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 [MSG] Sentinel Force - Prolog

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Fellknäuel
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BeitragThema: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Di 26 Jun 2012, 21:25

New Atlantis Base war sicher nicht der größte Stützpunkt, den die Sentinel Force angelegt hatte, aber er war ausgezeichnet versteckt, und das allein zählte. Im Inneren eines großen Asteroiden, mitten in einem ausladenden Trümmerfeld, das in einem abgelegenen Solarsystem, das wiederum nur einen Planeten aufwies, und der war nicht mehr als ein großer kahler Felsbrocken ohne nennenswerte Bodenschätze. Nicht einmal ein Hyperraumsprungtor gab es hier. Kurzum, das Versteck war perfekt für eine militärische Gruppe, die größten Wert auf Geheimhaltung legte, weil sie weit oben auf der Abschußliste der Mächtigen stand.

Das Innere von New Atlantis Base war nicht der Rede wert: der Stützpunkt bestand zum allergrößten Teil aus dem riesigen Hangar, ansonsten gab es nicht viel hier. kalte schmucklose Gänge aus grauem Metall, ein paar Schlafquartiere, Waffen- und Vorratslager, Trainingsräume... dazu eine Bar, die aber schlechter bestückt war als die eines Nephilim-Kreuzers. New Atlantis Base war also kein Ort, an dem man es lange aushielt. Zum Glück mußte man das in der Regel auch nicht.

Das Schott öffnete sich mit einem leisen Zischen vor Captain Gavin Hesters, als er auf den breiten Quergang hinaus trat, der sich ein Stück weit an dem gewaltigen Hangar entlang zog. Gut hundert Meter unter ihm lag der Hangarboden, so daß er von hier aus einen guten Blick über die Kammer hatte. Drei Nephilim-Kreuzer hatten hier drin bequem nebeneinander Platz; im Augenblick lag hier aber nur einer - die JASON. Das Schiff, das ab jetzt sein neues Zuhause werden würde. Soweit er wußte, hatte es erst vor wenigen Tagen die Werft verlassen, nur um anschließend hierher geschickt zu werden. Hier sollte der Kreuzer mit einer Mannschaft versehen werden, die bereits größtenteils Kampferfahrung gesammelt hatte. Die ausgewählten Leute hatte man überwiegend von anderen Schiffen abgezogen; Gavin z. B. hatte noch vor kurzem auf der ACHILLES gedient. Er war erst vorgestern hier abgesetzt worden, um auf die JASON zu warten, deren Bodentruppen er fortan kommandieren sollte.

Gavin trat näher an die Brüstung und sah auf das Schiff hinab - oder besser, zu dem Schiff hinüber, denn es war deutlich mehr als hundert Meter hoch. Die Länge betrug sogar mehrere hundert Meter. Und die Kreuzer der Nephilim-Klasse mußten auch groß sein, damit sie all das schwere Gerät mit führen konnten, das sie bei Kampfeinsätzen zu den Planeten hinunter schicken konnten. In jedem Fall waren sie beeindruckend. Wie so oft, wenn er eines dieser Schiffe aus der Nähe betrachtete, überkam Gavin ein Gefühl von Stolz. Sie waren die wohl modernsten und technisch fortgeschrittensten Schiffe der Galaxis, gebaut von der Sentinel Force, um einem edlen Ziel zu dienen. Und er war ein Teil der Sentinel Force.

Er wandte sich ab und schritt weiter den Quergang entlang, einem Schott an dessen Ende entgegen. Er trug die graue Uniform eines Captains, und seine Schritte waren leicht und federnd. Die Schwerkraft hier betrug 1g, was der Standard auf den meisten von Menschen gebauten Raumstationen war, denn auch die meisten von Menschen bewohnten Planeten wiesen nur unwesentlich höhere oder niedrigere Schwerkraft auf. Für einen Sentaraner wie ihn war 1g allerdings ausgesprochen niedrig, weshalb er sich anstrengen mußte, seine Schritte im Zaum zu halten. Kurz bevor er das Schott erreicht hatte, wurde es von der anderen Seite aus geöffnet, und jemand trat hindurch.
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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Di 26 Jun 2012, 22:19

Ramona hatte nicht lange gebraucht um sich ein Urteil über die JASON zu bilden: sie mochte sie nicht. Ein fetter, hässlicher Nephilim-Kreuzer, hunderttausend Tonnen feinster Stahl, frisch vom Stapel gelaufen, ohne all die hässlichen Kratzer, Dellen und Flickstellen im Rumpf, die unweigerlich hinterblieben wenn die Schilde ausfielen. Schiffe! Sie waren doch eines wie das andere! Ramona hätte kotzen können. Aber wenn man ehrlich war: vermutlich konnte die JASON nicht wirklich etwas dafür, dass die junge Master Sergeant sie nicht mochte. Es gab schlichtweg wenige und weniges, was Ramona Gale mochte. Kalt, spröde und erbarmungslos wie ein Wintersturm, das sagte man über sie. Nicht in ihrer Anwesenheit, freilich. Aber ebenso natürlich hatte Ramona von diesem Gerede Wind bekommen. Sie hatte es bevorzugt, sich in ihren Schutzmantel aus kalter Ignoranz zu hüllen und das Tuscheln in ihre Sammlung der Gründe für ihren allgemeinen Welthass aufzunehmen. Ramona hatte viele Gründe, warum sie Dinge hasste. Bei der JASON war es schlichtweg der erste Eindruck gewesen, mit dem das Schiff verschissen hatte. Es war in einem Zeitpunkt in die New Atlantis eingelaufen als Ramona schlechter Laune gewesen war. Das reichte aus um unten durch zu sein. Und bedachte man, wie häufig Ramona schlechte Laune hatte war das keine sonderlich hoffnungsvolle Aussicht für alle und alles weitere, wovon sie sich noch keine Meinung gebildet hatte. Im Moment war es freilich nicht allein schlechte Laune, die Ramonas Welthass nährte. Da war etwas was tiefer saß: der Schmerz, die Wunde. Keine körperliche Wunde. Mit Verletzungen wäre sie klar gekommen, die machten sie nur härter, entschlossener. Dies war eine schrecklichere Wunde, tiefer gehend, sengender und sehr viel langsamer heilend. Ihr ganzes Leben lang war Papa ihre Stütze gewesen, der wichtigste Bezugspunkt in ihrem Leben, auch später noch, als sie in verschiedenen Einheiten, auf verschiedenen Stationen, verschiedenen Schiffen gedient hatten. Doch jetzt war er nicht mehr. Es war schwer vorstellbar. Und noch schwerer, sich damit abzufinden. Vor allem für Ramona. Sie hasste es, sich mit Dingen abfinden zu müssen.

Als man Ramona Gale die Nachricht vom Tod ihres Vaters überbracht hatte, hatte die unnahbare junge Master Sergeant einen Nervenzusammenbruch erlitten. Sie hatte eine Beurlaubung von der Front erbeten, Zeit, um die Angelegenheiten ihres Vaters zu regeln und angemessen um diesen zu trauern. Zu spät hatte Ramona festgestellt, dass sie nicht wusste, wie man trauerte. Nachdem der Leichnam ihres Vaters eingeäschert und seine Asche ins Weltall hinaus geschossen war hatte eine seltsame Leere sie erfüllt. Sie hatte die Sache ordentlich erledigt, wie Papa es sich von seinem großen Mädchen gewünscht hätte, doch es half nichts, die Lücke in ihrem Herzen zu schließen. Und da war nichts mehr, was es zu tun gab, was ihr hätte helfen können, die Wunde genesen zu lassen. In ihrer Hilflosigkeit hatte sie sich auf die New Atlantis Base zurück gezogen, einem schäbigen Außenposten der Sentinel Force, an dem sie hoffte, allein zu sein. Tagelang hatte sie in den Trainingsräumen Gewichte gerissen bis jeder Muskel in ihrem Leib vor Schmerz geschrien hatte, war stundenlang auf dem Laufband gerannt bis sie völlig dehydriert zusammen gebrochen war. Und sie hatte geschossen. Sie wusste nicht, wie viele Batterien sie am Schießstand gelassen hatte. Es hatte alles wenig geholfen. Schließlich dann hatte Ramona sich gezwungen, zur Normalität zurück zu kehren. Obwohl beurlaubt hatte sie sich wieder in den normalen Tagesablauf der Force-Mitglieder eingefügt, hatte geholfen, den kommenden Einsatz vorzubereiten, hatte Kisten verladen, Fahrzeuge gewartet, Munitions- und Proviantlieferungen registriert.
Und dann war heute Morgen die JASON angekommen. Es war einer ihrer labileren Momente gewesen, einer, in dem sie wieder an Papa gedacht hatte und der Kummer wieder voll präsent gewesen war. Inzwischen ging es ihr wieder ein wenig besser. Man hatte ihr eine dankbare Aufgabe zugewiesen: Fahrzeuge verladen. Und mit einem mächtigen Ravager-Motor unter dem Hintern sah die Welt gleich viel freundlicher aus! Mit einem Gefühl der grimmigen Gewissheit, dass dieses Gerät Schmerzen über die bringen würde, die sie verabscheute, steuerte sie den Hoverpanzer in den Bauch des Schiffs. Den Mann auf der Ballustrade fünfzig Meter über ihrem Kopf entlang schritt, bemerkte sie dabei nicht...

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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Di 26 Jun 2012, 23:50

Duro'kal war schlecht drauf. Halt, das war eine Untertreibung. Er war scheisse drauf. Warum? Weil er seit Ewigkeiten nicht mehr auf einem Advent-Konvent gewesen war, um sich das Hirn freizublasen. Und mit seiner Schwester zu reden half zwar ein bisschen, aber nicht wirklich. Und er war von Primaten umgeben. Das war auch noch so ein Grund. Nun hatte er gefrühstückt, labbrige Cornflakes waren es geworden, und sich nun aufgemacht, sein Gunship in die Ladebucht des Nephilim-Kreuzers zu verfrachten. Erst auf dem Weg fiel ihm auf, dass er eine Viertelstunde zu spät war, und die restlichen Truppenteile schon ihr Zeug verladen mussten. Dreck. Musste ja passieren, bei einer Rasse von Untermenschen, die es nicht mal fertig brachten, Sich in ein Kollektivbewusstsein zu organisieren. Naja, vielleicht konnte er noch kurzfristig auf die Ladeliste kommen. Dann würde er den restlichen Tag frei haben. Was er damit anstellen würde war ihm nicht so ganz klar. Vielleicht trainieren oder meditieren. Er schlug seine Carbonfäuste aufeinander, bis er die Vibration in seinen Schultern spüren konnte. Oh, das würde großartig werden! Nach dieser langen Pause mal wieder fliegen, und vor allem: Weg von diesem Asteroiden und seinen Flabberflakes! Und zurück in den Kampf!
Der metallische Klang seiner Panzerstiefel auf dem mit Steinplatten ausgelegten Gang brachte ihn zurück in die Realität. Runter von den Gummimatten, ab auf den kalten Stein. Sauber.

Er trat durch die Tür in den Hangar und wurde von einem Anblick begrüsst, der ihm den Tag versaut hätte, wäre er zu mehr Gefühlen als Verachtung in der Lage. Vor ihm ein Primat, zugegebenermaßen auch noch ranghöher, und unten Reihen von wartenden Fahrzeugen. Die waren ganz schön diszipliniert, schoss es ihm durch den Kopf, und recht wild drauf, zu starten, genau wie er. Gut, aber da steckten unterschiedliche Gründe dahinter. Aus einer Laune heraus entschloss er sich, ein paar Worte mit dem Homo Erectus - klein gewachsen, breit, braunhäutig - zu wechseln. Er salutierte.
"Mächtig Betrieb hier unten, Captain." Da, das war doch eine relativ neutrale Äusserung... Smalltalk, wie ihn die Affen liebten.
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Fellknäuel
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 00:07

Gavin konnte es sich gerade so verkneifen, eine Grimasse zu ziehen, als er den Advent sah. Er konnte sie nicht leiden. Punkt. Sie waren furchtbar arrogant, und schwach noch dazu. Er wußte nicht recht, warum man diese Freaks als Verbündete genommen hatte... vermutlich einfach deshalb, weil die Sentinel Force nicht zahlreich genug war, um ihre Verbündeten frei wählen zu können. Zumindest waren ihre Schutzschilde effektiver als die der Soleari, die auf jedem Gebiet der Technologie führend waren, außer bei Waffen und Energieschilden. Dadurch gaben sie letztlich doch ganz brauchbare Verbündete ab.
"Wir ziehen bald wieder in die Schlacht," erwiderte Gavin, wobei er es problemlos schaffte, seine Stimme neutral klingen zu lassen. "Hoffe, Sie freuen sich darauf, ein paar Ärsche zu treten, denn bald werden Sie Gelegenheit genug dazu haben. Morgen früh um 0600 soll's losgehen."
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 01:06

Es war... laut. Gegen das Innere der Schiffe der Advent wirkte die Basis wie das mythische New York während der Rush Hour. Und das Design der Menschen wirkte so klobig. Ganz anders als das geschwungene Design der Advent, dem eine Art zeitloser Schönheit inne lag. Die Menschen hingegen knallten immer noch Steine aneinander und schauten was passierte, mehr oder weniger, wie Kora zugeben musste. Die Schlacht bei Pravernum hatte zur Genüge bewiesen, dass die Hüllen der menschlichen Schiffe denen der Advent überlegen waren. Mehr als einhundert Kreuzer und zehn Kapitolschiffe hatten sie an das Imperium verloren. Die Scryer hatten sich zähneknirschend eingestanden, dass die Advent allein nicht weit kommen würden. Und sie hatten die Nachricht weitergegeben. Die Flotille befand sich derzeit im Orbit über einer Basis der Sentinel Force. Ärger erfüllte Kora als sie an die Scryer zurückdachte. Die größte Strömung in Konvent hatte die Gunst der Stunde genutzt, um eine störende Stimme aus dem Chor zu entfernen, sie. Und das Ergebnis war, dass sie demnächst für die Sicherheit von Infantrie sorgen würde.

"Guten Morgen." "Guten Morgen." Die Worte fühlten sich unnütz an und hohl. Aber eine Gedankennachricht verstanden die Menschen nicht. Aber auch sie würden eines Tages aufsteigen, zu Advent werden. Das Konvent hatte beschlossen. Es würde geschehen. Kora legte die Hand auf den Disciple, der sie hierher gebracht hatte. Abgesehen von ihrem Bruder war der Jäger die einzige Erinnerung an die Flotte, die man ihr gelassen hatte. Auf dieser Basis gab es keine weiteren Advent und alle Kapitolschiffe und Kreuzer waren woanders stationiert.
"Guten Morgen." "Guten Morgen." Warum grüßte man sie überhaupt? Menschen mochten normalerweise keine Advent. Sie hielten sie für arrogant und verstanden dabei nicht, dass den Advent solche kleinlichen Gedanken fern waren. Irgendwann würden sie verstehen. Inmitten der grau gekleideten Menschen fühlte sich Kora etwas fehl am Platze in ihrer weißen Scryer-Robe. Aber es war schließlich nicht ihre Schuld, dass die Menschen über keinen ausgeprägten Geschmack verfügten. Mit so sanften Schritten, dass sie beinahe zu schweben schien, erreichte Kora den Hangar. Der Lärm wurde ohrenbetäubend. Wo war Duro'Kal? Sein Jäger war jedenfalls hier. Für einen Moment flimmerte die Luft um Koras Kopf als die Advent einen Gedankenimpuls lossandte.
"Guten Morgen." "Guten Morgen."
Aus irgendeinem Grund hielten die Menschen sie, Kora, für verträglicher als andere Advent. Kora hatte den Grund nie verstanden.

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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 10:50

Wie eine kleine Welle den Strand erreicht, traf ihn der Gedanke seiner Schwester. Erst blickte Duro ein wenig verwirrt durch die Gegend, dann fand er sie in ihren weißen Roben unten bei ihrem Disciple. Tja, sie hatte sich seinetwegen mehr Ärger eingebracht als notwendig.
Hastig salutierte er dem braungebrannten Primitivling und tapfte die Treppen herunter. Je näher er seiner Schwester kam, desto ruhiger wurde er auch, wie das halt bei Advent so vonstatten ging. Schließlich stand er vor ihr, immerhin einen Kopf kleiner, und ihr Geist wusch wie Wellen über sein gequältes Bewusstsein. Er war zuhause, zumindest für den Moment.
Ein Nicken, mehr nicht. Dann sandte er seine gedanklichen Fühler aus. Natürlich, er war ein starker Psioniker, wenn auch ungeübt. Er hatte abgebrochen. Dafür war er jetzt ein anständiger Pilot. Seine Schwester war mit Gnade gesegnet, die er nicht hatte, und mit jeder Welle ihres Geistes, die über ihn kam, fühlte er sich wohler und einiger mit sich selbst ... Er sollte sich wirklich mal wieder Urlaub nehmen und auf ein richtiges Konvent gehen. Wäre bestimmt gut für die geistige Gesundheit. Und Kora konnte auch nicht immer seine gesitige Müllhalde spielen. Er nickte nochmals.
Hallo, Schwester.
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 11:23

Bruder. Die Zweifel und Sorgen ihres Bruders schwemmten über Kora hinweg. Wieder ein Beweis dafür, dass die Advent unter ihresgleichen besser aufgehoben waren. Das Konvent war Teil ihres Lebens geworden. Ohne das Konvent zu leben war dasselbe als würde man einem Menschen sein Essen entziehen. Die ersten paar Tage hatte Kora im Disciple gesessen, Hände auf die Ohren gepresst und verzweifelt versucht irgendein Konvent zu erreichen. Natürlich war keines in Reichweite gewesen. Mit der Zeit gewöhnte man sich an die Einsamkeit, so hoffte Kora. Duro'Kal schien die Trennung nicht so gut zu verkraften wie sie selbst. Kora machte sich Sorgen um ihn.
Ich soll mit der Infantrie auf die Planeten gehen. Wirst du dafür sorgen, dass mir keine Bomben auf den Kopf fallen? Die ganze Sache missfiel Kora. Advent waren nicht für Grabenkämpfe geeignet. Sie konnte nicht einmal ein Maschinengewehr abfeuern, ohne sich ordenlich weh zu tun und alles bis auf das Ziel zu durchlöchern. Pistolen lagen im Rahmen des möglichen, hatten die Tests ergeben. Rudimentäre Gegenstände aus Metall, ohne Eleganz. Für ihren Bruder war der Einsatz mehr oder weniger eine Chance zu beweisen, dass verkrüppelt geborene Advent ihren Brüdern und Schwestern keineswegs unterlegen waren. Blieb nur zu hoffen, dass er das auch so verstand und entsprechend handelte.
Mit wem hast du eben geredet?

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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 15:11

Nichts besonderes. Captain Cromagnon. Keine Sorge, solange ich über deinem Graben fliege sind es die anderen, die Plasma fressen.
Duro wusste, dass seine Schwester sich nicht so ganz wohl fühlte, sobald es darum ging, wirklich zu kämpfen, und dass die ungünstigen Umstände seiner Geburt sie ein wenig aus der Bahn gerissen hatten, war ebenfalls ziemlich unangenehm. Zumindest, daran zu denken. Dass er der Grund war, dass seine Schwester eine lange, lange Zeit zur Rehabilitation brauchen würde. Er nickte, und hob die Hand zum Gruß. War auch nicht ganz notwendig, darüber nachzudenken, zumal seine Schwester bestimmt auch nicht das größte Bedürfnis hatte, ihre Lebensumstände zu evaluieren.
Muss jetzt mein Schiff in den Hangar dieses Bollwerks verfrachten. Danach können wir Kaffee trinken oder was dir passt.
Mit dem ihm eigenen, für einen Advent ungeschmeidigen Gang stapfte er in Richtung des Gunships das am anderen Ende des Hangars aufragte, kletterte durch die Luke in den Pilotenraum, und steckte seine Hände in die Kontrollschächte. Funk aktiviert? Sein Sichtfeld vor dem Cockpit breitete sich aus, die Kameras starteten, und die Triebwerke liefen an.
"TRA-31 bittet um Erlaubnis, in den Hangar der JASON zu fliegen. Over."
"VTOL TRA-31, Erlaubnis erteilt. Machen sie nur schnell. Wir haben grade eine Lücke hinten im Hangar. Ich geb es ihnen aufs HUD."
"Roger, I copy. Beginne mit dem Anflug."
Auf seinem HUD blinkte ein Hangar in ca. 10 Metern Höhe auf der Seite des Nephilim-Kreuzers auf, und er gab den Turbinen einen sanften Stoß, der ihn auf dessen Höhe beförderte. Dann lavierte er das Schiff in die Ladebucht, ließ es einmal um 180 grad rotieren, und parkte es auf den ausgefahrenen Kufen.
"TRA-31 in Ladebucht. Wiederhole, bin angekommen." - Dämliche Repetition. Auf einem Adventschiff wäre die Order absolut nicht nötig gewesen. Da hätte der Lotse es schon gewusst...
"Schönen Tag noch, TRA-31."
"Ihnen auch." Er war schlecht in sowas. Immer wenn er Höflichkeitsfloskeln verwendete, klang seine Stimme hohl. Ein Hebel ließ die Luke aufgehen, und er kletterte hinaus. Brauchte nicht mal eine Leiter, seine Beine fingen die 1 1/2 Meter Sturzhöhe locker ab.
Eine Zigarre wanderte aus der Brusttasche seiner Kleidung in seinen Mundwinkel. Mit großen Schritten wanderte er um das Schiff, drückte das Ende der Zigarre gegen das immer noch heiße Triebwerk, und zog an dem glühenden Stumpen.
Der Tag begann, besser zu werden. Halbwegs gut gelaunt fand er den Weg Richtung Atlantis-Hangar, durch die Eingeweide des Nephilim-Kreuzers. Die Leute starrten ihn zwar komisch an, als hätten sie noch nie einen Advent gesehen, aber das war ihm eigentlich herzlich egal. Die Haare könnte er trotzdem mal nachfärben.
Ich bin hier, Schwester.
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Tungild

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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 16:00

Heute war einer dieser ausgesprochen seltenen Tage an denen Melvin gut drauf war. Seine gute Laune lag nicht nur daran das ihm heute vermutlich keine Kampfeinsätze blühten, die oftmals so unvorhergesehen für Nicht-Kommandostabsmitgleider sind, nein es lag vor allem am neuen Schiff. Der JASON.
Melvin hatte zwar schon auf einigen Kreuzern der Nephilim Klasse jeweils für eine kurze Zeit gedient, jedoch konnte man nur selten einem Schiff dieser Größenordnung in einem Hangar begegnen, geschweige denn einem Neuen.
Eigentlich wäre er gerne viel früher hier gewesen doch entgegen der Normalität hatte er verschlafen. Das passierte ihm doch sonst nicht, sein Bio Rhythmus war recht zuverlässig, gerade jetzt da er schon einige Tage auf dieser Station war, die zwar keinen großartigen Komfort oder schöne Landschaft bot, dafür jedoch einen geregelten Tagesablauf. Melvin wusste es sehr zu schätzen wenn am Abend die Sonne unter und am Morgen wieder aufgeht, es hatte etwas... idyllisches.
Durch seinen kleinen Patzer jedoch konnte er seine morgendlichen Laufrunden nicht drehen, nunja konnte schon, nur war sein Drang das Schiff zu sehen doch größer, was ihn bewegte nach der Morgentoilette direkt in den Hangar zu kommen, in dem schon geschäftiges Treiben herrschte.

Er konnte den Kapitän des neuen Schiffes nicht ausmachen, was auch nicht weiter schlimm war, denn Melvin war aus irgendeinem Grund keiner Aufgabe zugeteilt worden. Über den Neuen Captain wusste er auch nicht viel, zwar hatte er, so wie jeder der Crew ein kleines Dossier bekommen doch leider ohne Bild, wobei er sich nicht sicher war ob sich jemand bloß einen Spaß erlaubt hatte und das Bild entfernt hatte oder ob es das für Niemanden gab. Nunja, wenn jemand entsprechenden Ranges vor einem stand war es wohl kaum möglich ihn zu übersehen.
Melvin zuckte mit den Achseln, seine gute Laune konnte ihm heute keiner Verderben selbst wenn er zum Kisten schleppen verurteilt werden sollte, hatte er doch ein vollkommen bauneues Schiff zu erkunden. Aber zunächst konnte er es endlich von außen betrachten. Er schlenderte gemütlich um das Schiff rum.
Die Jason war wunderschön, keine Schrammen, keine Dellen, wundervoll... so schade des es nicht lange in diesem Zustand bleiben würde.
Nachdem er ausgiebig die Triebwerke studiert hatte, sie als nichts Außergewöhnliches aber gut befand machte er sich auf um noch einen Blick von der Gesamtgröße des Schiffes zu erhaschen. Er stellte sich etwas abseits einer kleinen Gruppe von Soldaten die Fahrzeuge verluden und betrachtete die Jason.
Mal schauen wie lange er auf diesem Schiff blieb.
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 16:34

"Vielen Dank", verabschiedete Kora den Hangarhelfer, mit dem sie bis eben noch gesprochen hatte. Immerhin wusste sie jetzt wo der Kapitän war. Der Mann war freundlich genug gewesen, es ihr mitzuteilen. Wahrscheinlich wartete der Kapitän auf eine Meldung von ihr. Zumal sie bis jetzt noch nicht wusste, was genau ihre Aufgabe sein würde. Von Konvent hatte sie nur ein knappes "Infanterie" bekommen, was keine große Hilfe gewesen war. Aber wie sollte die Scryer-Riege wissen, wie viele unterschiedliche Aufgaben es bei der Infanterie gab? Die Advent hatten keine Fußtruppen.
Ich bin hier, Schwester. Ein seltenes Lächeln huschte über Koras Gesicht als sie sich zu ihrem Bruder umdrehte. Er rauchte.
Wolltest du damit nicht aufhören? Die Frage war halb scherzhaft gemeint. Ihr Bruder war alt genug, um für sich selbst entscheiden zu dürfen.
Ich werde dem Kapitän Bescheid geben. Irgendwozu wird man mich schon brauchen. Für einen kurzen Moment brach ihr Ärger ob der Entscheidung des Konvents sie hier zu stationieren durch, aber Kora fing sich rasch wieder. Ihre Stimme war nicht genug gewesen, um die anderen zu überzeugen.
Verärger niemanden, ja? Zumindest nicht allzu sehr. Kora lächelte ihrem Bruder noch einmal ein wenig traurig zu und machte sich auf die Suche nach dem Kapitän der Jason.

Der Mann war rasch gefunden. Wenigstens entsprach der Beschreibung des Helfers aus dem Hangar. Kora sandte einen Gedankenimpuls in dessen Richtung, der natürlich keine Wirkung zeigte. Außerdem transportierte er mehrere Koffer durch den Gang. Wahrscheinlich hatte er gar keine Zeit. Wie sprach man einen Höhergesetzten an? Bei den Advent gab es keine Ränge und damit auch niemanden, der im Rang höher war als man selbst.
"Entschuldigt, Kapitän. Ich hoffe, ich störe nicht."

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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 18:36

Gavin drehte sich herum, als ihn jemand ansprach. Oha, eine höfliche Advent? Es geschahen wohl doch noch Zeichen und Wunder.
"Falls Sie den Commander suchen, der wird an Bord der JASON sein," antwortete er ebenso höflich, während er auf den Titel Bezug nahm, mit dem sie ihn angesprochen hatte. "Ich bin lediglich der Kommandant der Bodentruppen des Schiffes." Während er sprach, machte er keine Anstalten, den riesigen Seesack, der auf seiner Schulter ruhte, abzusetzen. Bei dieser geringen Schwerkraft wog das Ding für ihn nicht mehr als ein kleiner Handkoffer für einen normalen Menschen.
"Aber vermutlich bin ich trotzdem Ihr Vorgesetzter," fügte er hinzu, denn die Anwesenheit einer Advent hier führte ihn zu dem logischen Schluß, daß sie zu der Besatzung eines Kreuzers gehören mußte. Und der einzige Kreuzer hier war die JASON, und weitere Transfers waren für die nächste Woche nicht geplant. Er wußte auch, daß zwar einige Advent auf die JASON versetzt werden sollten, aber nicht in die eigentliche Schiffsbesatzung. Blieben nur die Bodentruppen. "Wenn ich Ihnen also weiterhelfen kann, fragen Sie ruhig."
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 19:01

"Ich bin Kora ai Deliverance und wurde der Jason vom Konvent als Infanteristin zugeteilt", berichtete Kora mit neutraler Stimme. Sie musste die Entscheidung des Konvent nicht mögen, aber sie akzeptierte sie. Blieb nur zu hoffen, dass der Commander ein fähiger Mensch war, so es so etwas denn gab. Kora hatte nicht grade Lust in irgendeinem Gefecht um eine Raffinerie oder sowas verheizt zu werden. Ihre Psionik konnte man hoffentlich andersartig brauchen.
"Das Konvent hat mir keine Aufgabe gegeben. Ich hoffe, dass ich trotzdem irgendwie zu Diensten sein kann." Und bitte, bitte nicht als Soldatin an der Frontlinie. Das würde maximal einen Einsatz lang gut gehen. Danach wären ihr entweder alle Knochen von einem Maschinengewehr gebrochen worden oder aber sie selbst von dem Maschinengewehr eines anderen durchlöchert. Beides nicht das, was sich Kora unter einem erfolgreichen Einsatz vorstellte.

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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 27 Jun 2012, 19:19

Gavin hob sein Handgelenk vors Gesicht und aktivierte den Holo-PDA. Die grünlich leuchtende Projektion eines Screens erschien in der Luft, und mit einem Finger der anderen Hand tippte er Symbole auf dieser Projektion an, die ihn von Seite zu Seite brachten. Schnell erreichte er die Personalliste und besah sich die spärlichen Informationen, die man ihm zu Kora gegeben hatte. Wie erwartet war sie schwächlich - wie Advent nun mal waren. Das schloß einen Einsatz als Frontkämpferin von vornherein aus, denn in dieser Rolle würde sie nur sich und ihre Kameraden unnötig in Gefahr bringen. Dafür hatte sie interessante Talente, die der Truppe von Nutzen sein konnten, solange sie sie von einer sicheren Position aus einsetzen konnte. Und als sicher erachteten die Kommandeure der Sentinel Force jede Position, an der man nicht Gefahr lief, jeden Moment im Kugelhagel zu verrecken.
"Sieht aus, als wären Sie als Sanitäter am besten geeignet," überlegte Gavin laut. "Dürfte Ihnen die beste Gelegenheit geben, Ihre Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen." Er schaltete das PDA ab, das Hologramm verschwand. "Ich werd mich drum kümmern, sobald ich auf der JASON bin. Noch was?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Do 28 Jun 2012, 16:31

Kora ließ keinen erleichterten Seufzer hören. Advent taten sowas nicht. Ein anderer Advent hätte wohl die Wellen der Erleichterung spüren können, obwohl sich in ihr Gesichtsausdruck nicht veränderte. Stattdessen verbeugte sie sich vor dem Commander, etwas, was man höchst selten einen Advent würde tuen sehen. Was die Menschen wohl dachten, dass sie für Fähigkeiten hatte? Das Konvent hatte bestimmt nicht alle Informationen rausgegeben. Das Bündnis mit der Sentinel Force war brüchig und beide Seiten vertrauten einander nicht wirklich.
"Vielen Dank, Commander. Ich werde mein bestes tun." Niemand bei den Advent wollte, dass Menschen starben. Die wurden noch gebraucht. Und als Sanitäterin hätte sie wohl am meisten Gelegenheiten, Menschen auf ihre Seite zu ziehen. Man würde sehen.
"Das wäre alles von meiner Seite."

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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Do 28 Jun 2012, 17:02

Gavin nickte knapp und setzte dann seinen Weg zum Schiff fort. Er betrat es durch den Hangar, wo gerade einige Crewmitglieder mit dem verstauen von Ausrüstung beschäftigt waren. Er genehmigte sich einen Zwischenstopp in einer der Fahrzeughallen, wo der Fuhrpark der JASON untergebracht war. Da sah er auch schon einen Ravager vor sich, der nahe dem großen Schott abgestellt worden war und in seinen Halterungen ruhte, einem schlafenden Monstrum nicht unähnlich.
Gavin drehte sich herum und machte ein paar schnelle Schritte zur Seite, als jemand einen der schweren Panzer vorsichtig herein manövrierte. Etwa einen halben Meter über dem Boden schwebend, verursachte der Reaper kaum ein Geräusch; nur ein leises Summen ging von ihm aus. Gavin sah zu, wie der Fahrer den Koloß an der dafür vorgesehenen Stelle parkte.
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Do 28 Jun 2012, 20:37

Der Ravager rastete in seiner Halterung ein, stählerne Segmente versteiften sich, getrieben von Motoren irgendwo hinter den kalten Wänden des Hangars, und fixierten den Panzer wie in einer eisernen Klaue. Und damit war er gesichert. Gründlich! Ramona hatte erlebt, was diese Verbindungen aushielten. Ein Volltreffer durch die Schilde hindurch mochte den Rumpf eines Nephilim-Kreuzers so durchschütteln, dass sämtliche Crewmitglieder von den Beinen gerissen wurden, die Fahrzeugsicherungen würden so unverrückbar bleiben wie die legendären Gletscher von Charce IV.
Mit hydraulischem Zischen entwich der Druck und die Fahrerkuppel schwang nach oben als der Motor erstarb. Ramona drückte sich aus ihrem Sitz heraus, stieg aus der Kuppel und schwang sich über das Rohr des Primärgeschützes hinweg zum Rand des Panzers. Die dort ausgefahrenen Sprossen gekonnt ignorierend sprang sie von dem Gefährt hinab in die Tiefe, ging federnd in die Knie, fing sich mit der Rechten auf dem Boden ab ehe sie wieder in die Höhe schnellte. Zügigen Schritts umrundete sie den Ravager und wollte sich gerade wieder auf den Weg aus dem Bauch der JASON hinaus machen als sie feststellen musste, dass der Weg versperrt war. Ein Reaper manövrierte gerade in seine Halterungen und der schmale Streifen Weg, den er nicht versperrte, blockierte ein breit gebauter Mann, den seine Rangabzeichen als Captain der Infanterie auswiesen. Kurzerhand trat Ramona auf ihn zu, salutierte zackig. Ihre Erfahrungen waren, dass man sich von Vorgesetzten am besten zeitig ein Bild machte. Dann wusste man wenigstens ob sie etwas taugten oder man ihre Befehle lieber kreativ auslegte.
"Sie müssen Captain Hesters sein wenn sie hier rum laufen, Captain", stellte sie mehr fest, als dass sie fragte, "Master Sergeant Ramona Gale, ich werde unter ihnen auf der JASON dienen."

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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Do 28 Jun 2012, 21:34

Gavin musterte die Frau kurz, während sie auf ihn zu kam. Die Körperhaltung ließ auf hohes Selbstbewußtsein schließen. Gut so. Verschüchterte junge Mädchen überlebten beim Militär oft nicht lange. Er salutierte ebenfalls, und bei ihrem Namen klingelte es in ihm. Bevor die Sentinel Force ihre ersten Einsätze geflogen hatte, war er eine Zeitlang auf der Akademie tätig gewesen und hatte hier und da als Ausbilder ausgeholfen. Und auch wenn er diese Frau nie ausgebildet hatte, so hatte er doch das eine oder andere über sie gehört.
"Eben der," bestätigte er knapp. "Ramona Gale, ja? Etwa die Ramona Gale, die auf der Akademie ihre Ausbilder regelmäßig zu Lobeshymnen motiviert hat? Ich freu mich schon auf unseren ersten Einsatz... bin gespannt, was Sie so draufhaben!"
Er lächelte nicht bei diesen Worten, aber aus seiner Stimme klang unüberhörbar Respekt - die Art von Respekt, die man jemandem gegenüber brachte, der was drauf hatte.
Der schwere Panzer war mittlerweile in seine Halterungen manövriert worden, der Weg nicht länger versperrt.
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Do 28 Jun 2012, 22:03

Die Worte des Captains entlockten Ramona ein Lächeln, doch es war weder eine freundliche, noch eine freudige Geste. Es hatte etwas wölfisches an sich. Ein zynisches, ein bitteres Lächeln. "Wüsste nicht, dass ich das getan hätte, aber ich schätze, es wird nicht zu viele Ramona Gales in der Force geben. Gehen sie also ruhig mal davon aus, dass ich eben die bin. Aber ich bin zuversichtlich, dass sie mit meinen Fähigkeiten zufrieden sein werden..."
Das wölfische Lächeln wuchs noch ein wenig in die Breite. Ob Hesters mit ihr zufrieden sein würde würde im wesentlichen davon abhängen, ob seine Pläne sich mit ihren eigenen Vorstellungen deckten. So wirklich einschätzen konnte sie ihn noch nicht. Im Moment kam er ihr wie ein Schleimer vor, wie ein Softie, der lieber mit seinen Untergebenen herum kumpelte als Eier zu zeigen wo es nötig war. Aber das mochte täuschen. Etwas in seiner Gestik erweckte das Gefühl in Ramona, dass sie es schlimmer hätte treffen können. Dennoch, lieber fühlte sie dem Offizier noch ein wenig auf den Zahn.
"Zu unseren Einsatzordern werden sie mir sicher noch nichts sagen können, Captain...", hakte sie nach, "... aber vielleicht darf ich fragen, wie iihre grundsätzliche Strategie auf dem Schlachtfeld aussieht? Sie sind keiner dieser übervorsichtigen Zauderer, die sich mit einem Nadelstich zufrieden geben wo wir einen Hammerschlag anbringen könnten, oder?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Do 28 Jun 2012, 22:34

"Nadelstiche sind was für die globale Ebene - auf dem Schlachtfeld sind sie fehl am Platz!" erwiderte Gavin hart. "Ich halte nichts von Selbstmordmissionen, aber wenn ich eine Chance sehe, den Feind in den Arsch zu treten, ergreife ich sie. Diese übervorsichtigen Zauderer, von denen Sie sprechen, leben vielleicht länger als andere... aber sie erreichen wenig bis nichts."
Er zog eine Augenbraue hoch und sah ihr direkt ins Gesicht. "Hab ich Ihren Test damit bestanden, Sergeant?" Er klang nicht so, als ob ihm das besonders wichtig wäre.
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Sa 30 Jun 2012, 21:33

Die Antwort des Captains kam... überraschend, selbst für Ramona, die es sich zur Angewohnheit gemacht hatte, stets mit dem schlimmsten zu rechnen. Dass ihr Vorgesetzter jedoch so direkt sein würde, das hatte sie wirklich nicht erwartet. Das war nicht das, was sie von Offizieren kennen gelernt hatte. Die meisten hätten eher eine - wie sie es nannten - diplomatische Handlungsweise an den Tag gelegt und die Herausforderung in ihren Worten gekonnt ignoriert. Hesters hingegen sprach sie frei heraus darauf an. Und Ramona musste sich, zuerst widerwillig, dann amüsiert, eingestehen, dass er ihr imponierte. Ja, das schien wirklich einmal ein Offizier mit Arsch in der Hose zu sein! Ramona kam zu dem Schluss, dass sie sich prächtig mit ihm verstehen würde.
Ohne Rücksicht auf jedes bezüglich der Rangdifferenz angebrachte Respektverhalten - schließlich zeigte Hesters ebenfalls wenig Interesse an solchem - stieß sie ein kurzes, unangenehmes Lachen hervor. "Besser als sie wahrscheinlich selbst glauben, Captain", beantwortete sie seine Frage und ließ das wölfische Lächeln nun vollends aufklappen, "Aber nun muss ich darum bitten, wegtreten zu dürfen. Da draußen wartet noch ein gutes Dutzend schwerer Fahrzeuge auf seine Verladung..."

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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   So 01 Jul 2012, 01:51

Ican und Shino standen beide auf einem Steg, von dem man aus den gesammten Hangarbereich überblicken konnte, nur vom Kontrollraum eine ebene höher hatte man einen besseren ausblick. Ican hatte seinen Jäger schon am morgen auf der JASON verstaut, mitlerweilen waren die leichten Jäger und die Versorgungsschiffe stetig dabei anzudocken oder zu Landen. Ican hatte den Kreuzer danach wieder verlassen um seine Schwester abzuholen. Shino hatte am Morgen noch eine Trainingseinheit mit den Truppen der New Atlantis Basis absolviert, die bis vor kurzem noch angedauert hatte. "Was meinst du, haben wir mit der JASON diesesmal mehr glück als mit unserem alten Schiff?" Shino grinste. "Ich denke das was wir auf der ODYSSEUS erlebt haben wird nur schwer zu überbeiten sein." Ican nickte und blickte wieder auf das gesellige Treiben. "Ich bin froh das wier wieder einem Schiff zugeteilt wurden... die zwei Wochen hier auf diesem Felsen mitten im nirgendwo waren... langweilig..." Er blickte zu seiner Schwester, die immernoch in ihrem Kampfanzug steckte der etwas mitgenommen aussah. "Sieh das doch nicht immer so negativ, wenn wir wieder im einstatz sind und immer auf der hut sein müssen, dann bist du froh um jede einzelne minute in der du ausspannen kannst." Ican nickte und hielt sich die Schläfe als ein schwacher pochender schmerz ihn dort durchfuhr. "Was hast du?" "Ach nicht, nur wieder dieses dämliche implantat... vermutlich wieder nur ne kleinigkeit, aber ich werde sie mal vom Doc untersuchen lassen."
Die beiden machten sich auf den weg zur JASON, Ican ging zur Krankenstation , wärend Shino sich auf den weg zur Waffenkammer machte um ihren Kampfanzug warten zu lasen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   So 01 Jul 2012, 15:40

Er nickte nur. "Dann tun Sie, was Sie tun müssen, Sergeant. Wir sehen uns... spätestens auf dem Schlachtfeld!"
Gavin verließ die Fahrzeughalle und machte sich, durch die verschachtelten Korridore der JASON hindurch, auf den Weg zu seiner Kabine. Sie war kleiner als die der anderen Soldaten, was aber nur daran lag, daß es eine Einzelkabine war. Die niederen Ränge waren zumeist in 3er oder 4er Kabinen untergebracht. In jedem Fall boten die Kabinen ihren Bewohnern nicht mehr als ein Bett, einen Schrank, einen Tisch mit einigen Stühlen sowie einen Bildschirm, der im allgemeinen für Bekanntmachungen seitens des Kommandanten benutzt wurde.
Gavin packte erst einmal seinen Krempel aus und räumte ihn in den Schrank ein.
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mo 02 Jul 2012, 23:17

Missmutig stapfte der junge Advent die Treppen herauf, vom Geräusch seiner Stiefel mehr indisponiert als von irgendetwas sonst. Klar, die Advent-Dampflokomotive ... unmöglich. Auf seinem Rücken ein Seesack, darin das Nötigste, was ein Advent eben so im Exil brauchte. Die Amphetamine waren seine eigene Sache. Der Rest - weiße Laken, Meditationsmatte, Werkzeug, um grobe Schäden an den künstlichen Gliedmaßen auszubessern, et cetera et cetera - waren gut verstaut und Notwendigkeiten des täglichen Lebens, kein Luxus.
Er entschloss sich, einen kurzen Abstecher zur Krankenstation der Jason zu machen, um seine Augmente neu kalibrieren zu lassen. Das Zimmer mit seiner Schwester konnte er später noch beziehen. Schritt für Schritt, den schweren Sack auf den Schultern, der zwar seinen Armen und Beinen keine Mühe machte, aber seinem Torso schon, auch wenn er das niemals zugegeben hätte. So in Gedanken versunken, die Augen vor Anstrengung zu kleinen Schlitzen zusammengekniffen, fiel ihm der räudige Cathar gar nicht auf, in den er nur Sekunden später von hinten hineinstolperte. Der Seesack fiel auf den Boden, und Duro fuhr den Katzenmenschen noch im Aufsitzen wütend an.
"Du verdammtes räudiges Katzenvieh, pass auf, wo du hinläufst! Nächstes mal wische ich mit deinem Fleckenpelz den Fußboden!" - Dass er es gewesen war, der in Ican hineingestolpert war, kam ihm nicht im Geringsten in den Sinn.
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Di 03 Jul 2012, 00:00

Ican hatte sich zu der Krankenstation begeben, doch da das Schiff noch keine volle Medizinische Crew hatte, musste er kurz warten. Normalerweise wäre das kein wirkliches problem gewesen, Ican kannte das, schlieslich hatte er keine ernsthafte verletzung. Aber normalerweise traf er auch nicht auf Blindfische die ihn einfach von hinten anrempelten. Auch das war ansonsten kein grosses ding, wenn der Blindfisch nicht plötzlich angefangen hätte ihn zu beschimpfen. "Dir haben sie wohl ein paar Hirnzellen gegrillt, pass gefälligst selber auf wo du langgehst du..." Ican hielt inne und musterte Duro. "ach du scheisse ein Advent, das hat mir gerade noch gefehlt..." Ican verdrehte die Augen, dieses ganze arrogante pack brachte es immer fertig scheisse zu bauen und die schuld dafür anderen zu geben, selbst wenn es noch offensichtlicher war als hier. "Pass du gefälligst das nächste mal auf Blindfisch...."
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BeitragThema: Re: [MSG] Sentinel Force - Prolog   Mi 04 Jul 2012, 00:43

Nachdem Melvin sich genug an der Außenansicht des Schiffs ergötzt, sich eingehend mit den Triebwerken und der Belademannschaft beschäftigt hatte, beschloss er dem inneren des Schiffes einen Besuch abzustatten. Er schätze zwar den festen Boden und den geregelten Tagesablauf, doch noch lieber flog er und so störte es ihn kaum diesen wirklich winzigen Stützpunkt zu verlassen.
Kurze Zeit später hatte er seine Sporttasche mit seiner Kleidung und den paar persönlichen Sachen aus seinem der Station angepassten, also kleinen, Quartier geholt, geschultert und ohne einen Blick auf seine Bleibe der letzten zwei Wochen zu werfen, das Schiff betreten.
Obwohl alle Schiffe dieser Klasse recht ähnlich geschnitten waren war doch unklar wo Quartier Nummer 107 sich nun befand und so begann Melvin einen kleinen Rundgang. Ein Schild wies zum Hangar, doch da er kein eigenes Schiff besaß und generell immer noch mal alle Schiffe dreimal checkt bevor er mit ihnen fliegt, sollte dies nicht seine erste Station sein. Erstmal die Tasche wegbringen, es blieb sicher immer noch genug Zeit etwaigige Verbesserungen vorzunehmen bevor das Schiff den Hangar verließ. Nach einigen Abzweigungen erreichte er eine große Flügeltür hinter der sich die Kantine befand. Gut zu wissen, dachte er sich, doch ehe er sich versah wurde er schon von einer Frau, die derzeit die einzige Person in diesem Raum war angesprochen. "Sind Sie die neue Küchenhilfe?", frug sie in unfreundlichem Ton, woraufhin er nur auf sein Abzeichen zeigte und den Raum auf der anderen Seite wieder verließ, sie würde sich sowieso nicht an ihn errinern. Das Küchenpersonal behandelte alle immer gleich unfreundlich, das war er gewohnt, er würde keinen Nachteil daraus ziehen sich nicht mit ihr zu unterhalten.
Nach einigen weiteren Abzweigungen hatte er zwar Quartier 207 mehrmals passiert jedoch Quartier 107, sein Zimmer, immer noch nicht gefunden und sich scheinbar doch ein wenig verlaufen.

Kaum bog er um die Nächste Ecke fand er die Krankenstation, vor der ein Advent und einen Cathar standen und sich gegenseitig anzufeixen schienen.
Generell hatte Melvin nichts gegen Nicht-Menschen, nicht das er Freunde unter ihnen hatte, aber ihn störte ihre Gegenwart auch nicht weiter. Er hatte nie verstanden warum sich alle immer so einen Großen Kopf darum machten. Wenn sie auf einem Schiff flogen waren sie Crewmitglieder, draußen im All, wenn jeder in seinem Jäger saß, konnte doch eh keiner sagen, in welchem Jäger welche Rasse saß, dort waren sie Kameraden wenn sie zusammen kämpften, Feinde wenn sie auf der anderen Seite waren. Man musste sich die Welt nicht komplizierter machen als sie es eh schon war.
Der Cathar trug eine Pilotenuniform, ein Kamerad, der Advent das Abzeichen eines Leutnants, war also im Rang deutlich über dem Cathar, der diesen jedoch mit "ach du scheisse ein Advent, das hat mir gerade noch gefehlt...", gefolgt von "Pass du gefälligst das nächste mal auf Blindfisch" begrüßte.
Scheinbar drohte die Situation also zu Eskalieren.

Melvin fasste sich ein Herz und trat auf die Beiden zu. Er wusste, dass sein Rang zwar auch unter dem des Leutnants war, hoffte jedoch die Situation entschärfen zu können. Für den Pilotenkollegen wäre es bestimmt auch nicht angenehm direkt am ersten Tag mit Disziplinarmaßnahmen begrüßt zu werden. Des Weiteren wollte Melvin nicht, dass auch nur einer der Piloten im Ernstfall ausfiel, nachher müsste er als Unteroffizier noch eine kleine Staffel anführen oder so etwas. Er schluckte und versuchte möglichst ruhig zu klingen als er an die beiden erreichte und sich leicht beschwichtigend zwischen sie Stellte. Er Salutierte dem Leutnant kurz, wie er es im Kaiserreich gelernt hatte und begann
"Entschuldigt die Herren ich bin sicher es handelt sich hier bloß um ein Missverständnis"
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