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 [MSG] Funke im Norden

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Grim
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BeitragThema: [MSG] Funke im Norden   Mo 22 Dez 2014, 23:11

„Irgendetwas Neues aus dem Norden?“, fragte der Mann mit den schütteren Haaren. Er war – auch wenn man von den strähnigen Resten seiner Haarpracht absah – ein trauriger Anblick. Klein, hagern, mit schlechten Zähnen und schweren, grauen Tränensäcken. Darüber hinaus war er, was selbst dem wohlwollendsten Betrachter nicht entgehen konnte, in diesem Augenblick bedeutend betrunkener, als ein Mann dies am späten Nachmittag sein sollte.
Der Wirt des „Eisenhaus“ schüttelte den Kopf. Das Eisenhaus war eine große, aber nicht eben gut beleumundete Schenke in der Unterstadt von Lornwall. Früher war es wirklich einmal ein Eisenhaus, eine Schmelze und Schmiede, gewesen, in der Erz aus dem Norden verarbeitet wurde, doch mochte es an den unregelmäßigen Lieferungen an Rohmaterialien, mochte es schlicht am mangelnden Geschäftssinn des Besitzers gelegen haben: es hatte schon vor Jahrzehnten schließen müssen. Das Gebäude hatte der Mann erstanden, der nun der Wirt des „Eisenhaus“ war. Wo einst die Esse gestanden hatte befand sich noch immer eine gewaltige Kohlepfanne, um deren steinernen Rand herum Stühle für jene angeordnet waren, die sich am Feuer wärmen wollten. Ein gutes Dutzend weiterer, mehr schlecht als recht zusammen genagelter Tische und Bänke vervollständigten den Schankraum.
„Nichts mehr, seit Wochen nun schon“, fügte der Wirt erklärend hinzu. Das Eisenhaus war so früh noch nicht eben gut besucht und so hatte er die Zeit, mit den wenigen Gästen Plausch zu halten. Der Mann mit den schütteren Haaren stieß ihn zwar aus naheliegenden Gründen bis zu einem gewissen Grad ab, dennoch konnte er nicht umhin, auch Mitleid mit ihm zu empfinden und so ließ er sich an dessen Tisch nieder. Schlussendlich war der Mann – das durfte man nicht vergessen – auch ein regelmäßiger Gast und zudem einer, der immer brav seine Zeche bezahlte. So abstoßend ein Mann auch war, bisweilen lohnte es sich dennoch, ihn sich gewogen zu halten.
„Und du kannst mir glauben, wenn es etwas Neues gäbe, dann wäre ich der erste der es wüsste“, fuhr der Wirt fort, „Ich habe da ein paar Freunde, die mich immer bestens informiert halten. Für einen kleinen Obolus, versteht sich. Aber es lohnt sich. Wenn aber nicht mal die mir etwas Neues erzählen können, dann gibt es auch nichts. Oder natürlich der Herzog sorgt dafür, dass keine Neuigkeiten in die Stadt gelangen. Kann man ja nie wissen. Wenn du mich fragst, dann sind es aber wirklich die Clans, die nichts mehr bis zu uns hier im Süden dringen lassen. Verstocktes Pack von Wilden! Man sieht auch kaum noch welche von ihnen hier. Möchte wetten, die Häuptlinge haben ihren Leuten verboten, nach Süden zu reisen. Und wissen die Götter, was aus unseren Leuten geworden ist, die dort oben unterwegs sind! Jedenfalls: seit die Gerüchte über die verschollenen Artefakte herum gegangen sind ist nichts nennenswertes mehr bis zu mir gedrungen...“
„Das mit den Artefakten habe ich mitbekommen...“, bekundete der Mann mit dem schütteren Haar undeutlich. Der Alkohol hatte seine Stimme schwer werden lassen. Der Wirt des Eisenhaus warf ihm einen bösen Blick zu. Er mochte es nicht, wenn man ihn in seinen Erzählungen unterbrach. Auch wenn er selbst dies nie eingestanden hätte, das liebste an einem Gespräch war es ihm doch immer noch, sich selbst reden zu hören. Das machte den Mann mit dem schütteren Haar zu einem überaus angenehmen Gesprächspartner. Betrunken wie er war redete er selbst nur wenig.
„Komische Geschichte, wenn du mich fragst, jedenfalls“, gab der Wirt seine Einschätzung zum besten und kratzte sich an seinem fleischigen, von Bartstoppeln übersähten Kinn, „Aufgebrochene Gräber! Man sollte meinen, dass die Leute genug Anstand haben, zumindest den Toten ihren Besitz zu lassen. Oder sich zumindest fürchten, die Gräber zu betreten. Weiß doch jeder, dass diese Wilden Flüche über ihre Grabmale legen. Vielleicht sind auch die Gegenstände, die da gestohlen wurden, verflucht. Und komisch, dass niemand gehört zu haben scheint, was das denn für Artefakte sein sollen. Ich werde jedenfalls in nächster Zeit brav die Finger von allen Clan-Waren lassen, die mir jemand andrehen will. Nicht, dass ich mir noch einen Grabfluch ins Haus hole! Hat ja jedenfalls hohe Wellen geschlagen, als es hier bekannt wurde. Denken wohl viele, so wie ich...“
„Mein Bruder ist da oben“, warf der Mann mit den schütteren Haaren unvermittelt ein, als der Wirt ins Sinnieren abdriftete, „Mache mir Sorgen um ihn. Ist damals irgendeinem Wilden-Mädchen nachgerannt. Um ehrlich zu sein: er ist ein Taugenichts und ein Tunichtgut und außerdem schuldet er mir noch immer hundert Kronen, aber ich wünsche ihm trotzdem nichts Schlechtes. Ist immerhin mein Bruder. Alles, was ich noch an Familie habe. Würde wirklich gern was Neues von da oben hören. Wie es den Leuten da so geht. Denen von den Clans, meine ich. Und meinem Bruder natürlich...“
„Wenn ich etwas Neues höre, dann bist du der erste, der es erfährt“, versicherte der Wirt und war kurz versucht, dem Mann mit den schütteren Haaren aufmundernd auf die Schulter zu klopfen. Wie er so trübsinnig in seinen leeren Krug starrte war er einfach ein mitleiderregender Anblick. Bei einem genaueren Blick auf das speckige Hemd, das wohl seit Wochen kein Wasser mehr gesehen hatte, überlegte er es sich aber doch anders. „Ich bin sicher, dass es deinem Bruder gut geht“, versuchte er stattdessen die Sorgen seines Gastes zu zerstreuen, während er sich erhob. Die Tür des Eisenhauses war eben aufgegangen und neue Kundschaft eingetreten. „Noch ein Bier, alter Junge?“

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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Mo 22 Dez 2014, 23:11

„Da wären wir, Zauberin! Lornwall!“, verkündte Gerion seiner Gefährtin und wies mit dem Kinn zum Torhaus hin, dass sich vielleicht eine Viertelmeile vor ihnen erhob. Die Stadt mochte kein sonderlich imposanter Anblick sein, zumal mit den großen Festungsstädten, die sich südlich von Angsiin fanden. Lornwall besaß keinen schützenden Graben und die Mauern, die sich auf dem Erdwall erhoben, bestanden lediglich aus Holz, wenngleich sie trotz alledem fest und solide wirkten, mit Brüstung, Wehrgang und Türmen. Kam es darauf an, man würde die Stadt sicher verteidigen können. Dennoch: einen Mann, der in Varland steinerne Mauern von der doppelten Höhe gesehen hatte, konnte Lornwall wenig beeindrucken. Dennoch war die Stadt ein willkommener Anblick. Das erste Ziel ihrer inzwischen fast dreiwöchigen Reise. Gerion konnte nicht eben behaupten, dass die Magierin sich auf dieser als angenehme Gesellschaft erwiesen hätte. Wobei diese zweifellos das selbe über den Ritter sagen würde, den der Orden der Wege ihr als Begleiter beigestellt hatte. Die meiste Zeit ihrer durchweg ereignislosen Reise in den Norden hatten die beiden sich angeschwiegen. Und dennoch: es war besser, als allein zu reisen. Lieber nahm Gerion die herabwürdigende Arroganz dieser Zauberin in Kauf, als dass er tagelang niemanden außer seinem Pferd zur Gesellschaft hatte. Dennoch hoffte er, dass ihre Nachforschungen die Frau so lange in Lornwall festhalten würden, dass er sich ohne sie wieder auf den Weg machen konnte. Vielleicht einen Händler oder einen Tross Reisender in wärmere Gefilde geleiten. Ja, das würde ihm gut zu Gemüte stehen.
Am Torhaus hielten zwei Männer in den Farben des Herzogs Wache. Sie waren schwer bewaffnet und gerüstet, als Ritter des Wege erwartete Gerion jedoch keinerlei Probleme mit ihnen. Seinesgleichen war überall gern gesehen. Wer wusste sichere Straßen schließlich nicht zu schätzen? Ihn und jede Person, für die er bürgte – in diesem Fall Valeska Din'Falera – würde man ohne großes Aufheben einlassen. Trotz der Ordensfarben auf seinem Schild wirkten die Wachen jedoch angespannt.
„Wohin des Weges, Ritter?“, sprach der, der augenscheinlich das Kommando innehatte, ihn an.
„In die Stadt“, antwortete Gerion knapp, „Ich begleite diese Zauberin, die Geschäfte in Lornwall zu erledigen hat. Werdet ihr uns einlassen?“
Dem Wachmann schien sichtlich unwohl in seiner Haut zu sein. Einen Ritter des Weges aufzuhalten galt vielen als schlechtes Omen. Doch wie es schien überwog sein Pflichtbewusstsein seine Bedenken.
„Ihr sollt die Stadt betreten, aber wir müssen euch dennoch zuerst einige Fragen stellen“, erklärte er.
„Dann schießt los“, forderte Gerion.
„Von wo aus hat euch eure Reise nach Lornwall geführt?“
„Sairithion.“
„Ihr habt auf eurem Weg nicht zufällig Clansmänner aus dem Norden getroffen?“
„Nein.“
„Keine nordischen Waren erstanden?“
„Nein.“
„Wir müssen dennoch euer Gepäck durchsuchen...“
„Gut. Aber beeilt euch.“
Auf ein Nicken des Kommandierenden hin begannen zwei Soldaten, Gerions Satteltaschen sowies das Gepäck der Magierin zu durchsuchen. Schließlich gaben sie ihrem Hauptmann jedoch durch ein Nicken zu verstehen, dass sie nichts gefunden hatten, woran sie Anstoß gefunden hätten.
„Nun denn: Willkommen in Lornwall!“, wurde der befehlshabende Soldat spürbar freundlicher, „Und verzeiht die Unannehmlichkeiten, werte Herrschaften. Ihr werdet doch sicher verstehen: Befehl ist Befehl.“
Gerion quittierte es mit einem Nicken, das dem Mann ein schwaches Lächeln entlockte, dann ritten sie in die Stadt ein.
„Ich werde mir einen Gasthof suchen, in dem ich mich einquartieren kann und später vielleicht noch dem Herzog meine Aufwartung machen“, erklärte Gerion seiner Reisegefährtin seine Pläne, „Wenn ihr meine Hilfe benötigt, dann solltet ihr mich ohne Mühen finden können. Ansonsten ist es das Beste, wenn ihr euren Angelegenheiten hier nachgeht, denke ich.“

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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 00:20

Schon vom ersten Moment, in dem Valeska dieses kalte, barbarische Land betreten hatte, hasste sie es. Es war raus, das Wetter war schlecht und die Architekten hatten keinerlei Sinn für Schönheit. In Sairithion hatte man zwar ebenfalls wert auf das Praktische gelegt, doch verband sich dies mit atemberaubender Ästhetik. Einen solchen klotz wie diese Stadt fand man dort einfach nicht. Viele behaupteten, das wäre der elfische Einfluss früher gewesen, doch Vasleska stritt dies ab. Warum sollten Menschen nicht auch schöne Dinge erschaffen können?
Dennoch, diese Stadt war besser, als die karge Wildnis, die sie durchquert hatten und auch wenn sie es nie zugegeben hätte, war es irgendwie beruhigend gewesen, nicht alleine reisen zu müssen. Allerdings hätte sie die Gesellschaft eines anderen Zauberers eindeutig vorgezogen. Aber es war natürlich von Vorteil, einen Ritter des Weges an ihrer Seite zu haben.
Es war dann jedoch eine große Enttäuschung, das sie nicht ohne Kontrolle Lornwall betreten durfte. Am liebsten hätte sie dem Wächter, der ihr Gepäck durchstöberte, einen Energieschlag verpasst, der sich gewaschen hatte, doch sie war schlau genug, ihre Arroganz dieses Mal herunter zu schlucken und den Mann, der schließlich nur einem Befehl nachging, gewähren zu lassen. Allerdings beehrte sie die Männer nicht mit Worten. Immerhin waren auch sie nur Barbaren. Zivilisierter als die Clans vielleicht, aber trotzdem Barbaren. Und für Barbaren hatte sie noch weniger übrig, als für die Handwerker, die immerhin einen Zweck erfüllten. Und wenn es nur der war, ihr Dinge herzustellen. Immerhin war sie eine Magierin aus gutem Hause und mit vorzüglichen Empfehlungen, da würde sie doch nicht noch Decken nähen und Gläser blasen müssen. Nein, Handwerker waren wichtig. Und vor allem wichtiger als die primitiven Nordleute.

Als sie schließlich in der Stadt waren, und sich ihr Begleiter - sie glaubte sich zu erinnern, das sein Name Gerion war - verabschiedete, nickte sie ihm sachte zu. Gerade genug, damit er erkennen konnte, das sie seine Worte zur Kenntnis genommen hatte, aber noch so viel, das er es als Geste des Respekts interpretieren konnte.
"Sollte ich Euch brauchen, werde ich mich melden", gab Valeska noch von sich, bevor sie sich von ihm abwandte. Warum, zum verhexten Mantel, hatte man bitte SIE dafür ausgesucht, dieses Drecksloch aufzusuchen und Nachforschungen anzustellen? Gab es nicht mehr genug Lehrlinge, die sich bereitwillig für ihren Lehrer in diese Aufgabe stürzen würden, um zu beweisen, wie viel sie wert waren?
Ein kalter Schauer lief über den Rücken der Zauberin, als sie daran dachte, das auch sie einmal so jung und naiv gewesen war. Lange, bevor sie erkannte, welche Macht die Magie barg. Mittlerweile gab es genug Novizen, die um IHRE Gunst rangen. Zugegeben, nicht so viele wie bei den offiziellen Lehrmeistern, aber genug, um ihr zu bestätigen, das sie eben etwas besonderes war.
Schließlich, nachdem die Magierin ihr edles Ross ziellos durch die Straßen gesteuert hatte, fand sie sich vor einem Gasthaus wieder. Nun, besser als nichts, um sich zumindest erst einmal ein wenig zu erkundigen. Nur, was sollte sie jetzt mit dem Pferd machen? Sie konnte keinerlei Stallungen entdecken und sie wollte nicht Gefahr laufen, das jemand ihr Pferd stahl. Zu Fuß durch diese dreckige Stadt zu marschieren wäre das letzte, was sie gebrauchen konnte. Schließlich sprach sie irgendeinen Passanten an.
"Ihr da! Könnt Ihr mich zu einem Mietstahl oder dergleichen geleiten?"
Allein schon an der Art, wie sie die Worte betonte, konnte man erkennen, das sie nicht damit rechnete, das jemand ihr, einer Zauberin von Stand, diese "Bitte" abschlagen würde.

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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 01:44

In der Nähe des Gasthauses hatte sich Bedwyr in Position begeben. Er wusste aus eigener Beobachtung, das die Freudenmädchen sich oft nahe eines Gasthauses aufhielten, oder wenn es eines gab, bei ihrem Freudenhaus. Als er noch neu in Lornwall war, hatte er natürlich versucht, als Soldat für die Stadt zu arbeiten. Doch es war sehr schwer für ihn, da die Bewohner dieses Ortes ihn argwöhnisch beäugten. Also arbeitete er als Söldner, oder sogar auch als begleiter für die Damen, die diese Gelegenheit begierig ergriffen, da er recht gutaussehend war, mit den vielen Muskeln und so. So hatte er sich auch in den drei Jahren einen Stammplatz unter den Damen und anderen Herren erarbeitet, die diesem Gewerbe nachgingen. Und da er beiden Seite zugänglich war, hatte er sich schon Stammkundschaft aufgebaut, die regelmässig seine Dienste erwarben. Gerade als er so dastand, rief eine Dame mit ihrem Pferd.
Sie war recht anspruchsvoll und hatte augenscheinlich einen recht hohen Rang, den sie auch zur Schau stellte. Mit Elegantem schritt trat er auf die Dame zu. "Soll ich für euch euer Pferd führen, werte Dame?", fragte er freundlich. Er würde ihr auch so den Stall zeigen und wenn er glück hatte, würde vielleicht sogar mehr draus werden.
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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 01:46

"Hätte nie gedacht, dass ich mal einen Varl in 'nem Kleid sehe", spöttelte irgendjemand. Iskendr störte sich nicht daran. Die Leute hier wussten nicht, was ein Weber war. Allerdings sollten sie wissen, was Magier waren und die trugen auch Roben. In diesem Moment allerdings waren weder Spott noch Menschen wichtig. Denn Iskendr hatte den Götterstein von Hadrbog erreicht. Der Stein erhob sich knapp fünfzig Meter aus dem Boden und überragte damit sogar die Bäume des umliegenden Waldes. In die Oberfläche des Granits waren silbrige Streifen eingelassen, die Hadrbogs bärtiges Gesicht formten. In jede Strähne des Bartes war eine Geschichte der Varl eingemeißelt.
Iskendr fiel auf die Knie, die Menschen um ihn herum vergessen. Das Gesicht Hadrbogs trat aus dem Stein hervor und hob zu einem kehligen Gesang an. Die Worte erkannte Iskendr sofort. Die Legende von der Erschaffung der Varl. Nachdem die Webmutter die Welt und die Menschen aus ihrem Faden geschaffen hatte waren die anderen Götter beeindruckt. Hadrbog wollte beweisen, dass er ebenfalls ein Volk erschaffen konnte. Er verwob die Fäden der Menschen und anderer Wesen und erschuf die Varl.
Unwillkürlich summte Iskendr die Melodie des Liedes mit. Das Bild splitterte. Hadrbog zog sich in seinen Stein zurück. Langsam, sehr langsam, wurde sich Iskendr einer Hand auf seiner Schulter und den Tränen in seinen Augen bewusst.
"Scheiße Mann. Hätte nie gedacht, dass ich mal nen heulenden Varl sehe."
"Mensch, es ist dein Glück, dass ich nicht mit der Axt in der Hand handele", knurrte Iskendr. Der Moment war vorbei, die Illusion zerstört und nichts konnte sie zurückbringen. Der Mensch ließ Iskendr los und machte einige hastige Schritte zurück als der Varl wieder aufstand. Iskendr überragte sein Gegenüber um fast einen Meter.
"Verschwinde, Mensch. Sonst frisst dich Hadrbog."

In einiger Entfernung waren die Lichter und Rauchfahnen der Stadt Lornwall zu sehen. Iskendr schürte das Feuer. Es galt die Traditionen einzuhalten. Der Götterstein Hadrbog ragte vor ihm auf, die silbernen Streifen blitzend im Sonnenlicht. Es hatte sich Publikum eingefunden, sogar zwei oder drei Varl fanden sich in der kleinen Menge Schaulustiger. Als das Feuer angemessen brannte, streute Iskendr einen Beutel Pulver darauf, woraufhin es grün züngelte und zuckende Schatten auf den Götterstein warf. Die Straße nach Norden lag nicht weit entfernt und der Götterstein bot Schutz vor Wind und Wetter, wie er so schief im Waldboden lag.
Iskendr reckte dem Götterstein die Hände entgegen und stimmte den Gesang zu Ehren der Webmutter an. Die Varl im Publikum fielen ein und bald sangen auch ein paar Menschen den Refrain der munteren Weise mit, auch wenn sie wahrscheinlich kein Wort verstanden. Das Feuer reckte sich weiter gen Himmel, bog, wand und krümmte sich wie ein lebendiges Wesen. Der Götterstein rumpelte als würde er aus langem Schlaf erwachen. Auf den letzten Laut des Liedes hin wogte das Feuer zu Hadrbogs Mund, wo der Gott es einatmete. Die einstmals silbrigen Linien im Stein glühten in demselben satten Grün, in dem auch das Feuer gelodert hatte.
"Weber, es wäre uns eine Ehre, wenn Ihr ein Met mit uns teilen würdet", bot einer der Varl aus dem Publikum an und schlug sich auf die Brust: "Ich bin Hakon."
"Iskendr, es freut mich, dass auch hier die Lehren der Allmutter noch in Ehren gehalten werden."
Hakon lachte: "Ich würde nicht überall darauf wetten. Damit wird man zu schnell arm."
Das Publikum zerstreute sich langsam. Abgesehen von den glühenden Linien im Stein gab es nichts Interessantes mehr zu sehen.

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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 07:18

Da stand sie also nun... Zeit war unwichtig geworden, also gab es auch jetzt keine Möglichkeit zu sagen wie lange dies nun andauerte... einsam und verstaubend in einem Regal, zusammen mit einigem anderen Tand abgestellt. Dieses Geschäft, bis zum Rande voll mit allem Möglichen an Krims Krams, manches vermutlich durchaus von wert, anderes jedoch völlig wertlos, gehörte einem kleineren alten Mann, wobei das Markanteste an ihm wohl das Drahtgestell von Brille mit kristallinen Gläsern war, welche auf seiner knolligen Nase saß... diese dominierte sein Gesicht. Doch er kümmerte sich um seine "Schätze", ob sie nun von Wert waren oder nicht...
Er nahm sie ab und zu aus ihrem Platz im Regal, entstaubte sie, reinigte das aus feinen Saphirsplittern bestehende Siegel und tunkte anschließend ein Tuch in Öl um das Metall damit erneut etwas zum glänzen zu bringen.
Er wusste vermutlich nicht, was er da jedes mal in seinen Händen hielt... er schien um das Alter zu wissen und behandelte sie mit der gleichen Liebe wie all seine Sammlerstücke... doch er konnte sie nicht erwecken. Niemand konnte dies...
Er nicht... die ältere Frau nicht, welche den Laden betrat und jenen fluchend wieder verließ, als der Besitzer den stolzen Preis für das schöne Stück nicht senken wollte... Der Dieb nicht, welcher eines Nachts in das Geschäft eingedrungen war, sich so viele Dinge von Wert wie möglich unter den Nagel riss und schließlich zu ihr griff... doch er stellte sie wieder zurück...
und auch der kleine Junge nicht... welcher sie mit seinen klebrigen Händen aus dem Regal nahm, mit ihr kurz spielte und dann einfach auf den Boden fallen ließ, sodass eine kleine Delle am Rand entstand.
Mühevoll hatte der Besitzer des Geschäftes die Delle, mit vorsichtiger Zufuhr von Hitze und Fingerspitzengefühl, wieder in die alte Form gerückt, bevor sie wieder ihrem Platz fand in dem Regal...
Dem Regal stehend in dem kleinen Antiquitäten Geschäft... weiterhin wartend zwischen allem Möglichen an Tand... ein kleiner, recht unscheinbarer Kelch aus verziertem Metall, mit einem antiken Siegel dessen Bedeutung niemand mehr zu deuten weiß.
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 13:09

Unwillkürlich glitt ein Zucken über Valeskas Züge, die eindeutig unzufriedenheit ausdrückten. Doch sie bemühte sich, diese Emotion nicht zu lange nach Außen treten zu lassen.
"Ich bin in der Lage, mein Ross noch selbst zu zügeln", erwiderte sie, bemüht freundlich. Das Pferd schnaubte, als wollte es die Worte seiner Herrin bestätigen. "Geht einfach vorraus." Wenn sich dieser Mann als zielstrebig erwies, würde sie ihn vielleicht nach einem weiteren Ort fragen, doch das würde sich zeigen müssen.
Während sie ihn noch einmal musterte, stellte die Zauberin fest, das er gut gebaut und offenbar auch trainiert war. Eine Schande, das Magier ihrem Körper viel zu oft viel zu wenig Beachtung schenkten. Dürr waren die einen, Fett die anderen, doch so muskulös wie dieser Mann waren die allerwenigsten. Nun, andererseits konnte sie auch verstehen, das viele das Studium der arkanen Künste für wichtiger hielten, als das Training des Körpers. Zumal das aucheine sehr schweißtreibende Beschäftigt war und es gab nichts schlimmeres als ein nach Schweiß stinkender Männerkörper, fand Valeska.

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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 13:51

Bedwyr schmunzelte. Zielstrebig führte er die Dame zum Stall, der für Ortsunkundige ein wenig versteckt lag, aber jene die diese Stadt kannten, fanden ihn mit verbundenen Augen. "Kann ich euch sonstwie zu diensten sein, meine Dame?" fragte er freundlich. Interessiert betrachtete er Valeska und fand sie sehr anziehend, auch wenn sie noch so hochmütig auftrat. Sie war eine Herausforderung im gegensatz zu den anderen Damen und Herren, die regelmässig zu ihm kamen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 14:17

Nun, zumindest ließ sich dieser Mann nicht durch ihre Art verdrängen. Ein Pluspunkt, den Valeska ihm zugestand. Auch, das er sich dienstbereit zeigte, hieß sie gut. So musste sie sich nicht selbst dazu herablassen, um einen Gefallen zu bitten.
"Gibt es in dieser Stadt eine Bibliothek?", fragte sie, nachdem sie ihr Pferd in die rauen, dreckigen Hände des Stallknechts übergeben hatte, mit dem Versprechen, jeden Tag zu bezahlen, den sie das Pferd einstellen würde. Wie lange genau es hier würde warten müssen, das wisse sie nicht. "Wenn ja, dann führt mich dorthin", bat sie den fremden Mann. Es war ihr unangenehm, nun auf gleicher Höhe mit dem niederen Volk laufen zu müssen, aber ihr blieb leider nichts anderes übrig. Von übermäßigem Gebrauch magischer Kräfte in dieser Gegend hatte man ihr in der Akademie abgeraten. Ihre leichte Kleidung war wahrscheinlich aber sowieso schon auffällig genug.

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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 14:35

Bedwyr seufzte leise."Ja, es gibt eine Bibliothek. Oben beim Adligenviertel. Ich kann euch bis zum Durchgang begleiten, doch ins Viertel kann ich nicht, da ich dort nicht gern gesehen bin. Die Adligen stören sich an solchen wie mich," erwiderte er ruhig, ging dann aber vor. Vom Stall aus war es noch ein gutes Stück und er konnte sich denken, das die Frau nicht gerade begeistert war, noch ein weiteres Stück gehen zu müssen. Schließlich erreichten sie eine weitere Mauer, mit einem großen Durchgang darin. Leute gingen hindurch und Wachen standen dort herum und hielten alles im Blick. "Dort drüben, das große Gebäude," er deutete durch den Durchgang hindurch, auf ein Schild. "Dort ist eure Bibliothek." Eine der Wachen blickte bereits zu ihm und schien zu überlegen, ob sie ihn wegjagen mussten oder nicht.
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 14:55

Valeska rümpfte die Nase. Das, was hier so groß als Adelsviertel bezeichnet wurde, sah lediglich etwas gepflegter und, gut, zugegebener maßen, ein wenig hübscher aus, als der Rest der Stadt. Nichts destotrotz blieb es weit hinter Sairithion's Schönheit zurück. Und was da so freundlich als "Bibliothek" bezeichnet wurde, war eine Frechheit. Nicht mal ein achtel der Bücher der Bibliothek der Akademie würde in dem Holzklotz Platz finden. Wie sollte sie dort etwas brauchbares finden?
"Nun gut", meinte die Zauberin dann zu ihrem Führer. "Wenn Ihr mich nun zum Gasthaus zurück bringen würdet."
Sie beschloss, die Bibliothek erst am nächsten Tag aufzusuchen. Heute würde sie sich ausruhen. Ein müder Körper und ein müder Geist waren nicht gerade die besten Vorraussetzungen, um Nachforschungen anzustellen. Auch, wenn die Zauberin den Auftrag, den man ihr erteilt hatte, hasste, würde sie ihn so ernst nehmen, als wäre es eine Prüfung.

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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 15:26

Tharuk war wieder in Lornwall angekommen. Fast drei Monate war er nichtmehr soweit im Süden gewesen. Hier war es wohlig warm, sodass er sein Fell schon seit geraumer Zeit offen trug. Die Erde war auch hier kalt und hart doch so weit im Süden gab es nur den Winter über Schnee. Tharuk frug sich immer wie die Leute es hier aushielten, da es mitunter doch recht karg war aber es keinen Schnee gab. Er war vermutlich einfach anderes gewohnt.
Es gab keinen wirklichen Grund für seine Reise hierher. Er war lange nicht in Lornwall gewesen und in Medeva hatte er irgendetwas von seltsamen Artefakten gehört, die Grabräuber entwendet haben sollen. Vielleicht wusste man hier mehr. Gerüchte verbreiteten sich schnell hier im Norden. Die Leute hatten ja auch wenig sonstiges zu erzählen. Krieg hatte es lange nicht gegeben, was wohl auch daran lag, dass niemand mit einem Heer zu lange draußen nächtigen wollte. Und das es mitunter auch nicht wirklich viel anzugreifen gab, was sich lohnte. Darüberhinaus brauchte er neue Schuhe, seine gaben so langsam den Dienst auf. Er trug sie auch bereits zwei Jahre, aber sein fast tägliches Wandern gaben seinen Stiefeln häufig den Rest.

Als er ans Stadttor kam waren bereits ein paar Leute vor ihm. Er sah eine Frau auf einem Roß, die sehr Nobel gekleidet war noch einreiten bevor er selbst an den Wachmann kam.
"Halt, wohin des We..."
"Horgar, schön dich zu sehen"
"Tharuk, haha, dich hat es schon lange nichmehr herverschlagen, immernoch nicht von den Wölfen zerfleischt worden?"
"Weder von denen noch von Bären, Banditen oder irgendwelchen Vetteln", scherzte Tharuk, dem sehr wohl gewahr war, dass Horgar probleme mit seiner Schwiegermutter hatte, woraufhin dieser entgegnete:
"Wenn doch alle so Glücklich wären, glaub mir wenn Sanadra nicht so schön wäre, wäre Ich längst hinter den Bergen"
"Immernoch so schlimm?"
"Wenn du wüsstest, aber lass uns nicht davon Reden, was führt dich zu uns?"
"Ich wollte mich mal umhören, und neue Stiefel kaufen", dabei deutete er auf sein Paar, welches schon an einigen Stellen Risse aufwies.
"Ich nehme an du hast keine von diesen Artefakten dabei, von denen heute alle reden?"
Demonstrieren öffnete Tharuk seine Tasche, die nihts weiter als etwas Wäsche und ein paar Äpfel beinhaltete.
"Geh schon rein", sprach Horgar und Tharuk nahm sich einen Apfel und betrat die Stadt.

Hinter dem Tor biss er genüsslich in diesen hinein, doch bevor er sich ins Zentrum aufmachte ergriff etwas, oder besser jemand anderes seine Aufmerksamkeit.
Ein Ritter der Wege stand auf einem eben Solchem.
Tharuk stellte sich neben ihn und hielt ihm einen Apfel hin.
Mit seiner Tiefen Stimme sprach er ihn an: "Einen wie euch habe ich hier im Norden lange nicht gesehn, wenn man sich aussuchen kann wo man hingeht, dann in der Regel nicht hierhin, wo es so karg ist. Was führt euch hierher?"
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 19:23

Erena, ihre Mutter und der Händler, welchen sie als Eskorte begleiteten, hatten ebenfalls beim Ritual des Varl zugesehen. Doch im Gegensatz zu ihrer Mutter und dem Händler hatte Erena gesehen, wie das steinerne Gesicht zum Leben erwacht war. Es war irgendwie faszinierend gewesen, aber auch verwirrend. Während bei dem feurigen Schauspiel alle in den Gesang der Varl mit eingestimmt hatten, hatte Erena wie in Trance den Weber beobachtet. Einige andere Varl begaben sich zu dem Weber und es war Erena nicht ganz wohl dabei einfach zu der Truppe aufzuschliessen. Die Varl waren ein beeindruckendes Volk und das Selbst für Erena, welche sich, als Halbblut, nun wirklich nicht über ihre Körpergrösse beschweren konnte.
"Verzeihung..." Erena hatte zu Iskendr aufgeschlossen, verbeugte sich kurz vor dem Weber und zog ihren Helm aus. "Entschuldigt bitte die Störung. Ich habe Euch bei eurem Ritual beobachtet und wollte wissen ob es möglich wäre mehr darüber zu erfahren... also natürlich nur, wenn es Euch keine Umstände machen würde." Erena wusste, dass sie ziemlich direkt war, doch das Bild des zum Leben erwachenden Steingesichts ging ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf und sie wollte die Gelegenheit danach zu Fragen nicht verpassen.
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Mali
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 20:21

Bedwyr lächelte leicht. "Folgt mir, werte Dame," erwiderte er dann. Dann ging er zurück zum Gasthaus und als sie dort ankamen verneigte er sich höflich.
"Wenn ihr mögt, kann ich euch ja Gesellschaft leisten." Freundlich blickte er sie an und wartete auf ihre Antwort.
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Sternenvogel
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 20:29

Gerade so eben konnte sich Valeska einen angewiderten Gesichtsausdruck verkneifen. Stattdessen wirke sie eher, als müsste sie niesen. Schließlich räusperte sie sich.
"Ich nehme an, dies ist das einzige wirkliche Gasthaus in der Stadt?" Es war mehr eine Aussage als eine Frage. Lornwall machte nicht den Eindruck, als gäbe es mehr als eine Taverne. Oder besser gesagt: Mehr als eine Taverne, die auch nur annähernd die Ehre haben könnte, jemanden wie SIE zu beherbergen. Und dann auch noch mit ihrem Führer die Zeit verbringen? Erwartete er wirklich, das sie sich dazu herablassen würde?
"Danke, aber ich benötige Eure Dienste nicht mehr", meinte sie dann, noch immer die Empöhrung über das Gasthaus in der Stimme, bevor sie dem Mann ein Geldstück reichte. "Als Dank für Eure Führung", meinte sie dann. Wahrscheinlich war es überflüssig, das zu erwähnen, doch bei diesen primitivlingen hier konnte man ja nicht wissen...

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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 20:46

"Es ist nie eine Störung, wenn jemand etwas über das Weben erfahren will. Kein Weber hat je ein Geheimnis aus unserer Kunst gemacht und ich habe nicht vor mit dieser Tradition zu brechen", antwortete Iskendr mit einem Lächeln und wandte sich danach zu den anderen Varl um.
"Geht schon einmal vor und hebt ein Horn zu Ehren der Allmutter."
"Ein Horn? Weber, ihr unterschätzt uns!", lachte Hakon und zog mit seiner Entourage ab. Iskendr drehte sich wieder zu der Minotaurin um. Trotz der beachtlichen Größe dieser anderen Rasse überragte er sein Gegenüber immer noch um ein paar Fuß. Einladend deutete Iskendr auf die aus groben Hölzern gehauenen Bänke um die Feuerstelle herum, in der bis eben noch das Feuer getobt hatte. Inzwischen glomm kaum mehr die Glut unter dem verbrannten Holz.
"Setzt Euch doch. Ich bin Iskendr, vierundzwanzigster Weber der Varl. Es wäre mir eine Freude, deine Fragen zu beantworten."

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Dreyri
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 21:46

Der Laden machte einen Eindruck, als würden hier nur alte, in zig mal geflickten Lumpen gekleidete Hexen mit Warze auf der Nase einkaufen. Es roch nach alten Büchern, Staub und Holz. Und irgendwie lag auch dieser süssliche Metallgeruch in der Luft.
Alistair musste sich leicht ducken, um unter dem Türrahmen hindurch zu kommen. Eine Glocke schellte, als die Tür beim Öffnen daran stiess. Der helle Klang wurde von den vielen Antiquitäten jedoch gut gedämpft. Mit leisen und langsam Schritten betrat Alistair den Raum und begann damit, die Waren zu mustern. Es hatte einige seltsame Dinge dabei, die er noch nie im Leben gesehen hatte. Doch es hatte auch jede Menge Plunder dabei, der auf jedem zweitklassigen Markt verkauft wurde. Von einigen Gegenständen gingen magische Auren aus. Von den einen stärker, von den anderen schwächer.
Er griff nach einem Fächer und entfaltete ihn. Schien mit der Haut eines Asitäischen Felsendrachens bespannt zu sein. Sorgfältig legte er ihn wieder zurück, nur um dann seinen Gehstock an die Wand zu stellen und nach einem Buch zu greifen, das beinahe zu Staub zerfiel, als er es aufklappte.
Die Schrift kam ihm bekannt vor. Er hatte einst ein wenig gelernt, sie zu lesen, doch nie vollständig beherrschen können. Dazu war er zu kurz in jenen Ländereien gewesen.

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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 22:41

Erena nickte und die beiden setzten sich an die Feuerstelle. Auch wenn das Feuer längst heruntergebrannt war, gab die Glut doch noch etwas wärme ab. "Nun ja, ich ­weis nicht so recht wo ich anfangen soll. Aber ich hab Euch die ganze Zeit beobachtet, vom Erwachen des Steingesichts bis hin zum sanften Glühen am Schluss und diese Bilder lassen mich einfach nicht mehr los. Verzeiht, wenn ich das so offen sagen muss, aber ich weis praktisch nichts über Euer Volk und eure Kultur, weshalb es mir auch schwerfällt, das ganze Ritual einzuordnen und genau zu sagen, was genau mich daran so fasziniert. Es ist mehr ein Gefühl, das mir mitteilt, das dies ein wichtiger Moment war. Doch ohne das Wissen um Euren Glauben kann ich nicht verstehen was so wichtig sein Soll." Sie blickte kurz zum Wagen des Händlers zurück und stellte beruhigt fest das die anderen Varl gerade mit Erik, dem Händler, und Mina, ihrer Mutter, redeten. "Meine Mutter meinte ich hätte ihr schamanistisches Talent geerbt, aber keiner von uns wurde je richtig ausgebildet, deshalb lasse ich mich von meinem Gefühl leiten. Ich hoffe, dass die Elemente mich in die richtige Richtung lenken."
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 22:49

Eine ganze Weile lang blieb es ruhig, nachdem jemand diesen alten Laden betreten hatte... Was diese Person jedoch noch nicht wusste, er hatte dennoch Aufmerksamkeit erregt. Nicht jene Art welche er vielleicht für möglich hielt, doch die Aufmerksamkeit und das Interesse eines Gegenstandes welcher schon seit langem in ein und demselben Regal stand.
Schließlich kam der alte Ladenbesitzer, der Mann mit dem weiten Gewand, dem schütteren grauen Haar, der Brille und seiner markanten Knollennase. Wäre er nicht von recht durchschnittlicher Größe gewesen, hätte man ihn gleich für einen Gnom halten können...
"Ah... Kundschaft. Seht euch doch nur in aller Ruhe um, ich sammle alles Mögliche aus allen Winkeln der Welt. Wenn ihr etwas Spezielles sucht, so fragt nur. Vielleicht habe ich ja etwas jener Art in meinem Sortiment.", sprach der Mann und begab sich zwischen die Regale in der Nähe um einige Sachen erneut zurecht zu rücken.
Wie sollte man als alter Kelch nur auf sich aufmerksam machen? Es war schlichtweg unmöglich... wäre da nicht ein Sonnenstrahl durch die verstaubten Fenster gedrungen welcher einen großen Teil des Regales erhellte. Das Siegel aus Saphirsplittern funkelte im Licht, als würde der alte Kelch sich mit aller Kraft Mühe geben, den Plunder neben sich zu überflügeln... Dies war die Gelegenheit... und wenn es auch nur eine war, den Fängen dieses alten Ladens endlich zu entkommen... Wenn er wenigstens in diese Richtung blicken würde.
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Di 23 Dez 2014, 23:09

Es war eine Weile her, seit Iskendr richtig überrascht worden war. Dies war eine jener Gelegenheit, in denen der Varl mit großen Augen da saß und eine Weile lang nichts sagte. Bis jetzt war noch nie ein Nicht-Varl ein Weber geworden. Und bis jetzt hatten nur Weber die Steine erwecken können oder ihre Erweckung sehen können. Dies war...problematisch. Die Minotaurin schien auf eine Antwort zu warten. Iskendr seufzte.
"Deine Gabe ist...stark. Niemand der anderen hier wird die Erweckung gesehen haben. Auf deine Gefühle hingegen würde ich mich nicht verlassen. Zorn ist ein mächtiger Katalysator. Aber du hattest nach meinem Glauben gefragt. Die Varl glauben an die Webmutter. Sie webt die Schicksalsfäden aller Wesen in ihr Banner ein. Neben der Webmutter gibt es noch zahlreiche andere Götter, wie Hadrbog, den Schöpfer der Varl und Schreiber der Geschichte. Dies ist sein Götterstein. Es gibt noch einige andere Göttersteine hier im Norden. Jeder angehende Weber muss eine Erweckungsreise durchführen. Bei jedem Stein führen wir die Erweckungszeremonie durch und empfangen dafür Visionen der Götter."
Iskendr knetete seine Hände, während er weitersprach.
"So vergessen wir die Götter nicht und vervollständigen unser Wissen auf dem Weg zum Tempel der Ahnen."
Der Weber sah sein Gegenüber mahnend an.
"Ich rate dir ein Ausbildung als Schamanin anzutreten. Du würdest damit deinem Volk viel Gutes tun können und lernst keinen Schaden anzurichten."

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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Mi 24 Dez 2014, 00:16

Erena seufzte. "Glaubt mir sowohl ich als auch meine Mutter haben versucht jemanden zu finden der mir den Umgang mit meinen Kräften Lehren kann, doch bisher erfolglos. Das Land hier ist hart und kann gnadenlos sein, ich kann verstehen, dass man nicht einfach so einem dahergelaufenen Mischling sein vertrauen schenkt. Doch das bedeutet aber leider auch das Ich alleine meine Kräfte irgendwie ergründen muss, bis mich ein Schamane für würdig hält. Doch wie erweist man sich etwas als würdig, dass man gar nicht kennt? Es ist... manchmal verwirrend."
Mina hatte mehrere Jahre gebraucht um sich das Vertrauen der einfachen Leute hier zu verdienen, doch das war anscheinend nicht genug gewesen für die Magiebegabten. Und Erena hatte nun dasselbe Problem, nur das die Kräfte in ihrem Innern stärker waren als bei ihrer Mutter. "Ihr habt von der Webmutter und ihren Schickalsfäden gesprochen. Dann glaubt Euer Volk also daran das bereits alles vorherbestimmt ist?" Auch andere Kulturen glaubten an ein Schicksal und gerade eben war dieser Gedanke für Erena, das alles vorherbestimmt war und seinen Zweck hatte, irgendwie tröstend.
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Mi 24 Dez 2014, 00:39

"Ja. Jeder hat einen Faden im Banner und niemand kann von seinem Faden abweichen. Natürlich kann jeder es versuchen, aber auch das ist nur Teil des Schicksals eines jeden. Warum also Zeit und Energie mit etwas verschwenden das man ohnehin nicht ändern kann? Manche sehen das als fatalistisch an, aber ich finde es tröstlich. Die Webmutter liebt ihre Kinder. Jeder Faden ist Teil des großen Ganzen und das Bild wäre nicht vollständig würde ein Faden fehlen. Daher webt die Webmutter beständig alle Fäden in das Banner ein, auf dass jeder von uns seinen Platz findet."
Inzwischen war es noch kälter geworden. Iskendr verbrachte einen Moment lang damit das Feuer wieder anzufachen. Als die Flämmchen wieder nach dem frischen Holz griffen, lehnte sich Iskendr zurück. Natürlich hätte er das Feuer wieder mit seiner Magie entfachen können, aber er zog es vor solche Arbeiten selbst zu machen. Es half dabei bescheiden zu bleiben.
"Ich werde für einige Tage hier bleiben. Danach muss ich weiter ziehen zu den anderen Göttersteinen. In dieser Zeit könnte ich dich Kontrolle lehren, nicht mehr, nicht weniger."

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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Mi 24 Dez 2014, 01:15

Erena nickte und fragte sich, was es dann für einen Zweck gehabt hatte, das sie die Vision der Erweckung ebenfalls gesehen hatte. In diesem Punkt war das Ganze verwirrend, wenn man daran glaubte, dass alles seinen Sinn und Zweck hatte, man diesen aber nicht kannte oder verstand. "Es wäre mit eine Ehre und eine Freude eure Schülerin sein zu dürfen, auch wenn es nur ein paar Tage sind." Ein paar Tage hörte sich nicht nach viel an, aber Erena wusste das trotzdem zu schätzen. Es war auf jeden Fall besser, als blind und auf eigene Faust alles selber herausfinden zu müssen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Mi 24 Dez 2014, 01:31

Bedwyr erkannte, das diese Frau keinerlei interesse an ihm hatte. Also nahm er die Münze, lächelte freundlich und neigte leicht seinen Kopf. "Solltet ihr doch irgendwann meine Dienste benötigen, so werdet ihr mich auf dem Platz vor diesem Gasthaus finden, wo ich vorhin gestanden habe, als ihr den Platz betreten habt. Mein name ist Bedwyr. Ich wünsche euch noch einen angenehmen aufenthalt in dieser Stadt." Dann wandte er sich um und schritt würdevoll über den Platz. Freudig lächelnd blickte er zu einem Herren, der bereits an seinem stammplatz wartete und sprach ruhig mit diesem. Es schien wohl doch jemand interesse an ihm zu hegen, auch wenn es nur einer seiner Stammkunden war.
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BeitragThema: Re: [MSG] Funke im Norden   Mi 24 Dez 2014, 15:15

Ein Apfel? Für die Dauer eines Herzschlags überkam Gerion übermächtiges Verlangen nach dem saftigen, süßen Fleisch der Frucht. Es war Ewigkeiten her, dass er das letzte mal einen Apfel gegessen hatte. Doch die Begierde verschwand so rasch, wie sie gekommen war. Er wusste genau, dass er diesen Apfel nicht annehmen, nicht essen würde, wie all die anderen Äpfel, die ihm im Lauf der Jahre angeboten worden waren, oder die er einfach nur auf seinen Reisen am Wegesrand gefunden hatte. Äpfel zu essen, das war etwas, das ihm für immer verloren gegangen war. In eine so harte Frucht zu beissen, für die man aufgrund ihrer Form und Größe den Mund derart weit aufreissen musste, wie das für einen Apfel der Fall war, das war es schlichtweg nicht wert. Der Schmerz, den es ihm bereiten würde, wäre unbeschreiblich. Mit seinem zertrümmerten Kiefer musste er sich von dem Gedanken an süße, saftige Äpfel verabschieden.
Langsam wandte er sich im Sattel dem Mann zu, der ihm den Apfel angeboten hatte, sodass dieser nun auch die entstellte Seite seines Gesichts sehen konnte.
"Die Pflicht", antwortete er, knapp, wie es seine Art war, auf dessen Frage, "Die Straßen hier oben im Norden sind nicht sicher und eine hochrangige Persönlichkeit aus Sairithion bedurfte einer Eskorte. Ich habe jedoch nicht vor, lange in diesem tristen Land zu bleiben. Sagt, ihr seht aus, als wärt ihr aus der Gegend. Kennt ihr euch in Lornwall aus? Könnt ihr mir einen guten Gasthof weisen?"

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