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 Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium

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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Sa 09 Jun 2012, 18:54

Gähnend streckte sich Pascal am Morgen, bevor er aufstand und mit dem Fahrstuhl nach unten fuhr und dort frühstückte. Lacsap hackte andauernd auf ihm herum, doch Pascal hatte sich inzwischen so sehr an ihn gewöhnt, dass es ihm nicht mehr viel ausmachte. Er konnte die ganzen nervenstrapazierenden Sprüche antun und gleichzeitig seinem Alltag nachgehen.
Dann wollte er sich einmal den Wellnessbereich antun. Immerhin konnte er die Angebote des Sanatoriums voll nutzen und so eine Massage... Die würde ihm sicher guttun.
Zwei, wie Pascal fand, schöne Frauen waren schon dort, zum Einen eine Personalangestellte, wie nicht nur das Namensschild verriet, zum Anderen eine offensichtliche Kundin, die sich gerade als 'Del Fuego' vorstellte.
"Ah, guten Tag.", sagte er höflich. Ein paar Sozialkontakte konnten ihm wirklich nicht schaden, er musste seine Schüchternheit endlich überwinden, sonst würde er ewig einsam bleiben (zumal er Lacsap nun wirklich nicht als Gesellschaft akzeptierte). "Sind Sie auch wegen der Massage hier?"
"Das ist gemein!", zeterte Lacsap. "Du machst dir ne geile Schnitte klar und ich kann in den Tiefen deiner Seeler verrotten! Das ist sowas von unfair! UNFAAAAAAAAIIIIIIIIIIIIR!"
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Mali
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Sa 09 Jun 2012, 19:05

Ianto streckte sich zufrieden, nachdem er die Dusche verlassen hatte. Schnell packte er seine Sportkleidung in einen kleinen Beutel und machte sich auf den Weg nach unten. Zuerst ging er an die Frühstücksbar und gönnte sich ein Brötchen und einen Orangensaft. Nachdem er gesättigt war, begab er sich in den Wellnessbereich. Er hatte in dem kleinen Prospekt, was vor seiner zimmertür gelegen hatte, gelesen das sie auch eine Sportecke mit Hanteln und Laufbändern anzubieten hatten. Also würde er ein wenig trainieren und vielleicht sogar eine runde Schwimmen. Das würde ihm sicher gut tun. Gemütlich ging er durch das Hotel und erreichte nach einer Weile den Wellnessbereich. Dort waren zwei Frauen und ein Junger Mann. Während er weiter ging kam ihm eine Barbusige Dame entgegen und er wurde von den anderen beiden Gästen abgelenkt. Mit hochrotem Kopf verschwand er dann zügig in Richtung der Sportecke. In einer Umkleide zog er sich um und musste erstmal verschnaufen, bevor er das Laufband anschalten konnte. Er stellte sich auf das Gerät und fing an ruhig zu laufen. Bloß nicht ans Museum denken..


Zuletzt von Mali am Sa 09 Jun 2012, 19:36 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Lias
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Sa 09 Jun 2012, 19:14

"Ebenso", gruesste Lucia mit einem freundlichen Laecheln zurueck. Immerhin war sie inkognito hier. Kleine Wuermer wie diesen hier zu zerfetzen wuerde einen schlechten Eindruck machen. Der Junge hatte eine Koerperhaltung als wollte er sich hinter sich selbst verstecken. Es gab einfach Menschen, die selbst dann in der Menge untergingen, wenn grade keine Menge da war. Lucia wandte ihre Aufmerksamkeit wieder der Angestellten zu. Die junge Frau hatte den Jungen ebenfalls gegruesst, wandte sich aber wieder zu Lucia und deutete zu einem Raum.
"Gehen sie schonmal in den Raum dort drueben. Zimmer 22. Herr Santos wird in Kuerze bei ihnen sein."
Lucia nickte bestaetigend, laechelte dem Jungen entschuldigend zu und glitt in Richtung Zimmer 22.

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Maekswell

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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Sa 09 Jun 2012, 21:13

Als Leon aufwachte, war er als erstes genervt. Das Bett in dem er schlief, war super, die frische Brise, die durchs Fenster wehte, angenehm, aber ihn grämte seine gestrige Abendgestaltung. Er hatte es tatsächlich geschafft, bis in die Tiefe Nacht sein Nickerchen auf dem Balkon zu strecken, so dass er ohne nennenswerte Aktionen fließend in das gemütliche Bett ging.
Carpe diem, machte er sich über sich selbst lustig, dann schwang er sich hoch.
Nach der morgendlichen Runde durch das Bad und die Garderobe, verließ Leon sein Zimmer und steuerte den Buffetbereich an. Einen kurzen Snack auf die Hand, Hunger hatte er sowieso nicht sonderlich, und dann auf Erkundungstour.

Leon verließ den Speisesaal nach dem erhofften Häppchen, bei dem er von einem Gast angemotzt wurde, das Buffet sein zum reinhauen nicht zum einpacken. Leon hatte mit einer Mischung aus Schulterzucken und unterdrücktem Lachen weggedreht und war gegangen. Noch immer schmunzelte er, als die Umgebung spürbar entspannter wurde. Einen kurzen Blick auf ein Hinweis ließ wissen, das es hier zum Wellnessbereich geht.
Da schau ich mal vorbei, sagte er zu sich selbst und ging weiter in Richtung hellen Wandfarben, satten Grünpflanzen und irgendwo dezent auch ätherischer Duft. Noch einmal bog er ab und sah eine Gruppe Leuten vor ihm. Zwei von ihnen verließen gerade die dritte Person, ein kleiner Junge mit braunen Haaren. Die Szenerie hätte gut aus einem schlechten Teeny-Film stammen können, zwei attraktive, Leon riskierte einen Blick an dem Jungen vorbei, zwei sehr attraktive Damen ließen einen Teenagedirtbag stehen. Leon trat an die Seite des Jungen und beobachtete die davon schwebenden Schönheiten.
"Es ist wirklich alles schön hier, oder", fragte er scherzhaft und drehte seinen Kopf zur Seite und grinste in das Gesicht seines Nebenmanns. Einen Augenblick später gefror ihm das Lachen. Nach einer Schrecksekunde fiel ihm nur die Kinnlade nach unten.
"Du... im Museum... Weißt du eigentlich...", presste Leon nach einer Weile hervor, dann versiegten seine Worte und er starrte das Häufchen Elend vor ihm, das er aus dem Museum gut genug kannte, nur fragend an.
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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 10:09

Die Damen ließen ihn stehen, aber warum hatte er auch erwartet, dass sie lange mit ihm reden würden.
Dann kam ein anderer und sprach ihn fröhlich an. Pascal wollte gerade antworten, da gefror ihm das Lächeln wie das des Anderen.
"Die Eisprinzessin!", kreischte Lacsap. "Der mach ich... FEUER UNTERM HINTEEEEEEERN!"
"Es...", stammelte Pascal. "Es... tut... mir Leid..." Er begann, zu zittern. Solche Situationen hatte er nicht erwartet und es machte ihn nervös.
"Dann kannste ja mich rauslassen, damit ich den Laden hier plattmachen kann!", röhrte Lacsap.
"Kannst du endlich mal die Klappe halten?", brach es aus Pascal heraus. Dann bemerkte er, was er getan hatte und hob entschuldigend die Hände. "Tut mir Leid, ich habe den Anderen gemeint... Er will das Sanatorium niederbrennen, aber keine Angst, das lasse ich ihn nicht tun..."
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 16:16

Leon blickte dem kleinen Feuerteufel eine Weile lang in die Augen, dann sagte er schließlich mit verbittertem Unterton: "Hat ja im Museum hervorragend funktioniert. Wieso bist du hier? Und warum allein? Ich dachte der fliegende Paladin wollte sich um dich kümmern."
Als er die Worte so sagte, dachte er wieder an diese wohl unvergessliche Eröffnungsfeier, an diesem Tag hatte sich der Junge jedoch ganz anders präsentiert, nur gegen Ende, als seine zweite Persönlichkeit das Handtuch geworfen hatte, wies er Ähnlichkeit mit seinem jetzigen Gegenüber auf. Wobei, der Junge, welcher im Museum zum Schluss wimmernd zusammengesunken war, war eine Ecke härter gewesen.
Doch die Traurigkeit, die in seinen Augen lag, erweckte auch bei Leon Mitleidsgefühle, so wich ein wenig die Härte aus der starren Miene, die er bislang aufgesetzt hatte.
"Wie schon im Museum gesagt, du brauchst Hilfe", sagte Leon und legte ihm die Hand auf die Schulter, "Es ist nicht immer ein geflügelter Harnisch da, um dich wegzubringen. Ich bin übrigens Leon."
Mühsam versuchte er ein Lächeln, missglückte jedoch, zu frisch war die Erinnerung, zu tief die Schäden, die geblieben waren. So gut, wie sich Leon es einredete, hatte er die ganze Sache wohl doch noch nicht verarbeitet.
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 17:25

"Danke.", sagte Pascal. "Mein Name ist Pascal. Pascal Meyer. Und ich bin unter Anderem hier, um mein Problem in den Griff zu kriegen. Ich wollte im Museum nichts zerstören."
"Hmpf, klar doch...", knurrte Lacsap verächtlich. "Du bist der Gutmensch schlechthin!"
Pascal wollte einfach nur normal leben, er wollte Lacsap loswerden, so schnell es ging, und all das Leid, das durch ihn entstanden war, vergessen.
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 17:42

Leon hörte ihm aufmerksam zu und konnte verstehen, in was für einer verzweifelten Lage er war. Aber wie um Himmelswillen sollte man ihm helfen. Schizophrenie war keine Erkältung, die mit den richtigen Medikamenten nach einer Woche geheilt werden konnte. Noch dazu wenn sie Feuer spuckend Amok lief.
"Dann solltest du zuerst Mal in dir nach den Gründen dafür suchen. Und das geht mit Entspannung am besten und in der Zeit werde ich ein Auge auf dich haben, aber wehe du versaust mir den Urlaub."
Leon streckte sich und schaute in Richtung Wellnessbereich.
"Also, wie schaut aus? Whirlpool und Coktails?"
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 20:26

"Ich wollte mir eigentlich eine Massage geben lassen.", sagte Pascal lächelnd. "Keine Sorge, ich werde mich beherrschen. Ich bin ja auch hier, um mich von dem ganzen Stress zu erholen..." Er verschränkte nachdenklich die Arme hinter dem Kopf. "Aber so ein Cocktail... Warum nicht?"
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 20:57

"Dann glaub ich dir mal", gab Leon lächelnd zurück und beide schlenderten den Gang bis zu einer großen Milchglastür entlang, welche lautlos aufglitt und den Blick auf Einrichtung und Architektur des Prädikats harmonisch preisgab. Ein kurzes Pfeifen des Erstaunens glitt Leon über die Lippen beim Anlbick des Ausbaus. Große Glasfronten auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes ließen den Blick über weitläufige Grünanlagen wandern, wo hier und da kleinere Gebäude standen. Die Streben, die nicht nur diese Front, sondern weiterhin eine luftige Dachkonstruktion mit Glaskuppel trug, waren aus Echtholz und verliehen durch ihre dunkle Maserung dem gesamten Ambiente ein rustikales Flair. Farbig unterbrochen wurde diese Komposition aus Hell und Dunkel nur durch grüne Farbtupfer, die von Hängepflanzen und Palmen stammten.
Linker Hand verlief die Wand in einer großzügigen Kurve, in der auf der Hälfte eine geräumige Bar eingelassen war. Vor der Bar waren, locker im Raum verteilt, Sitzgruppen aus je drei Sesseln und einem kleinen Tisch platziert, zum Stil passend in nicht zu grellem Weiß.
Leon schaute zur Bar an der ein Kellner gerade eine Ladung sauberes Geschirr einräumte. Er schaute auf und signalisierte mit einer Handbewegung, sie sollten doch Platz nehmen. Kaum das sich Pascal und Leon an eine der näheren Sitzgruppen niedergelassen hatten, trat der gestriegelte Pinguin dezent an sie heran. Warum Leon in diesem Moment mit Klischees spielte, wusste er selbst nicht so genau. Aber die Gedanken waren ja bekanntlich frei.
"Ich wünsche einen guten Tag. Kann ich ihnen die Getränke- oder Speisekarte reichen, oder benötigen sie etwas anderes?", fragte er triefend devot.
"Ähm, wir nehmen beide Karten, danke", sagte Leon. Unheimlicher Typ.
Als sich der Kellner umdrehte, um die Karten zu holen, drehte sich Leon zu Pascal:
"Der trieft ja vor Schleim", sagte er leise und zuckte bei dem Geräusch zusammen, als etwas auf den Tisch gelegt wurde. Langsam drehte er den Kopf und sah den Bediensteten mit geschäftsmäßigem, aber eisernem Lächeln da stehen.
"Rufen sie mich, wenn sie bestellen wollen", sagte er knapp und ging zurück hinter die Bar. Leon konnte sich ein kurzes Kichern nicht verkneifen.
"Super Einstieg", nuschelte er, als er Pascal eine der Karten reichte.
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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 21:28

"Wie du, Pisser!", knurrte Lacsap aggressiv, dem Himmel sei Dank konnte Leon ihn nicht hören. Das war schon mal gut.
"Naja, es ist nun mal sein Job, höflich zu sein...", murmelte der Junge leise. "...während er im Stillen seine nicht ganz so höflichen Gedanken über uns denkt."
Langsam überflog der Junge die Auswahl. Es waren einige dabei, die ihn wirklich ansprachen, wobei er keinen Alkohol trinken wollte. Wenn er das tat, konnte das seine Kontrolle über Lacsap schwächen.
Aber schließlich beschloss er, einen guten Früchtecocktail zu bestellen und klappte seine Karte zu.
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 22:24

Sobald ihn sein Freund in die Arme nahm, beruhigte sich Cekay wieder etwas. Doch die Freude wurde kurz darauf durch neue Furcht vertrieben. Sowohl seinen richtigen Eltern, als auch seinen Pflegeeltern war etwas schlimmes zugestoßen, woher sollte er also wissen, ob nicht Max der Nächste sein würde? Leicht schüttelte er den Kopf. Er durfte an soetwas nicht denken. Nicht jetzt und auch in Zukunft nicht. Als sie auf dem Sofa platz nahmen, hielt er die Hand des Jungen fest, als dieser sich erheben wollte. "Bitte...geh nicht weg, Max."
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Vicati
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 22:54

Das Gespräch der beiden blieb natürlich nicht unentdeckt. Als Testobjekte aus dem Museum standen sie unter ständiger Beobachtung und so stand irgendwo in einer dunklen Ecke ein Mann mit weissem Mantel und notierte eifrig jedes Wort, dass er über versteckte Mikrofons hörte. Und was er da hört, war äusserst interessant! Die beiden schienen etwas zu wissen. Diese Anspielungen auf 'Paladin' und 'geflügelter Harnisch' waren mit grosser Sicherheit auf die Engelskriegerin bezogen, die ihren Informationen nach gegen den Feuerjungen gekämpft und ihn später weggebracht hatte. Das verhärtete den Verdacht, dass dieser Junge der Gesuchte war, nur noch mehr! Der Psychologe würde den Test machen und dann würden sie ihn noch heute Nacht 'nach unten' bringen lassen. Und den anderen auch gleich, denn seine Worte bewiesen, dass er im Museum gewesen war, obwohl er laut seiner Akte entführte worden war. Also war die ganze Sache eine Lüge und er war derjenige mit den Eiskräften! Wer hätte gedacht, dass gleich zwei so hervorragenden Testsubjekte einfach so zu ihnen kommen würden. Der Mann konnte sich ein Grinsen nciht verkneifen, während er davon eilte, um die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen.
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Mali
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   So 10 Jun 2012, 23:19

Ianto lief noch eine weile, dann machte er sich auf den weg zurück zur Umkleidekabine. Dort zog er erstmal seine Sportsachen aus und stellte sich unter die Dusche. Fröhlich pfeifend wusch er sich den Schweiß von seinem Körper und fühlte sich entspannt. Als er fertig war, zog er sich an und machte sich auf zur Bar. Er wollte dort noch einen Coctail trinken. Danach würde sich schon irgendetwas finden. An einem Tisch sah er Leon und den anderen Jungen Mann. Überrascht blickte er zu den beiden. Langsam ging er zu den beiden. "Hallo, Leon." Kühl blickte er Pascal an. Er wusste nicht so recht was er sagen sollte. Angespannt stand er da und blickte die beiden an.
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Fellknäuel
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Mo 11 Jun 2012, 00:00

Tatsächlich war Max wieder dabei gewesen aufzustehen, doch als Cekay ihn bat, bei ihm zu bleiben, setzte er sich wieder hin und zog ihn in seine Arme.
"Schon gut, Cekay, ich geh nicht weg," flüsterte er und tat sein bestes, seinem Freund Trost zu spenden, einfach durch seine Berührung. Er brannte darauf zu erfahren, was passiert war, auch wenn er es sich bereits denken konnte. Aber er mußte Gewißheit haben. Dennoch konnte Max nicht so recht den Mut dazu aufbringen; er hatte Angst, die frischen Wunden gleich wieder aufzureißen.
Schließlich wagte er es doch. "Willst du... mir erzählen, was passiert ist?" fragte er mit leiser Stimme.
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Maekswell

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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Mo 11 Jun 2012, 15:39

"Hallo Leon", sagte einen Stimme hinter ihnen und Leon fuhr herum. Da stand einfach so Ianto, wieder einmal hatten die großen Leitfäden des Schicksals dafür gesorgt, dass sie am gleichen Ort landeten.
"Ist nicht wahr", freute sich Leon und stand auf, "Sei gegrüßt! Hat es dich also auch hierher verschlagen."
Beiläufig folgte er der eingefrorenen Miene seines Freundes und landete bei Pascal, wo er sofort schaltete. Ianto würde das Gesicht des Jungen wohl nicht so schnell vergessen. Leon spürte, wie das emotionale Klima in Richtung Mitte Januar zu rutschen drohte und sprang vorsichtig mit Humor ein.
"Ich weiß was du denkst, Ianto", begann er, "aber dieser Junge hier hat nichts mit dem Hitzkopf aus dem Museum zu tun, auch wenn sie beide im selben Körper wohnen. Und wie sagt man so schön: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Ich denke wir sollten ihm eine Chance, ihn so kennen zu lernen, wie er ist. Lassen wir sein psychopatisches Flämmchen mal außen vor." Scherzend knuffte Leon seinen Freund in die Schulter und bot ihm den noch freien Platz an ihrem Tisch an. Um die Situation weiter aufzulockern, reichte er auch Ianto die Bestellkarte.
"Hier, such dir was aus. Es gibt wirklich abgefahrene Kombos hier drin. Birne-Mango-Litschi... Das wird's wohl bei mir", sagte er und klappte seine Karte zu. Er blickte zu Pascal, dessen Wahl mittlerweile auf einen üppigen Früchtecocktail gefallen war, und wurde ein wenig ernster.
"Bitte sag mir, wenn es jetzt zu persönlich oder von meiner Seite aus zu unhöflich wird, schließlich kennen uns alles andere als gut, aber wie genau ist dein Leben bisher verlaufen, also vor der Sache im Museum. Du scheinst deinen inneren Teufel ja nicht erst seit gestern zu kennen."
Leon lehnte sich zurück und beobachtete ruhig den Jungen, während er versuchte weder strafend noch mahnend zu wirken.
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Mo 11 Jun 2012, 18:40

"Hmmmm...", murmelte Pascal nachdenklich. Er hatte keine Lust, seine Vergangenheit Detail für Detail nicht nur einem, sondern gleich zwei Menschen zu offenbaren, die ihn als Monster kennengelernt hatten. "Sagen wir es so... ich hatte nicht das schönste Leben, das man sich vorstellen kann. Und früher waren wir praktisch eins. Bevor er sich von mir abgespalten hat, war ich wesentlich hitzköpfiger und aggressiver als heute, aber nun terrorisiert er mich und, wenn er die Gelegenheit kriegt, mein ganzes Umfeld..."
Er wollte seine aufkommenden Erinnerungen verdrängen, denn wenn sie ihn übermannten, gewann wieder Lacsap die Oberhand.
"Fußtritte...", flüsterte Lacsap verschwörerisch. "Kniestöße... Faustschläge... Deine Schulhefte im Papierkorb... Uuuuuuh! Der große, starke, böse Mann! Hurhurharharhar..."
Pascal begann, zu zittern und sich zu verkrampfen. Aber schließlich schaffte er es, durch einen Trick, Lacsap zu unterdrücken. "D-das Wetter ist heute s-schön, oder?", stammelte er.
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Mo 11 Jun 2012, 19:00

Ianto setzte sich neben Leon und studierte die Getränkeliste, während dieser sich mit Pascal unterhielt. Interessiert lauschte er
den Worten von Pascal. "Na, seid froh, das ich in Gebäuden keinen Regen erschaffen kann. Wir wären recht schnell abgesoffen."
Kurz musste er grinsen. "Aber leider konnte ich dadurch auch nicht das Feuer löschen, das dein zweites Ich erschaffen hat."
Kurz schüttelte er sich. "Ich nehme den Erdbeercoctail."
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Mo 11 Jun 2012, 22:44

Während Pascal sprach, begann er zu zittern und brachte dann die wohl schlechteste Smalltalk-Floskel, die es gibt. Kritisch musterte Leon seinen Gegenüber.
"Ich weiß, die Frage erübrigt sich, aber ist alles in Ordnung?" fragte er und beugte sich zu ihm hinüber, "Irgendetwas läuft schief bei dir. Ohne das jetzt böse zu meinen, oder das ich die Absicht habe, so etwas zu bewegen, aber du solltest unter ständiger Beobachtung stehen. Ich kann leider nicht nachvollziehen, wie sehr dich alles bedrückt und belastet, doch ich kann es erahnen. Ich weiß, das kommt wohl ein wenig spontan und ich bin mir auch nicht ganz sicher, was ich hier gerade tue, doch ich möchte dir helfen und damit auch in Kauf nehmen, auf dich zu achten, wenn's brenzlig wird."
Was zum Henker tust du da, tobte er innerlich. Genau wusste es Leon selbst nicht, aber irgendetwas in der Hilflosigkeit des Jungen und den traurigen Augen hatte in ihm etwas bewegt. Nie hatte er auf jemanden oder etwas acht geben müssen, oder etwas dafür tun, dass er bekam was er wollte. Alles bei ihm verlief glatt, alle organisierten alles für ihn. Wieso war er denn Galerist? Weil sein Vater Mr. Winston kannte. Warum war Leon jetzt hier? Weil Mr. Winston eine Empfehlung für den Psychologen gegeben hatte. Aber jetzt konnte er mal helfen, auch wenn die rationale Seite seines Selbst ihn dafür schollt.
Doch ihm war es egal, was raus war, war raus. Und wie episch ist das denn, ein Eismagier passt auf einen jungen Feuermagier auf.
"Entschuldige, was ich gesagt habe, war ein bisschen viel. Ich hab eine redselige Woche hinter mir und bin noch ein bisschen durch den Wind. Das du fast das Museum abgefackelt hast, steckt mir noch in den Knochen", versuchte Leon mehr schlecht als recht zu scherzen. Um die peinliche Situation nicht unnötig hinzuziehen und Pascal die Möglichkeit zu geben, das Gehörte irgendwie einzuordnen, drehte er sich Richtung Bar und hob den Arm, um den Pinguin zum Antritt zu bewegen.
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Mo 11 Jun 2012, 22:53

Während Leon so redete tauchte hinter Pascal ein Mann mit runder BRille und einer Glatze auf, der dem Jungen eine Hand auf die Schulter legte.
"Pascal Meyer, richtig? Ich bin dein Psychologe, Dr. Hohensteyn, und wir haben heute am Mittag einen Termin zusammen, aber jetzt habe ich dich hier so gesehen und bemerkt, dass du scheinbar etwas hast, was wir unter Psychologen einen 'geistigen Rückfall' nennen. Und da ich gerade eine freie Stunde habe, dachte ich, ich entführe dich deinen neuen Freunden hier", er warf Ianto und Leon ein warmes Lächeln zu, "und wir ziehen unseren Termin vor. Was hälst du davon?"
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Mo 11 Jun 2012, 23:16

"Da hätte ich nichts dagegen.", sagte Pascal, bemüht, nicht unhöflich gegenüber den Anderen zu klingen, er wollte nicht den Eindruck erwecken, so rasch wie möglich von ihnen wegzuwollen. Aber die ganze Situation wurde langsam unerträglich für ihn. Er schämte sich so in Grund und Boden wegen diesem letzten und gleichzeitig verheerensten aller Lacsap-Ausbrüche und dann musste er ausgerechnet denen begegnen, die sein zweites Ich an jenem schrecklichen Tage so erbittert bekämpft hatten. Und die schienen es ihm immer noch sehr übel zu nehmen. Er konnte es ihnen nicht verdenken. Er würde so einen Wahnsinnigen auch hassen. Ständige Beobachtung, das war hart formuliert, aber im Grunde... hatte Leon Recht. Er war eine große Gefahr für die Allgemeinheit, er musste in die Gummizelle.
"Pfff...", schnaubte Lacsap. "Als ob eine Solche mich aufhalten würde..."
"Entschuldigt, meine..." Er war sich einen Moment nicht sicher, ob er es wirklich wagen sollte, dieses Wort auszusprechen, schließlich hatte er ihre Freundschaft mitnichten verdient. "...Freunde, aber das hier ist sehr wichtig. Ich muss zu diesem Termin. Bitte versteht das."
So stand er auf und sag den glatzköpfigen Psychater kurz an. "Gehen wir, Hohensteyn?"
"Dieser Kopp ist sicher ein netter Fußball...", knurrte Lacsap böse.
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Mo 11 Jun 2012, 23:30

Hohensteyn warf noch ein letztes Lächeln in die Runde, dann führte er Pascal aus dem Salon hinaus, durch einige Gänge und einen Aufzug hinauf. schliesslich kamen sie in einem Zimmer im zweiten Stock an, geschmackvoll mit Bildern dekoriert. Eine Pflanze stand neben dem Eingang und auf einem blauen Teppich in der Mitte des Raumes befand sich eine cremefarbene Liege und daneben ein schon etwas ausgesessen aussehender Sessel mit einem Tischchen daneben, auf dem ein üppiger Blumenstrauss stand. Auf einem weiteren Tischchen mit Rollen stand eine schalenartige Vorrichtung.
Hohensteyn führte Pascal zu der Liege und liess sich selbst auf dem Sessel nieder. Von irgendwo her zog er einen Block und einen Kugelschreiber und blickte Pascal erwartungsvoll an.
"Also Pascal - ich darf dich doch Pascal nennen oder wäre dir Mister Meyer lieber? - , ich habe schon einige Unterlagen gesehen und weiss, wieso du hier bist. Du bist dem Angebot des Sanatoriums im Zusammenhang mit dem schrecklichen Unfall im neuen New Jericho Museum gefolgt. Natürlich werden wir alles tun, damit es dir wieder besser geht, aber das ist dir ja klar, deshalb bist du hier. Würde es dir also etwas ausmachen, wenn du mir erzählst, was an dem Tag mit dir passiert ist?", begann der Psychologe mit ruhiger Stimme zu sprechen. "Natürlich musst du dich zu nichts drängen, erzähl einfach, was dir einfällt. Und falls du nichts mehr weisst, ist das auch in Ordnung, dann beschreibst du mir einfach die Gefühle, die du empfindest, wenn du versuchst, dich daran zu erinnern. Ist das in Ordnung für dich?"
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Di 12 Jun 2012, 13:21

Verdutzt schaute Leon dem Kittelträger und Pascal nach. Völlig unerwartet hatte er plötzlich hinter Pascal gestanden und ihn mit zu einer Therapiestunde genommen, im Prinzip nichts Außergewöhnliches in einer solchen Einrichtung, doch woher wusste er nach so kurzer Zeit, das der Junge einen geistigen Rückfall, wie er so schön sagte, erlitten hatte? Vermutlich hatte er die Gruppe schon länger im Auge gehabt und ständige Beobachtung war in einer Heilanstalt für psychisch Angeschlagene wohl auch notwendig. Trotzdem war das Futter für seine anfangs noch scherzhaften Paranoia-Vorstellungen von dunklen Kellern und Experimenten an Menschen.
Mit einen Kopfschütteln schob Leon diese Gedanken bei Seite, das war doch blanker Unsinn, lieber sollte er selbst versuchen einen klaren Kopf zu bekommen.
Endlich trat auch der Pinguin wieder an den Tisch und beide bestellten sich die gewünschten Getränke, anschließend entfernte sich der Kellner und begann mit der Zubereitung.
"Du hast nicht schlecht geschaut, als du Pascal erkannt hast, habe ich aber wahrscheinlich auch nicht. Aber er scheint ganz umgänglich zu sein, wenn er nicht mit Feuer wirft", lachte Leon und grub sich wieder in den Sessel ein. Die gesamte Einrichtung mit allem darauf und drinnen war perfekt, er sollte sich die Woche wirklich mal dem Müßiggang hingeben.
"Hast du schon irgendwas Interessantes entdeckt? Also auf dem Gelände? Eine kleine Parcour-Strecke wäre ja der Hammer."
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Mali
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Di 12 Jun 2012, 13:41

Ianto blickte kurz dem Arzt und Pascal hinterher, dann wandte er sich wieder Leon zu. Der Kellner brachte ihre Getränke und Ianto nippte leicht an seinem Erdbeercoctail."Nein, ich war noch nicht draussen auf dem Gelände. aber im Wellnessbereich gibt es auch eine Sportecke mit Hanteln und Laufbändern. Dort war ich vorhin laufen, bevor ich dich mit Pascal entdeckt hatte."
Wieder ein Schluck aus dem Glas. "Was hast du dir vorgenommen für heute?"
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Basol
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BeitragThema: Re: Ep. 2: Das Sternenhimmel-Sanatorium   Di 12 Jun 2012, 18:56

Pascal erschrak, als der Psychologe direkt zur Sache kam. Sollte er die Wahrheit erzählen? Nur dann würde man ihm nämlich adäquat helfen können, aber wie würde er reagieren? Würde er ihn gleich auch ewig in die Geschlossene wegsperren? Naja, das war angesichts seines Gefahrenfaktors vielleicht wirklich das Beste...
"Wehe, ich sag dir, wenn du mich verpfeifst, töte ich tausend Menschen bei meinem nächsten Freigang und der kommt ganz bestimmt! Ich kann überall ausbrechen, das kannst du mir glauben!", zeterte Lacsap.
Schließlich entschloss sich Pascal zu der Wahrheit, jedoch unter Verschweigen der Feuerkräfte.
"Dazu muss ich erst mal weiter ausholen.", sagte er schließlich und schluckte. "Sie müssen nämlich wissen, ich habe zwei Persönlichkeiten. Ich glaube, man nennt es 'multiple Persönlichkeitsstörung', über Google habe ich eine Menge darüber herausgefunden. Ich habe praktisch zwei Seelen in mir. Und 'er' ist praktisch das Gegenteil von mir. Durch und durch bösartig. Wahnsinnig, eine große Gefahr für die Allgemeinheit! Und er kommt immer zum Vorschein, wenn ich sehr wütend bin oder Panik bekomme.
Nun kommen wir zum Tag des Vorfalls." Pascal räusperte sich, um den Hals frei für die lange Erklärung zu haben. "An diesem Tag war ich im Museum und alles verlief ganz normal, bis diese Panik ausgebrochen ist." Er beschloss, das Detail mit dem Schlägertypen, den Lacsap auf dem Gewissen hatte, zu verschweigen. "Da bin ich unter Stress geraten und mein anderes Ich hat meinen Körper übernommen und hat angefangen, Amok zu laufen. Und irgendwie hat er ein Feuerzeug in die Hände bekommen und damit die Bilder angezündet. Und es hat sich ein großer Brand daraus entwickelt. " Die Erklärung war sehr zusammengeschustert, aber vielleicht würde man sie ihm abkaufen. "In dem großen Feuer hat es mit Sicherheit Verletzte gegeben, ich hoffe, es ist keiner gestorben, sonst wäre ich ja ein Mörder." Tränen, und zwar Ehrliche liefen ihm übers Gesicht. "Ich bin ein Monster, bitte helfen Sie mir! Gibt es nicht irgendeine Möglichkeit, dieses zweite Ich loszuwerden? Er flüstert mir ja jetzt, in diesem Moment seine kranken Fantasien zu!"
"Natürlich gibt es die und zwar, indem du krepierst, mein Freund...", schnurrte Lacsap in seinem Kopf. "Aber dazu wirds nicht kommen, du hast nicht dem Mumm dazu..."


Zuletzt von Basol am Di 12 Jun 2012, 20:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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