bevor wir in die Wolkenberge fahren. Werde den Kapitän bitten Neststadt anzusteuern."
Einen Moment lang starrte Amun mit Aldred zusammen in die Ferne, dann fügte der Avior leise hinzu: "Möchte die Wolkenberge nicht verlieren. Vielleicht eine Nestgefährtin finden und einen Nestling in die Welt setzen, später. Ist etwas anderes nicht zurück zu wollen und nicht zurück zu können, heh."
Amun drehte den Kopf und sah zu Aldred hinüber: "Und du, Eisbärmann? Einen Ort gibt es an den du zurück möchtest?"

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 07 Okt 2013, 16:37

Auch Geralt hatte seine liebe Mühe mit seiner Hose, und es dauerte eine Weile, bis er den Latz aufgefummelt hatte, vor allem, da er sich nebenbei an der Reling abstützen musste. Dann jedoch pisste er im hohen Bogen von Bord, ohne auf Tristan neben sich zu achten. Erst als er sich zum gehen wandte, sah er, dass er direkt vor dem Mann stand, die Hose noch in den Händen. Ungeschickt zog er sie hoch und versuchte zweimal vergeblich, den Gürtel einzufädeln, bevor es ihm schließlich gelang. Sofort machte er sich auf den Weg unter Deck, aber ein unvermittelter Ruck des Schiffs warf ihn auf alle viere. Als er wieder hochkam begann das ganze Deck vor seinen Augen zu schwanken, und das Schiff dafür verantwortlich zu machen war jedenfalls falsch. Schwer atmend machte Geralt am Eingang zum Unterdeck Pause und stützte sich gegen einen Balken.
"Windig heute …", hörte man ihn lallen, "und kalt. Schnell zurück …"
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mo 07 Okt 2013, 17:30

"Einen Ort..." Aldred musste nachdenken, ehe er auf Amun'Raaks Frage antworten konnte. Im Grunde war es eine banale Frage, doch ihm bereitete sie mehr Mühe, als man glauben mochte. "Es gab da einmal eine kleine Schmiede in Jedha, die der ganze Stolz des Mannes war, dem sie gehörte. Sie war nicht viel, aber seiner eigenen Hände Arbeit. Und genug um einen Mann und vielleicht auch eine Familie zu ernähren. Aber dieser Mann bin ich nicht. Nicht mehr. Dieser Mann ist in der Eisigen Einöde gestorben. Das, was von mir übrig ist, ist ein Wanderer ohne Ziel. Ein Suchender. Aber es ist kein Ort, den ich suche. Ich weiß nicht, ob meine Suche je von Erfolg gekrönt sein wird. Aber ich muss daran glauben. Und selbst wenn ich Erfolg haben sollte, ich weiß nicht, was danach geschehen wird. Ich jage ein Phantom. Einen Traum. Ja, einen Traum..." Seine Stimme verlor sich als sein Blick wieder über die Reling und hinaus in die Nacht glitt. Es war offenkundig, dass er in Gedanken nicht mehr auf der Donnerjäger war.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Di 08 Okt 2013, 20:04

Wie Tristan so in die Tiefe pisste, kam ihm eine unheimlich gute Idee. Oder zumindest er fand sie umwerfend. Als er fertig war, packte er so halbwegs wieder ein und taumelte Geralt erneut hinterher. Als der zu Boden ging, brüllte er auf vor lachen und er musste sich an einem Gebälk festhalten. Davon stiess er sich ab und wankte ihm weiterhin hinterher. Und wie Geralt sich da so an diesem Balken abstützte zog sein Hintern Tris' Hände regelrecht magisch an.
Mit einem breiten Grinsen ging er auf ihn zu und wollte ihn ordentlich angrabschen, als er dank dem Alkoholkonsum über seine eigenen Füsse stolperte und ziemlich unkoordiniert gegen den Jungen prallte.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Di 08 Okt 2013, 22:33

Nach einer kurzen Verschnaufpause wollte sich Geralt gerade um den Pfosten drücken und die Treppe hinabgehen, als er Schritte hinter sich hörte. Gleich darauf fühlte er eine grobe Hand an seinem Hintern, die so fest zudrückte, als ob sie sich an ihm abstützen wollte. Empört wollte sich Geralt umdrehen und Tristan anfahren, als dessen schwerer Körper auch schon gegen ihn krachte und ihm schmerzhaft gegen den Pfosten schmetterte. Dass er sich weggedreht hatte war sein Glück – anstatt zwischen den Beinen erwischte ihn der Balken nur am Oberschenkel und der Schulter. Dennoch sank er stöhnend zusammen, als Tristan wieder von ihm abließ. Mühsam zog sich Geralt hoch, stolperte und krümmte sich. Als er sich wieder gefangen hatte starrte er Tristan einem Moment fassungslos an.
"Mach das nie wieder … Nie." Die raue, tonlose Stimme schaffte es kaum, Geralts Abscheu zu vermitteln.
Eilig stolperte er die Treppe hinab, das geprellte Bein nachziehend, und verschwand statt in der Kapitänskajüte in seinem eigenen Raum, den er zu seiner Freude mit niemandem hatte teilen müssen. Schwer atmend ließ er sich auf seiner Hängematte nieder und versuchte in seinem vernebelten Kopf zu verarbeiten, was gerade passiert war.
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Mi 09 Okt 2013, 23:11

Also wirklich. Er konnte doch nichts dafür, dass er gestolpert war!
Etwas verdattert blickte Tristan dem Jungen hinterher, ehe er sich an den Abstieg wagte und langsam, Tritt für Tritt nach unten ging. Dort griff er nach der einsam herumstehenden Schnapsflasche und trank noch ein paar grosse Schlucke. Dieser blöde Geralt hatte keine Ahnung, was er verpasste. Boar!
Er stellte die Flasche ab und wankte langsam in die Richtung, in die der Junge verschwunden war. Vor der Tür blieb er einen Moment lang stehen, fragte sich, ob er klopfen sollte.
Er entschied sich dagegen. Dafür trat er mit voller Wucht gegen die sowieso bereits schiefe Tür, woraufhin es diese aus den Angeln hob. Mit einigen wenigen Schritten war Tristan dann auch schon bei Geralt. Er packte ihn am Schlafittchen und schaute ihn mit einer Mischung aus Wut und Enttäuschung an, ehe er ihn zu sich hochzog und ihm einen nach Schnaps stinkenden Kuss aufzwang.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 10 Okt 2013, 16:31

"Ein Avior ohne Traum ist nur eine leere Hülle, Wolkenfreund Eisbärmann. Keine Triebkraft gibt es ohne Traum, kein Willen ohne Phantom in der Ferne. Keine Avior ohne Ziel. Kleine Träume, große Träume ist unwichtig. Wichtig nur die Existenz. Avior ohne Ziel, hm, abnormal. Leben nicht lange. Eingesperrte Avior auch nicht. Ziel rückt in zu weite Ferne, Avior verwelken. Traum ist gut, Eisbärmann Aldred."
Amun verstummte. Aldred schien mit den Gedanken ganz woanders zu sein.
"Von dem Traum erzählst du mir, heh? Oder nicht. Lieber Stille?"
Und vielleicht würde Amun dann von seinem eigenen Ziel erzählen: Die Avior von ihrem Gefängnis in den Wolkenbergen zu befreien.

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 10 Okt 2013, 17:33

Sollte er mit dem Avior über seinen Traum reden? Nun, wenn es jemanden gab, dem er sich mitteilen konnte, dann wäre es wohl Amun'Raak. Der Vogelmann war ihm nahe gekommen in diesen letzten Wochen. Er genoß Aldreds Vertrauen. Mehr vielleicht als das jemals jemand in seinem vorherigen Leben getan hatte. Was sie gemeinsam erlebt hatten hatte sie zusammen geschweißt. Dennoch: er zögerte.
"Ich glaube nicht, dass ich es in Worte fassen kann", antwortete er dann zögerlich, "Nicht in Worte, die dem Traum gerecht werden. Es war mehr als nur ein Traum. Es war so wirklich. Ich weiß, dass er nicht wirklich passiert ist, und doch ist mehr daran als das, was man Nacht für Nacht erlebt. Es war... eine Vision? Ja, vielleicht trifft es das am ehesten. Er hat einen anderen aus mir gemacht. Den Mann, der jetzt vor dir steht. Es war dieser Traum, der mich in die Eisigen Einöden geführt hat. Und nach Heaven's Glade. Aber davon sprechen... nein, ich glaube nicht, dass ich das kann."

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 10 Okt 2013, 20:23

Der Alkohol verringerte Geralts Reaktionsfähigkeit, ließ ihn fassungslos Tristans Wüten mit ansehen, bis er ihn schon gepackt hatte. Dann begann er sich zu wehren, versuchte Tristan fortzustoßen und nach ihm zu treten, aber der kampfgestählte Söldner schien kaum etwas davon zu bemerken, als er ihm einen widerwärtigen Kuss aufzwang. Gleichzeitig erstickte er damit den Protest des Jungen. Wie gelähmt hing Geralt in den Armen des Mannes, bis der fertig mit seiner Parodie eines Kusses war, aber als er sich entfernte kam wieder Leben in ihn. Angewidert wischte er sich den Mund mit dem Ärmel ab und versuchte sofort, Tristan gleichzeitig vors Schienbein zu treten und gegen die Kehle zu schlagen. Er war geübt und hatte sich schon gegen viele Leute gewehrt, aber diesmal vernebelte der Alkohol seine Sinne.
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Lias
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 10 Okt 2013, 20:59

"Nicht schlimm, heh. Dankbar bin ich, dass dich die Vision zu uns geführt hat. Hat auf jeden Fall etwas Gutes, hm?", antwortete Amun. Er war nicht böse oder enttäuscht, dass Aldred ihn nicht in seinen Traum einweihte. Es war die Entscheidung eines jeden einzelnen, ob er oder sie seinen Traum teilen wollte. Amun selbst würde seine Vision sicherlich nicht jedem erzählen.
"Vielleicht möchtest du meinen Traum hören?"
Die folgende Erzählung würde aus Amuns Erkenntnissen der letzten Jahre bestehen. Er hatte es nicht einmal dem Windlied anvertraut.
"Geht um die Avior und unser, hm, Gefängnis."

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 10 Okt 2013, 22:06

Wer wäre Aldred gewesen, hätte er Amun'Raaks Geschichte nicht hören wollen? Nicht umsonst hatte er diesen nach seiner Heimat gefragt. Er wollte über die Avior lernen. Sie zu verstehen mochte sich als wichtig erweisen in dem, was vor ihnen lag. "Ich nehme an, dein Traum hat etwas mit dem zu tun, weshalb wir in die Wolkenberge fliegen", konstatierte er, "Aber bitte, erzähle!"

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Lias
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Do 10 Okt 2013, 23:41

"Entfernt, Eisbärmann, entfernt etwas damit zu tun. Habe schon erzählt, dass Avior nur in den Wolkenbergen vorkommen. Habe die ganze Welt bereist. Keine anderen Avior gefunden. Fragte mich: Warum? Avior widerstandsfähig und zäh, zähmten die Wolkenberge. Andere Gebirge viel reicher an Nahrung und Wasser und viel leichter zu erreichen. Keine Landgeher dort und haben auch kein Interesse an den Bergen. Warum also dort keine Avior?"
Mit einer Klaue kratzte sich Amun am Schnabel und spreizte die Flügel ein wenig. Die nächsten Worte würden nicht angenehm werden.
"Kein Avior will die Wolkenberge verlassen. Außer den Fernaugen. Und Fernaugen sind kluukoh...verrückt. Abnormal. Gibt nur wenige von uns. Fünf, vielleicht sechs oder sieben. Nicht mehr. Berichte geben wir von den Wundern, die wir sehen und von dem Reichtum der Länder, die keiner haben will. Die Windseher nicken und versprechen einen Trupp zu entsenden. Aber es meldet sich keiner."
Der Avior ließ die Flügel hängen und selbst sein Gefieder sah etwas stumpfer aus.
"Die Städte der Landgeher hast du gesehen. Nach Landgeher-Maßstäben sind sie nicht besonders beeindruckend. Aber wirken würden sie auf Leute, die in Strohhütten leben, wie? In einer Stadt der Landgeher leben wie viele Leute? Eintausend. Wie viele Avior gibt es? Eintausend. Die Wolkenberge schnüren uns ein und verhindern, dass wir unsere Flügel ausbreiten. Seit hunderten Jahren gab es keine Veränderungen bei den Avior. Was haben die Landgeher in dieser Zeit entwickelt, Aldred? Wie viel werden sie noch entwickeln und erfinden, bis sie die gesamte Welt beherrschen? Und wir Avior sitzen in unserem Käfig, unfähig zu fliehen oder zu wachsen. Wir werden sterben, Aldred. Nicht jetzt und nicht in hundert Jahren. Aber wir werden sterben."
Amun hob den Kopf und sah in Richtung der fernen Wolkenberge mit fast so etwas wie Zorn im Gesicht.
"Und doch gibt es den Palast des Sturmkönigs. Ich kenne jede Ecke der Wolkenberge und es gibt keine Antworten dort. Der Palast des Sturmkönigs aber ist tabu. Niemand darf hinein. Warum? Wenn es Antworten gibt, sind sie dort! Ist ein Palast! Wir wohnen in Nestern aus Ästen und Torf! Der Palast ist aus Stein und Gold! Und jetzt gibt es den Sturm. Hat beim Palast des Sturmkönigs begonnen. Diesmal werden die Windsprecher mich nicht abweisen! Und ich werde zerstören was mein Volk in den Wolkenbergen gefangen hält!"
Es krachte als Amun mit einer Faust auf die Reling schlug. Der Avior atmete schwer als wäre er in Zorn, riss sich dann aber wieder zusammen und straffte seine Gestalt.
"Es tut mir leid, Eisbärmann Wolkenfreund. Tut mir leid euch mit hineinzuziehen. Selbst meine scharfen Augen sehen keine andere Wahl. Wir sind eintausend. Wir waren immer schon eintausend. Keine Veränderungen. Die Menschen entwickelten Netze und Schiffe. Die Avior fischen mit Händen und Speer. Wir stehen still in einer Welt die sich bewegt. Und irgendwann werden wir überrollt."
Es war Avior physisch nicht möglich zu weinen, aber trotzdem bot Amun ein Bild der Trauer.
"Ist gut...ist gut. Sich das von der Seele zu reden, heh..."

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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   So 13 Okt 2013, 00:38

Trevin kam gerade an Deck, als sein Blick auf den Jungen fiel, den die anderen Finn nannten. Er stand nur an der Reling und starrte nach unten, rührte sich ansonsten jedoch nicht. Mit leisem Erstaunen stellte Trevin fest, daß es die erste Gelegenheit seit Tagen war, zu der er den Jungen alleine an traf und selbst nichts wichtigeres zu erledigen hatte.
Kurz entschlossen trat er zu ihm; es gab da etwas, das er über ihn wissen wollte. "Hey," sagte er zur Begrüßung, und um Finns Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. "Ich frag mich schon die ganze Zeit, warum einer wie du mit auf diese Reise kommt," begann er, nachdem er den Jungen einen Moment lang mit unbewegter Miene gemustert hatte. "Aldred sagte, wir ziehen in den Kampf gegen die schwarze Heerschar. Ein gefährlicher Gegner, wie es scheint. Ich hab kein Problem damit, wenn es gefährlich wird... die Wege, auf die einen die dunkle Fürstin schickt, sind niemals leicht." Er schwieg einen Moment und fuhr dann fort.
"Ich verstehe nur nicht recht, warum du dabei bist. Du siehst nicht gerade wie 'n Kämpfer aus. Ich hätte es verstanden, wenn der Grindyl mitgekommen wäre. Ist ja kein Geheimnis, wie gut die mit Magie umgehen können. Bei dir ist es ähnlich, stimmt's? Du kannst Magie wirken, richtig?"
Trevin rechnete nicht mit einer Verneinung - warum sonst sollte so ein Hänfling eine Gruppe begleiten, die sich für einen Krieg bereit machte?

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"Und ganz im Ernst: wären die Lichtgeborenen tatsächlich so allgegenwärtig und allmächtig, wie sie behaupten, hätten sie dann nicht auch die Macht, mich hier und jetzt mit einem Blitz zu zerschmettern? Die Lichtgeborenen waren bessere Könige, nicht mehr und nicht weniger. Aber das ist meine Meinung. Ich hoffe, ich habe jetzt nicht Eure Gefühle verletzt?"
"Moment... Ich warte noch auf den Blitz."
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BeitragThema: Re: GQ - [Die MSG]   Heute um 02:24

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