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 [MSG] Black Tides

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Dreyri
Speedy Postales
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mo 22 Apr 2013, 22:22

Im ersten Augenblick war Miguel ja froh gewesen, als unter der Hose Masaos Gesicht zum Vorschein gekommen war. Doch als der dann schnaubend auf ihn zustapfte, sank er ein wenig zusammen und dann kam auch schon die Ohrfeige, die brannte wie ein glühendes Eisen. Noch völlig verdattert wurde er dann kurzerhand verstaut, unter der Androhung, aufzufliegen, wenn er einen Mucks von sich gab.
Die Drohung ziemlich ernst nehmend, hielt er also die Luft an und lauschte, wie sich zwei Personen wieder aufs Bett legten. Kaum einen Wimpernschlag später knallte etwas Grosses gegen die Tür, sodass die sich gefährlich durchbog. Das Holz knackte gequält, doch sie hielt. "Oh ... hier is' abgeschlossn", schnaubte es draussen und die trampelnden Füsse bewegten sich weiter den Flur hinunter.
Minuten verstrichen. So viele Minuten, dass man unter dem Bett mehr als einmal ein angestrengtes Durchatmen vernehmen konnte.
Das Trampeln kam dann aber wieder näher und verstummte vor der Tür des Zimmers. Es wurde grob angeklopft.
"Wer's da drin?", schnarrte es. "Wir suchen nen räudigen Dieb!"

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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mo 22 Apr 2013, 22:51

"Hier drin sind grade zwei sehr schöne Mitglieder der menschlichen Rasse mit einem sehr alten Spiel beschäftigt, vielleicht kennt ihr es... es heißt Rein-Raus. Und jetzt zieht Leine, das Spiel geht nur zu zweit.", grunzte Masao laut und ließ das Bett ein bisschen durch sein Auf-und Abhüpfen im Sitzen knarzen, wohlwissend, dass Migu'el einiges von seiner Körpermasse abbekommen würde. Geschah der kleinen Drecksschwuchtel recht. Er tat ihm hier noch einen Gefallen! Wenn er reingekommen wäre, als er noch zugange war, hätte er ihm seinen Prügel unabhängig von sexueller Präferenz ohne Spucke drauf in den Arsch gerammt.
Die Burschen trappelten nochmal in die anderen Zimmer, aber kamen sehr schnell nach kurzem Getuschel zurück. Scheisse. Er war davon ausgegangen, dass die Fenster der anderen Zimmer wegen der Hitze offen waren. Waren sie wohl nicht. Da brach ihnen auch schon die Tür entgegen. Der erste der Seeräuber, ein bärtiger Bursche von imposanter Breite, aber etwas höhentechnisch zurückgeblieben, platzte herein, hinter ihm zwei nicht minder breite weitere Piraten. Imperiale. Winzlinge, dachte Masao, Verdammte Winzlinge. Ich werde mit allen drei fertig, aber mir für die kleine Schwuchtel die Fresse verbeulen zu lassen kommt gar nicht in Frage.
"So, wo isser, du Schlitzauge? Die Fenster sind zu, verarschen kann ich mich selber. Rück ihn raus, bevor ich dir deine Eier abreiße!"
Da zog Liv ihre Knarre heraus, und die Augen des Kerls weiteten sich. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. Geistesgegenwärtig riss er auch seine Pistole aus dem Halfter der Hose, das noch immer neben ihm auf dem Bett lag, wenn auch auf keine so graziöse Weise wie die Thurmerin das getan hatte. Sie hatte wohl wirklich Übung mit Waffen... Tat nichts zur Sache, dass seine nicht geladen war, man konnte das friedlich regeln.
"Schau, Kurzer. Das muss jetzt nicht unschön werden.", setzte er an, "Bevor du deine Knarre ziehst, hast du zwei Löcher im Körper. Jetzt kommt es drauf an, ob du deine körperliche Unversehrtheit oder dein Leben höher schätzt als deine Ehre oder deinen Kram. Wobei ich bezweifle, dass die kleine Schwuchtel dich wirklich abgezogen hat. Er kommt mir nicht so vor, als ob er irgendwas könnte, und deswegen bin ich ein netter Mensch gewesen und hab ihn reingelassen. Also mach keine Hektik und verzieh dich langsam wieder. Es ist Mittag, und eine schöne Grube ist bis heute Abend für dich ausgehoben."
Der Bärtige bekam ein nervöses Zucken unter dem rechten Auge, schnaubte, die Räder in seinem Kopf schienen zu rasseln, das zu verarbeiten, was gerade geschehen war und was Masao gesagt hatte, und wie es zusammenhing, dann stampfte er mit dem Fuß auf den Boden und drehte sich um.
"Gehn wir, Jungs. Er hat ja... nichts genommen.", mit vor Sarkasmus triefender Stimme setzte er nach, "Schön zu wissen, dass es in diesem Ort noch gute Menschen gibt...", und von der Treppe aus konnte man ihn sagen hören: "Die dreckigen Dieben helfen."
Masao drehte sich zu Liv und grinste breit. Dann schlug er gegen den Bettkasten und schnappte: "Komm raus, Bückbube. Masao-Mann hat dein loses Arschloch gerade noch so vor der Weitung gerettet!"
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Redeyes
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mo 22 Apr 2013, 23:04

Es dauerte noch eine Ganze weile, bis der Kapitän der Black Tide das Gebäude wieder verlassen hatte, anscheinend waren die Verhandlungen hart gewesen, aber wenn Cyr den Zustand des Schiffes in Erinnerung rief, da war einiges an Gold nötig um den Kutter wieder seetüchtig zu machen. Normalerweise hätte er ärger mit den Wachen bekommen, wenn er so lange hier herumgelungert wäre, doch einige der Wachen waren anscheinend abergläubisch und bei den Gerüchten, die über ihn im Umlauf waren... na ja, ihm konnte es nur recht sein.
Der Kapitän schien, nachdem er das Gebäude verlassen hatte, unschlüssig zu sein, was er als Nächstes tun sollte, eine bessere Gelegenheit ihn anzusprechen würde Cyr wohl nicht wieder bekommen. Doch im Prinzip wusste er nicht so genau, was er sagen sollte. Dennoch löste er sich von der Wand und ging, unter strenger Beobachtung der Wachen, auf Harold zu. Jetzt durfte er keine falsche Bewegung machen, oder die Wachen würden ihren Aberglauben doch noch überwinden, ganz zu schweigen von Harold, was der anstellen würde wenn er in Cyr eine Bedrohung sah, wollte er sich lieber nicht vorstellen. Mit einem Kapitän legte man sich nicht einfach so an. "Scheinen harte Verhandlungen gewesen zu sein, aber wenn ich mir Ihr Schiff ansehen Kapitän... da brauchen sie jede Goldmünze um wieder damit Segeln zu können... falls..."
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Dreyri
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mo 22 Apr 2013, 23:06

Es war ja schon von Anfang an eng gewesen. Doch als Masao dann die Matratze noch weiter durchbog, ächzte Miguel leise, weil es wirklich unangenehm eng wurde und sein Gesicht gegen die groben, von zentimeterhohem Staub bedeckten Dielen gedrückt wurde. Dazu kam, das irgendein Viech, vielleicht eine Spinne oder Kakerlake oder was auch immer, sich seinen Weg über Miguels Nase, übers Ohr und dann den Hals hinunter zum Nacken fand.
Als dann die Tür aufbrach, zuckte der ehemalige Lustknabe unwillkürlich zusammen und atmete einen Mund voll Staub ein. Beim angestrengten Versuch, nicht zu husten, traten ihm die Tränen in die Augen, während er dem Gespräch der Männer lauschte.
Es war eine Erlösung, als Masao endlich verkündete, dass er raus konnte. Dies liess er sich auch nicht zweimal sagen. Ächzend kroch er hervor, hustete und nieste und letztendlich blieb er staubverschmiert neben dem Bett liegen, wo er versuchte, durch spucken, den Staub aus seinem Mund zu verbannen.
Das Krabbelvieh - eine Kakerlake, wie sich nun herausstellte - suchte sein Glück wieder unter dem Bett und Miguel setzte sich auf.
"D-d-danke", hustete er, ohne Masao anzuschauen.

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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mo 22 Apr 2013, 23:12

"Erschöpft? Ich bin taufrisch, merk die das, Jüngelchen!", wetterte Bones los, ohne es wirklich zu meinen. Aber man hatte schließlich einen Ruf zu verlieren. Da konnte sie nicht einfach weich mit dem Kerlchen hier umspringen. Aber jetzt war die Zeit für ein gutes Seemannsgarn gekommen. Die Wahrheit, gespickt mit einer ganzen Menge Lügen und einem Schuss Romantik würde ihren Job erledigen, wie immer.
"In Ordnung. Ihr wollt eine Geschichte hören, die sollt ihr haben. Die Geschichte von der Jagd auf die Black Tide." Neben dem Kerlchen hatten sich noch ein paar weitere Zuhörer am Tresen eingefunden.
"Wir hatten grade diesen fetten Händlerkahn aufgebracht. Den Laderaum voller Seide und Gold. Hat sich ein bisschen gewehrt, bis der Käpt'n, mögeerinfriedenruhn, ihm den Arm aufgeschlitzt hat. Hat geblutet wie ein Schwein, der Fettsack. Irgendwie haben die Thurmer das spitzgekriegt und eine schnelle Fregatte geschickt. Muss da irgendwo gekreuzt haben. Die "Endevaour" oder wie auch immer die ihre Pötte taufen."
Bones spuckte auf den Boden und ein bestätigendes Murmeln ging durch die Reihen . Niemand hier mochte die Thurmische Marine.
"Haben uns aber nen ganz guten Kampf geliefert, die Milchtrinker. Jos haben'se den Bauch aufgeschlitzt, dass die Gedärme rausquollen, armer Kerl. Aber wir haben denen ordentlich eingeheizt. Irgendwer muss die Pulverkammer getroffen haben. Die Fregatte verglüht in einem Feuerball, dasses für einen Moment das Meer erleuchtet wie beim Neujahrsfest. Die Fregatte ist also hin, aber kaum, dass der Rauch sich verzieht, ballert uns ein Kreuzer eine volle Breitseite um die Ohren. Die haben glatt den Großmast zerfetzt. Ein paar von denen springen sogar aufs Deck rüber als sie nah genug rangekommen sind. Haben den Käpt'n in eine Ecke gedrängt und ihm eine Kugel durch den Schädel gejagt. Whinton hat dann einfach die Befehle gegeben und wir haben ihn danach zum Käpt'n gewählt. Nach dem Sturm. Ist ein guter Teil der Ladung bei über Bord gegangen. Eine Kiste voll mit Gold. Ich schwöre, der Sturm war der Zorn eines Gottes. Wallende Gewitterwolken, soweit das Auge reicht. Der Geruch von Schwefel in der Luft. Und ein Blitz schlägt voll in das Schiff der Thurmer ein, hah!"
Ein kollektives Stöhnen ging durch die Reihen. Das war das schöne an den Gesprächen in der Taverne. Niemand wusste, wie viel von dem, was hier erzählt wurde der Wahrheit entsprach. Niemand konnte Nutzen daraus ziehen.
"Ohne Großsegel kamen wir nicht sonderlich schnell voran, aber die Thurmer waren auch nicht besser dran. Irgendwo bei Madra müssen wir sie verloren haben. Von Aftern kam das Geräusch berstenden Holzes als bahnte sich deren Schiff grade den Weg quer durch nen Wald. Whinton hat die Black Tide dann lässig zur Zacke dirigiert. Haben trotzdem eine Menge guter Männer verloren. Tja, Jungs, irgendwo da draußen liegt eine Kiste mit Gold auf dem Meeresgrund, hoffe nur, dass die Thurmer ihr Gesellschaft leisten, hah!"
Bones' Aussprache war zu Ende hin ein wenig undeutlich geworden, was vor allem daran lag, dass sie sich beeilte die Getränke, die ihr hingestellt wurden, möglichst schnell auszutrinken.
"Tja, Jungchen. Und so endet die Jagd auf die Black Tide."

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Maekswell

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mo 22 Apr 2013, 23:40

Von der Stimmung der Lauschenden mitgerissen, hatte auch Maurice das eine oder andere Mal ein Zischen verlauten lassen, es war aber eine Geschichte gewesen, die man hätte wieder und wieder hören können. Seinen Krug zum Wohle erhoben sagte er:
"Mögen die Tiefen eure Kameraden seelig haben. Und den Thumern, naja, denen das ihre."
Er drehte den Kopf zur Seite und schaute kurz über das Grüppchen an Zuhörern. Das passte ihm irgendwie nicht, jetzt vor Publikum anheuern zu wollen, aber was wunderte er sich, war doch klar, dass das hier eine Magnet für sie war.
"Wenn ich mir unseren Pulk hier so ansehe, dann sind wohl einige daran interessiert, eure Belegschaft wieder aufzustocken, was?", sagte er amüsiert wieder an Bones gewandt, "Und um ehrlich zu sein, wäre ich das wohl auch."
Um den Moment zu überbrücken und das Gesöff nicht noch schaler werden zu lassen, genehmigte er sich mehrere Schlucke von seinem Bier.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 23 Apr 2013, 00:13

Das Schiff schaukelte heftig. Nicht unbedingt wegen den Wellen. Die Wellen waren schon eine ganze Weile ruhig, auch wenn sie während des Sturms mächtig durchgeschüttelt worden waren. Und sie hatten eine Menge Leute verloren, auch wenn Rhuka sich nicht gross von der allgemeinen Panik- und Treuerlaune hatte mitreissen lassen. Die meisten waren sowieso nicht lange auf dem Schiff, ein paar Jährchen, was hiess das schon. Viel schlimmer war die Tatsache, dass ihr Schiff wie ein verdammter Thurmscher Hochkäse aussah und mit all den Toten nicht merklich besser roch. Letzteres hatten sie recht schnell geändert, nachdem sie die Leichen von Bord geschmissen hatten. Natürlich hatte der neue Kapitän eine hübsche Rede gehalten, wahrscheinlich direkt aus dem Logbuch auswendig gelernt und sie hatten sich mit ihrem schimmenden Bretterhaufen in die ungefähre Richtung der nächsten Insel gemacht.
Als die Zacke am Horizont auftauchte, beschloss Rhuka, dass das ein Grund zum Feiern war. Und wie feierte ein anständiger Pirat? Nun... eigentlich gar nicht. Es gabe keine anständigen Piraten. Trotzdem hatte Rhuka beschlossen, seinen persönlichen Rumvorrat zu plündern. Eigentlich war das an Bord keine gute Idee, aber er war Smutje und er war alt, verdammt noch mal. Er durfte sich das erlauben, schliesslich war er schon auf er Black Tide mitgesegelt, als ein Grossteil der Mannschaft inklusive Kapitän noch in die Windeln geschissen hatte. So bemerkte der alte Butumbaner nicht viel von ihrer Einfahrt, denn er wahr viel zu beschäftigt gewesen, seiner eigenen Kotze auszuweichen, die in der Kombüse herumschwappte, was sich als eine ziemliche Herausforderung herausstellte, wenn man nicht genau wusste, ob sich nun sein linkes oder sein rechtes Bein bewegte. Schliesslich gab sein Hirn die Aufgabe frustriert auf und quittierte den Dienst für die nächsten paar Stunden.
Als er schliesslich wieder aufwachte, musste er sich mit ein paar heftigen Kopfschmerzen auseinandersetzen. Viel schlimmer waren aber die leeren Rumflaschen, die überall in dem kleinen Raum herumlagen. Ohne sich um seine Kotze und Alkohol getränkten Kleider zu kümmern, stemmte er sich hoch. Es war eindeutig nicht laut genug draussen und das Schauklen fühlte sich irgendwie falsch an. Wahrscheinlich lag es daran, dass eher seine Augen waren, die Schwierigkeiten hat, sich in der Geraden zu halten als seine Augen. Als beschloss er ein wenig frisch Seeluft zu schnappen.
Draussen musste Rhuka allerdings feststellen, dass er sich wohl mit dem Geruch eines verdammten Drecklochs abfinden musste. Sie waren in der Zacke angekommen und ein Grossteil der Crew war schon ausgeflogen. Nur ein paar Kerle, der Gesichter ihm nicht bekannt vorkamen und für die er sich herzlich wenig interessierte lungerten noch auf Deck herum. Ihre Rufe ignorierend torkelte Rhuka auf die Planke an Land zu, mit einem klaren Ziel vor Augen. Die Stadt hatte neben der offensichtlichen Erleichterung, dass sie nicht alle mit ihrem Scheisskahn auf dem Grund des Meeres landen würden, noch einen anderen Vorteil. Es gab dort mehr Rum als auf der Black Tide, nachdem Rhuka die letzten Vorräte gesoffen hatte. Der alte Smutje machte sich in die nächstbeste Taverne auf.

"Was erzählst du mal wieder für gottverdammte Walscheisse, du alte Knochensäge", knurrte Rhuka, während er sich durch die Menge um Bones drängte, oder sie besser gesagt verdrängte. Sein Geruch leistete hervorragende Arbeit. Unser Fettsack von einem Käpt'n hat sich den fetten Wanst aufschlitz'n lassen und die unfähigen Ratten hinter uns, sin in dem verdammten Sturm abgesoffen, in die uns der Idiot reingelotzt hatte. Is sowieso n' Wunder, dass wir den Fisch'n nich' schon G'sellschaft leischt'n. Unser verschossener Dreckskahn, kann sisch kaum noch über Wasser jhalt'n. Wie habn's die heulenden Babys eigentlich mit all der Trauer, um ihre abgemurksten Kam'rad'n überhabt geschafft, das Drecksloch hier anzusteuern. Oder wie haben sie den schwimmenden Schrotthauf'n überhaupt gesteuert?"
Rhuka setzte sich neben die Ärztin an die Bar.
"Verdammte Scheisse, wenn ihr der Alten alle so gespannt zuhören könnt, kann mir auch irgendwer nen gottverdammten Schnaps bringen. Ich komm mir vor, als hätt' ich seit ner Scheissewigkeit keinen Tropfen mehr gesoffen."
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Grim
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 23 Apr 2013, 10:36

Instinktiv schoss Harold Hand zu seinem Säbel, legten die Finger sich um das Heft der Waffe. Wer war dieser Kerl? Ein Straßenräuber, der ihn um den Lohn seiner zähen Verhandlungen bringen wollte? Seine Worte legten es nahe. Aber er wäre ein dummer Räuber, der so sicher auf ihn zu schreiten würde. In diesem Moment war Harold froh, das Geldsäckel des Händlers nicht an seinem Gürtel festgemacht zu haben, wo jeder flinke Langfinger danach greifen konnte, sondern es sicher im inneren seiner Jacke verstaut zu haben.
Es dauerte einige Herzschläge, ehe Harold anfänglicher Verdacht zu schwinden begann. Der Fremde machte keine Anstalten zu seiner Waffe zu greifen und soweit Harold das sagen konnte schien er auch allein zu sein. Doch kein Straßenräuber? "Kenne ich sie?", fragte er höflich, aber ohne die Skepsis völlig aus seiner Stimme zu verbannen. Die Hand ließ er am Säbel.

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Lias
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 23 Apr 2013, 10:59

"Ah, Rhuka, unser Smutje. Scharmant wie eh und je. Und wie immer übersiehst du das große Ganze. Es ist eine viel bessere Geschichte, wenn ich sie erzähle. Und wenn ein bisschen Wahrheit auf der Strecke bleibt, dient das doch nur dem höheren Wohl. Tja und die verbliebenen Jungs haben sich echt Mühe gegeben, während du...", führte Bones aus. Die Frau schnupperte einmal kurz. Es roch nach Kotze. Nein, es stank bestialisch nach Kotze und kaltem Schweiß, also noch mehr als sonst. Selbst durch den alkoholbedingten Stupor, der die Welt so schön flauschig machte, rümpfte Bones die Nase.
"Während du den Rumvorrat geplündert hast. Nicht, dass ich dir einen Vorwurf machen wollte. Die Kombüse ist dein Revier."
Außerdem hatte Bones in wohlweiser Vorraussicht ihren eigenen Vorrat und der lagerte in einem abgeschlossenen Apothekerschränkchen im Schiff. Außerdem standen die Flaschen zufällig zwischen ein paar anderen Mittelchen, die für rapide Entleerung des Darms sorgen würden. Seit ein paar Jahren hatte niemand mehr Bones' Alkohol geklaut. Manche Dinge sprachen sich rum.
"Hier", schob Bones Rhuka ein Glas Schnaps hin, bevor sie sich wieder an die dünner werdende Zuhörerschaft wandte: "Der Käpt'n wird bestimmt heute oder morgen bekannt geben, wo er anheuert. Haltet einfach die Ohren auf, mh? Wo isser eigentlich? Rhuka?"

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 23 Apr 2013, 20:00

"Hast du ne Ahnung, wo wir deinen Kapitan auftreiben können?", erkundigte sich Jade, während sie in die bereits breitgetretenen Wildlederstiefel schlüpfte. Eigentlich könnte sie auch mal ein neues Paar Schuh gebrauchen, doch dafür hatte sie derzeit einfach nicht das nötige Kleingeld.
"Nun, dazu stellt sich eigentlich nur eine Frage: Wo ist das Geld? Gibt es hier einen Handelskontor oder etwas anderes bei dem man einige Waren zu Geld machen kann?", Sico schaute sie erwartungsvoll an. Klar, sie war diejenige, die sich besser auskannte, sie war immerhin schon ein paar Tage hier, doch wenn sie nicht am ersten Tag gleich einmal durch die Stadt gestromert wäre, dann hätte sie die Antwort sicherlich aber nicht gewusst. So jedoch, zog sie grinsend eine Karte von der Stadt aus ihrer Hosentasche.
"Sicher", sagte sie nur grinsend, während sie das Papier entfaltete und nach kurzem Überfliegen auf ein hervorgehobenes Gebäude tippte, "Hier hätten wir das Gildehaus der Kaufmänner, das ist die erste Adresse, wenn man Waren verkaufen will. Ansonsten gibt es mehrere kleine Händler, hier", sie deutete auf eine andere Stelle auf der Karte, „Und hier, aber die sind eher an Diebesgut und kleineren Sachen interessiert!" Wahrscheinlich würde der Kapitän nicht versuchen, etwas an Hehler zu verkaufen, dafür bekam man meist keinen guten Preis, aber wer konnte den schon sagen, was genau die Black Tide geladen hatte?
"Ich glaube kaum dass Haford etwas anderes als das Gildenhaus ansteuert. Kleine Brötchen backen ist nichts für Kapitäne. Am Einfachsten ist es wir sehen uns dort um und gehen von dort aus über die kleineren Geschäfte zurück zum Dock. Auch ein Kapitän ist nicht vor der Versuchung von ein paar Bier gefeit.", bestätigte Sico Jades Vermutung, während er die Ratte auf seinem Arm behutsam streichelte.
"Und ich hab beinahe schon eine Idee, in welcher Schänke er sich niederlassen würde", lachte Jade. Die meisten Seeleute trafen sich in ein und derselben Kneipe, sie lag am nächsten zum Hafen und war umzingelt von Bordellen, ein guter Ort, um seine Heuer loszuwerden.
"Und ich fresse einen Besen wenn wir dort nicht noch einige weitere meiner Crew antreffen werden.", fügte Sico hinzu. Die anderen Crewmitglieder waren nichts, was Jade auf Anhieb begeisterte. Nicht, wenn sie ernsthaft auf dem Schiff anheuern wollte und das ohne Probleme.
"Na dann, auf zum Gildehaus, ich glaube bei meinem Aussehen und meinem Alter ist es besser den Kapitän vorher abzufangen, die Crew lacht sich doch nur bei dem Vorschlag kaputt!", gab Jade ihre Sorge kund. Bisher hatte sie noch nie auf einem Schiff anheuern gebraucht, sie hatte ihr Schiff gehabt, war an der Seite von ihrem Vater gesegelt und kein Mitglied der Crew hatte sich getraut etwas gegen sie zu sagen. Gut, die Neuen hatten es ab und zu versucht, jedoch schnell bemerkt, dass man sich mit Jade nicht unbedingt anlegen sollte, das brachte einem nur Stress ein. Nun steckte sie in einer anderen Situation, jetzt kannte sie niemand, genausowenig wie sie wussten, ob Jade wirklich etwas konnte und viele würden ihr, bei ihrem doch noch recht kindlichem Aussehen, wohl auch gar nicht erst die Chance geben.
"Ach was, die Crew ist dafür bekannt niemals vorschnelle Urteile zu bilden. Niemals...", die Stimme von Sico triefte nur so von Sarkasmus.
"Ja und so wie du aussiehst meinst du das vollkommen ernst. Vergiss nicht, du wolltest mich auch als Küchenhilfe abstempeln", erinnerte Jade, während sie ihm spielerisch in die Seite knuffte und dann ganz schnell aus dem Zimmer flüchtete und die Treppen zurück in den Schankraum heruntersprang, damit Sico nicht zurück pieksen konnte, ohne albern zu wirken.
"Abstempeln ist ein hartes Wort. Aber eine gewisse Skepsis war durchaus angebracht, du konntest mich ja schlussendlich von deinen Qualitäten überzeugen.“, er war hinter ihr die Treppen heruntergekommen, etwas langsamer, als Jade, aber nicht so langsam, als dass er nicht versucht hätte, sie vorher zu fangen. Bei seiner schmutzigen Anspielung entfuhr ihm ein leises Lachen, was dem Wirt, der den Schlüssel von Sico entgegennahm, jedoch nicht entging.
"Ich will nicht die Schiffshure werden, vergessen? Und von anderen Qualitäten, nun ja, mir leuchtet nicht ein, was ich da schon gezeigt haben sollte!", Jade legte den Kopf schief, hüpfte dann jedoch fröhlich aus der Kneipe. Hach, es war ein schöner Tag für sie, schön, wie schon lange nicht mehr. Hauptsache, es würde dabei bleiben.
"Du hast mich dazu gebracht dass ich ein gutes Wort für dich einlege, ohne dass ich eine Gegenleistung erwartet hätte. Irgendwie musst du mich also schon vorher überzeugt haben.", er war hinter ihr auf die Straße getreten und folgte ihr, während Jade sich ihren Weg durch das Straßengewirr bahnte. Es waren nicht all zu viele Menschen unterwegs, die meisten waren entweder am Arbeiten oder am Saufen, oder beides gleichzeitig. Nein, sie begegneten hauptsächlich Kindern und Frauen.
"Ach und das wäre...meine charmante Art?", hakte Jade grinsend nach, "Die Tatsache, dass ich dir was zu Essen besorgt habe, dass man auch wirklich essen kann, ohne gleich wieder kotzen zu wollen?" Ihr entfuhr ein Lachen. Vor drei Tagen hatte sie in der Küche einer Hafenkneipe ausgeholfen und ihr war der Appetit beim Zubereiten des Essens schon vergangen. Alter, gammeliger Fisch, von den Kartoffeln mal ganz zu schweigen. Schimmel war ein nettes „Gewürz“.
"Sicher war das nicht ganz unbedeutend, aber du hast jemandem gefallen die eine erstaunlich präzise Fähigkeit hat Menschen einzuschätzen.", er schaute auf seine Brusttasche in der, wie Jade wusste, die Ratte ruhte.
"Du willst mich mit aufs Schiff nehmen, weil deine Ratte mich mag?", klar, jeder Mensch hatte so seine Eigenarten, aber anderen Menschen zu vertrauen, nur weil eine Ratte das empfahl erschien selbst ihr doch ein wenig merkwürdig.
"Grob vereinfacht könnte man das so sagen, ja. Wäre es dir lieber gewesen ich hätte in dir nur ein Mädchen gesehen welches gerne ein Schiff sehen will? Denn solch einer Denkweise hat Patkany vorgebeugt.", das mochte wohl stimmen, ohne die Ratte wäre ihr eine gute Chance durch die Lappen gegangen und außerdem ein paar nette Stunden zu zweit.
"Warten wir es ab, erstmal musst du deinen Kapitän davon überzeugen, mich - uns - mitzunehmen!", kurz kam Jade der Gedanke, ob Maurice sich an ihre Abmachung halten würde und nicht, wenn nur er die Chance bekam, sie sitzen lassen würde. Über solche Dinge wollte Jade nicht nachdenken, sie hatte Maurice als vertrauenswürdigen Kerl kennengelernt, dem sie ihr Leben zu verdanken hatte, doch der Gedanke kam immer mal wieder in ihr hoch. Für sie war klar, dass sie ihn nicht hintergehen würde, sie hatte noch genug Ehre um zu wissen, wann man lieber sein Wort hielt. Blieb nur zu hoffen, dass er das ähnlich sah.
"Ich glaube seine Auswahl ist im Moment doch etwas eingeschränkt, es würde mich auf jeden Fall stark wundern wenn er euch auf dem Trockenen stehen lässt.", das klang in Jades Ohren gut. Nur, was würde sie tun, wenn der Kapitän sie nicht als Navigatorin wollte? Wenn er ihr wirklich nur einen Platz als Küchenhilfe anbieten würde? Die Küche hatte sie nie wirklich gemocht, auch wenn sie dort jahrelang geholfen hatte, war es ihr sogar noch lieber täglich das Deck zu schrubben.
"Das hoffe ich doch einmal, lange halte ich es nicht mehr hier aus!", das stimmte. Sie konnte nachts nicht wirklich gut Schlafen ohne das Rauschen und das Schaukeln, auch ihre Laune befand sich von Tag zu Tag auf Talfahrt, heute lediglich von dem Einlaufen der Black Tide gebremst.
"Allerdings musst du dich noch so lange gedulden wie die Black Tide noch in ihrem erbärmlichen Zustand ist.“, das würde zu lange dauern, befürchtete Jade. Zu lange, um sie dauerhaft bei Laune zu halten. Gut, würde die Crew eben gleich mal ihre ungemütlichere Seite kennen lernen.
"Ich kann mit anfassen, sie zu reparieren", hier und da gab es sicherlich Kleinigkeiten, bei der die Crew selbst arbeiten konnte.
"Ich denke so etwas sollte man lieber Profis überlassen. Notreparaturen schön und gut, aber irgendwann müssen auch mal einige gute Zimmermänner ran. Wir wollen schließlich nicht dass uns der Kahn unterm Arsch wegbricht.", klopfte mir Sico auf die Schulter.
"Ich wollte nicht diejenige sein, die euch die Kanonenlöcher entfernt, aber bei kleineren Schäden, da kann man schon selbst Hand anlegen!", empörte sich Jade. Sico hatte sie doch sicherlich absichtlich falsch verstanden!
"Wir werden ja sehen wo du noch "Hand anlegen" kannst". Sicos Gesicht zierte ein süffisantes Grinsen, ein Versprechen, dass sich ihr Schäferstündchen noch wiederholen würde.
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Redeyes
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 23 Apr 2013, 20:24

Cyr musste kurz lachen, auch wenn er drauf achtete, dass es nicht zu laut war. "Nein, höchstwahrscheinlich nicht... nichts von dem was ich getan habe oder was über mich erzählt wird, hebt mich von andren Piraten hier auf der Zacke ab. Ich denke es ist sehr unwahrscheinlich das Sie mich kennen." Cyr war doch ein wenig überrascht das Harolds Tonfall ihm gegenüber recht höflich war, auch wenn er das Mistrauen durchaus bemerkte. Aber Cyr konnte ihm das nun wirklich nicht übel nehmen. "Aber wichtiger ist, dass ich Sie kenne. Wenn meine Beobachtungen und Schlussfolgerungen richtig sind, steht vor mir der neue Kapitän der Black Tide. Ein schönes Schiff... nur leider mit ein paar Löchern. Die Reparatur wird sicher nicht ganz billig werden.. natürlich nur, falls es so weit kommt. Und das ist Unteranderem auch ein Grund, warum ich Ihnen bis hierher gefolgt bin." Cyr hatte sich dazu entschlossen sein Anliegen direkt anzusprechen anstatt das Spielchen, zieh es mir aus der Nase, mit Harold zu spielen.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 23 Apr 2013, 22:51

"Hast du sonst noch was zu sagen, Kurzer?", schnaubte der Thurmerbastard, stand auf, lief an dem Burschen vorbei, und zog stolpernd seine Hose an. Unterhose war nicht notwendig - er trug nie Unterhose. Erleichterte das Pissen und den Verkehr ungemein. Die restliche Kleidung und Ausrüstung war schnell gefunden und angezogen, der Rest des Getränks auf dem Nachttisch ausgetrunken, und schon ging er mit Liv im Arm die Treppe hinab. Man musste schließlich auch zeigen, was man hatte!
Unten erwartete ihn eine komische Szene. Der Smutje, voller Kotze, die bis zu ihm rüberstank, Bones, und jede Menge andere Seeleute. Er hörte noch den letzten Satz von Bones und antwortete:
"Wird wohl bei der Händlergilde sein, Geld für die Reparatur auftreiben. Hat Rhuka dir dein Seemannsgarn durcheinandergebracht oder warum hauen die alle ab?"
Er schnaubte erneut, winkte dem Wirt, löste sich mit einem entschuldigenden Blick von Liv und ging zur Bar.
"Gutes Bier für mich und meine reizende Begleitung. Pronto.", er ließ seinen Blick über die Seemänner in der Taverne schweifen, "Nun, ihr Landratten, wisst ihr, mit wem ihr es zu tun habt? Habt ihr die drei bastarde gesehen, die gerade die Treppe heruntergekommen sind? Ich bin Kenji Masao Thorleifsson, das blutige Bastardkind genannt. Und ihr habt jetzt die Chance, eine Geschichte zu hören, die selbst der alte Rhuka nicht ruinieren kann. Sie handelt von meinem Vater, Kenji Masao, und was ich von ihm gelernt habe..."
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Vicati
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 23 Apr 2013, 23:27

Mit einem Grinsen, dass seine braunen, teilweise ausgefallenen Zähen zeigte, griff Rhuka nach dem Glas, murmelte etwas von wegen "Charmant, meine Fresse" und leerte es mit einem Zug, ohne mit der Wimpern zu zucken. In diesem Moment kam die Bardame mit einer Flasche und deinem Glas daher, dass sie vor Rhuka aufstellte und füllte. Auch dieses leerte der Smutje in einem Zug und knallte das Glas zurück auf den Tresen.
"Woher soll ich wiss'n, wo der Kerl hin ist. Wie hiess er überhaupt noch mal? Wahrscheinlich lullt er irgend eine Nutte ein, der Scheisslappen. Schmieriger als ein verdammter, zehn Tage alter Oktopus in 'ner Suppe", knurrte er als Antwort auf Bones' Frage und haute sein Glas noch ein paar Mal auf den Tresen, damit die Bardame noch einmal mit der Flasche antanzte. Inzwischen stieg der Schlitzaugenbastard aus dem oberen Stock herab, in den Armen irgendein rothaariges Riesending von einer Frau und kam ebenfalls an die Bar. Rhuka schnaubte verächtlich, als auch er anfing, den Idioten um sie herum ein Ammenmärchen aufzutischen.
"Bei den verfickten Dunklen Götter, diese alte Kacke bringtse ja nicht mal mehr 'n den siedenden Quellen von Quinh zum Dampfen, Schlitzauge. Hast' für die Schrumpfhirne hier in all den Jahren auf dem verschossen'n Kahn nichts Aufregenderes erlebt und musst immer noch die Gutnachtg'schichten deiner Mutter auftischen. Bei den Arschknochen meiner Grossmutter, pack doch einfach irgendwelchen Unsinn zu unserem Splitterhaufen im Hafen. Irgendwas von Seeungeheuern oder Geisterschiffen oder was weiss ich. Alles Idioten hier."
Mit einem weiteren verächtlichen Schnauben wnadte er sich wieder seinem Glas zu, das die Bardame inzwischen aufgefüllt hatte und schüttete sich den Inhalt in den Rachen.
"Verdammte Scheisse."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Di 23 Apr 2013, 23:45

Wortlos war Liv Masao gefolgt, die Szenerie hatte keine weiteren Worte nötig, lediglich ein spöttisches Grinsen warf sie Miguel noch zu. Er war aber auch lächerlicher Anblick von oben bis unten mit Dreck und Staub beschmiert. Doch es hinterließ einen bitteren Beigeschmack dem Burschen nicht das Fell über die Ohren ziehen zu können, er war Teil der Tide und stand somit unter Masaos Schutz. Sie hätte zwar noch gerne erfahren was der Bengel angestellt hatte dass ihm gleich drei Schlägertypen an den Hacken hingen. Es würde später sicher noch Gelegenheit geben sich dem zuzuwenden, nun aber musterte sie, mit angewidertem Blick in Rhukas Fall (bei den Göttern, der Kerl stank ja schlimmer als eine Kloake und sah auch nicht besser aus), die herum streunenden Gestalten. Die Alte an der Theke schien wohl ebenfalls Teil der Crew zu sein, machte einen durchaus erfahrenen Eindruck.
Das Bier hatte Masao ihr schon ausgegeben, doch nach einem ordentlichen Ritt knurrte ihr stets der Magen und so hatte die Bardame wenig später eine Portion Haferbrei neben Livs Bier gestellt derer die Rothaarige sich zugleich annahm. Erstmal essen, danach konnte sie sich immer noch die Umstehenden widmen und mal ein wenig beschnuppern. Nun den abgewrackten Butumbaner sicher nicht, von dem nahm sie ja jetzt schon möglichst viel Abstand um den Gestank möglichst nicht ertragen zu können. Suchend blickte sie sich in der Nähe um, irgendwo musste doch ein Eimer Wasser stehen.
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Porphyrion
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mi 24 Apr 2013, 00:28

Was erlaubte sich dieser Nigger? Masao war beileibe ein verträglicher Kerl, gerade sogar recht jovial aufgelegt, weil er zum einen Spass gehabt hatte und direkt in Folge seine Männlichkeit hatte klarstellen können, aber das ging zu weit. Das war nicht nur ein Verrat an der Black Tide, das war ein Angriff auf seine Autorität als erster Maat! Und nun kam die andere Seite des Thurmer Bastardkindes zum Vorschein, gespeist von Bones' Stärkepräparaten und einer nicht unerheblichen Menge Alkohol im Blut.
Wortlos erhob sich Masao von seinem Stuhl und packte den alten Neger am Kragen, einer der wenigen Stellen, die keine Kotze abbekommen hatte, und schüttete dem zappelnden Bündel - er war kleiner, schwächer, und alt - die Flasche Alkohol vor ihm auf dem Tresen über den Kopf. Es war noch eine Menge drin, und der Butumba wurde am ganzen Oberkörper von der Flüssigkeit durchnässt. Er hob die Stimme, sprach leise, deutlich - bedrohlich.
"Wie redest du mit deinem ersten Maat, du alter Nigger... Schlimm genug, dass dein Fraß scheisse schmeckt, aber das geht zu weit. Geh dich ausnüchtern...", er griff sich eine Kerze vom Tresen und hielt sie gefährlich nah an seine mit hochprozentigem Alkohol durchtränkte Kleidung, "oder dir wird gleich schön warm."
Es war gefährlich still geworden in der Taverne, der Streit hatte alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Masao hatte den Smutje immer noch am Kragen, sie stierten sich in die Augen.
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Dreyri
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mi 24 Apr 2013, 09:56

Miguel war ja durchaus froh, gingen die beiden, ohne weiter nachzuhaken. Er stand auf, klopfte sich den Staub aus Kleidung und Haar und ging dann vorsichtig nach unten. Vielleicht lauerte ja doch noch irgendwo so ein Schläger, weshalb er sich leise fortbewegte und beinahe lautlos die Treppe runterkam.
Gerade als er unten ankam, war es mucksmäuschenstill geworden und Miguel verharrte auf dem letzten Treppenabsatz, da er im ersten Augenblick dachte, es wäre seinetwegen still. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass das an Rhuka und Masao lag, die wohl kurz davor waren, einander an die Kehle zu gehen. Oder so ähnlich.
Langsam schlich er sich weiter, bis er knapp hinter der rothaarigen Frau stand und das Geschehen beobachten konnte.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Mi 24 Apr 2013, 14:23

Ein Fremder, na großartig. Und was noch schöner war: ein Fremder, der sich darum drückte sein Anliegen zu offenbaren, als hinge sein Leben davon ab. Harold war zu gut erzogen, als dass er den Mann deswegen angeherrscht hatte, aber hinter der Maske aus höflichem Interesse begann ihm diese Begebenheit auf die Nerven zu gehen. Er hatte auch so genug zu tun, da musste er sich nicht auch noch irgendwelchen sich mysteriös gebenden Landratten die Zeit stehlen lassen.
"Sie reden viel von Geld", stellte er nüchtern fest, "Ist es das, weshalb sie mich ansprechen? Sind sie Geldverleiher?" Nicht, dass Harold ernsthaft daran geglaubt hätte. Ein Geldverleiher hätte schlecht in ein Vipernnest wie die Zacke gepasst. Geldverleiher stammten aus der Welt seines Vaters, der Welt der noblen Kaufmannshäuser und Reeder des Imperiums. Aber vielleicht würde die Frage den Kerl ja dazu bewegen, endlich mit seinem Anliegen heraus zu rücken.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 25 Apr 2013, 20:47

Geldverleiher? Wie zur Hölle kam er auf die Idee. Cyr hatte sich schon vieles anhören müssen, was er angeblich sei, meistens Beleidigungen, aber Geldverleiher? Was ging im Kopf dieses Kerls vor? Cyr hatte ja bereits gesagt, dass er erst einmal wissen wollte, ob die Black Tide aufgegeben oder wieder seetüchtig gemacht wurde, also wie kam man da auf Geldverleiher. Denn irgendwie glaubte Cyr nicht so recht daran, dass dies eine Anspielung gewesen war, das Harold Geld brauchte.
"Geldverleiher? Hier? In einem Piratennest?" Cyr verzichtete auf ein Lachen, Unteranderem, weil es auch als Beleidigung hätte aufgefasst werden können. "Nein, wie gesagt ich interessiere mich mehr dafür, ob die Black Tide wieder seetüchtig gemacht oder aufgegeben wird, wobei ich auf Ersteres hoffe. Und mit Geld kann ich leider nicht Helfen, aber falls das Schiff wieder Flott gemacht wird, kann ich vielleicht mit einem kleinen Tipp helfen."
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 25 Apr 2013, 21:25

Oh. Scheisse.
War der erste Maat auch abgesoffen? Er hätte sich die Gesichter wohl doch anschauen sollen, statt sich in der Kombüse eine Flasche Rum zu gönnen. Dann war der Bastard also jetzt erster Maat. Selbst durch Rhukas alkoholvernebeltes Gehirn dämmerte nun die Erkenntnis, dass er sich ganz schön in die Scheisse geritten hatte. Oder in den Alkohol, wenn man bei der Realität bleiben wollte.
Für einen Moment starrte Rhuka noch wütend zurück, dann senkte er die Augen und schaute demütig zu Boden. Es dauerte einen Moment, dann liess Masao ihn los und er brachte schnell Abstand zwischen sich und die Kerze. Nicht, das noch ein Missgeschick geschah. Rhuka zögerte kurz, wandte sich dann aber zur Tür und machte sich schleunigst daran, zu verschwinden. Er konnte es aber nicht lassen, dem Bastard einen flammenden Blick zuzuwerfen, bevor er aus der Taverne verschwand. Dieses Spiel war noch nicht zu Ende gespielt.
"Das bezahlst du", murrte die Bardame hinter der Theke und stierte Masao an, während sie auf die zerbrochene Flasche deutete.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 25 Apr 2013, 22:01

Von der Szenerie um sie herum hatte Liv sich nicht sonderlich beeindrucken lassen. Ohne Unterlass hatte sie ihren Brei gelöffelt und lediglich aus den Augenwinkeln den recht eindrucksvollen Auftritt Masaos beobachtet. Im ersten Moment hatte sie zwar erwartet dass Masao eine kräftige Tracht Prügel austeilen würde, doch die Idee jemanden mit Alkohol zu überschütten und dann mit dem Feuer zu drohen hatte eine ganz andere Intensivität an Drohung. Viel subtieler und tiefgehender. Prügel konnte ein jeder aushalten und die davon zurückbleibenden Spuren eher überschaubar, doch wenn die Haut verbrannte war das eine Sache die selbst die beste Salbe und wirkungsvollste Tinktur nicht retten konnte. Wenn der Verbrannte das Spektakel überhaupt überlebte. Auch wenn sie den Geruch von Schießpulver und die Aussicht auf eine Kugel noch immer als die bessere Drohung empfand, damit wusste sie ganz genau was sie wie anrichten konnte. Gebannt hielt sie die Luft an als die Kerze ganz nah an des Smutjes durchtränkte Kleidung wanderte, sie meinte sehen zu können wie die Flamme sich gierig danach streckte, noch ein klein wenig näher und das Feuerwerk würde beginnen.
Doch Livs Erwartungen wurden bitter enttäuscht als der Smutje kleinlaut vom Hocker rutschte und schnell das Weite suchte. Den Gesichtern mancher Piraten im Publikum nach zu Urteilen ging es ihnen nicht anders als ihr, auch sie hatten den Stinker in Flammen sehen wollen. Doch auch so hatte Masao sich ziemlicher sicher einigen Respekt eingebracht, auch keine schlechte Sache für einen frischen ersten Maat. Doch einem auf der Schulter hockenden Teufelchen folgend rutschte sie vom Hocker, den letzten Happen Haferbrei noch schnell in den Mund geschoben, packte sich ihr Bier und schlenderte zu Masao herüber. Auf dem Weg hatte sie sich eine Miene der Enttäuschung zugelegt, die Unterlippe ein klein wenig vorgeschoben, die Lippen gekräuselt und die Augen ein wenig gesenkt. "Gerade eben hast du nicht so lange gefackelt." meinte sie und schüttelte leicht den Kopf dabei.
Es dauerte kaum zwei Augenschläge die Liv es schaffte diese Maskerade aufrecht zu erhalten, dann brach sie in schallendes Gelächter aus in das schnell weitere Kerle im Schankraum einfielen. Der Butumber hatte sich blamiert, auf eine recht amüsante Art und Weise.
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 25 Apr 2013, 22:05

In seinem früheren Leben als Kaufmann war es für Harold nicht ungewöhnlich gewesen, mit Männern zu tun zu haben, die viel redeten und wenig dabei sagten. Manche taten es um ihn einzulullen, andere schlicht deshalb, weil die gesellschaftlichen Gepflogenheiten es verlangten. Aber die letzten jahre hatte er unter Piraten verbracht und die waren für gewöhnlich ein deutlich direkteres Volk, dass mit seinen Wünschen und Forderungen nicht lange hinter dem Berg zu halten pflegte. Er hatte gelernt, dies zu schätzen. Und war, was das Gegenteil betraf, nun, ein wenig dünnhäutig geworden. Früher mochte er selbst zu diesen Leuten gehört haben, die viel redeten und wenig sagten. Aber dies war eben ein früheres Leben gewesen.
"Wenn sie mir diesen kleinen Tipp umsonst geben möchten, dann bin ich bereit, ihnen eine weitere Minute meiner Zeit zu opfern", wich er höflich aus, "Aber wenn sie eine Gegenleistung erwarten – und ich habe die Erfahrung gemacht, dass weniges im Leben umsonst ist – dann muss ich das ablehnen. Die Tide wieder in repräsentablen Zustand zu bringen wird auch so genug Silber verschlingen."

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 25 Apr 2013, 22:29

Masao hielt für eine kurze Weile die bedrohliche Miene aufrecht, und stimmte dann in das Gelächter ein. Als sich alle beruhigt hatten, setzte er zu einer Erklärung an.
"Das ist unser Smut. Und so gern ich den räudigen Hund hätte brennen sehen - er kocht doch ganz gut. Wobei ich fast glaub', dass er mir in Zukunft Rizinusöl oder sowas in den Labskaus schütten wird. Und eine Puppe hat er bestimmt auch bald für mich gemacht und mit Nadeln durchlöchert. Er glaubt an diesen Wuduscheiss. Manch ein Aberglaube ist zurecht auf den Meeren, aber dieser Negerkram - absoluter Blödsinn! Genauso gut könnte ich, weiss nicht, mein Mittagessen mit Stärkezaubern belegen! Was ein Müll!"
Nein, Stärkezauber brauchte er nicht, er hatte Bones an seiner Seite was das anging. Die Gute versorgte ihn mit Stärkepräparaten, für ein paar Silberstücke wechselten die den Besitzer. Er war so relativ schmerzunempfindlich, wenn es ans Eingemachte ging, und zweifelsohne wäre es ihm mehr als möglich, mit seinem Säbel einen Arm durchzuhacken.
"Egal. Der Störenfried ist weg, und als kleine Belohnung für mich werd' ich euch jetzt von meinem Vater erzählen, dem großen Kenji Masao. Ich bin ja nur der kleine Masao, aber größer als er, körperlich, ihr versteht. Jedenfalls ist das ganze knapp zehn Jahre her..."
Und dann sponn er ein Seemannsgarn, wie es sich gewaschen hatte. Nur sein Essen würde er sich in Zukunft lieber selbst aus dem Topf holen... Die ganze Mannschaft konnte der alte Nigger doch nicht vergiften!
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Do 25 Apr 2013, 23:51

Eine Weile gingen ich und Jade noch durch die Stadt, auf die Suche nach Kapitän Harold.
„Jade...“ murmelte ich vor mich hin. „Jade...“ Sagte ich und wandte mich zu ihr hin. Ihre schmalen, grünen Augen sahen mich an. Bevor sie etwas fragen konnte redete ich weiter „Ein hübscher, und passender Name. Anscheinend bin ich nicht der einzige der von deinen Augen hingerissen ist, hat dir dein Vater diesen Namen gegeben?“
Sie wandte ihren Blick ab und ließ ihn über die Häuser der Stadt ziehen. "Mein Vater...ich weiß nicht, er sagt immer, es seien die letzten Worte meiner Mutter gewesen, aber ich glaube, damit wollte er mir nur eine Freude machen!"
Auf dem Sterbebett sollte ja schon manches Schicksal begonnen haben, oder auch geendet, logischerweise. Der Name gegeben durch die letzte Liebe der Mutter, vielleicht war es nicht ganz so bedeutungslos wie Jade dachte. Sicher, ihr Vater hätte gelogen haben können, doch einem Toten Worte in den Mund legen konnte nicht gut gehen. „Und wenn schon, wenn es nicht deine Mutter sagte dann war es doch zumindest ein Geschenk deines Vaters. Und ein schöneres Geschenk kann man seiner Tochter wohl kaum machen, ich wette viele Mädchen hätten gerne so einen schönen Namen.“
Jade lief rot an, jedenfalls soweit ich das erhaschen konnte, denn sie drehte schnell ihren Kopf weg. Zierte sich unsere junge Dame wegen ein paar Komplimenten? Sie schubste mich ein wenig, vielleicht als kleines Ablenkungsmanöver. Anscheinend fühlte sie sich wirklich geschmeichelt. "Ach komm, mein Name ist ein Name wie jeder andere auch, deiner hat doch sicher auch eine Bedeutung, oder?"
Ich lachte. Natürlich hatte mein Name eine Bedeutung. Nur eine nicht ganz so glanzvolle wie der von Jade. Oder eine ähnlich schöne Geschichte. „Nun, Sicowul Musi ist eine Art Wortspiel. Wörtlich übersetzt wäre es wohl „Ratte des Meeres“, wirklich schmeichelhaft ist das wohl nicht.“
Anscheinend schien sie den Namen weniger schlimm zu finden, verständlich, war ich es doch der damit hausieren gehen musste. "Das war bestimmt eine Vorherbestimmung....die Ratte ist dein Schicksal"
Nun, Patkany könnte man schon zu den Helfern des Schicksals zählen. Nur worauf sollte diese Vorherbestimmung hinauslaufen? Gut, so etwas war müßig zu fragen, denn niemand wusste worauf sein Schicksal schlussendlich hinausläuft. Ich tätschelte die Tasche in der meine Kleine gerade sich einen lauen Lenz machte. „Wenn Namen etwas mit Schicksal zu tun haben, dann hat sich deines wohl erfüllt. Schön, makellos, wertvoll und eine gewisse Ausstrahlung, all das ist Jade, wenn ich nicht irre.“
Ich grinste breit, das Ganze war natürlich nicht völlig ernst gemeint. Aber anscheinend reichte es um Jade ein wenig in Verlegenheit zu bringen. Sie spielte ein wenig mit dem Anhänger herum den sie auf der Brust trug. "Uhm...danke...?" sagte sie in einem leicht zögerlichen Tonfall.
Ihr Anhänger war von einem ähnlichen Grün wie ihre Augen. „Jetzt hab dich nicht so, als wäre ich die erste Person die dir schöne Worte gemacht hat.“ Ich lachte kurz auf, sie war wirklich noch etwas jung. Ich guckte interessiert auf ihre Hände die den kleinen Anhänger umfassten. Ein fragender Gesichtsausdruck machte sich bei mir breit „Hübsch.“ bemerkte ich „Woher hast du diesen Anhänger?“
Ihre Hände hielten den Anhänger fester, ich hatte das Gefühl sie würde ihn gleich zerdrücken. Oder sich zumindest ihre Nägel einreißen. "Der war ein Geschenk, ein Wortspiel meiner Großeltern, ich nehme ihn nicht ab, niemals!"
Menschen musste sich an etwas festhalten, ich hatte Patkany. Andere Menschen hatten jadegrüne Anhänger. „Ich verstehe, jedenfalls glaube ich dass ich das tue.“ kurz dachte ich selbst über meine kleine Piratte nach. Eigentlich war es nichts anderes, dachte ich. Patkany war für mich vieles, nur was war für sie der Anhänger, der einer Rose glich. Nur waren solche Dinge oft sehr privat, es waren Angelegenheiten des Herzens, man hin daran mit seiner Seele. Ich begann zögerlich und ruhig zu sprechen. „Darf ich fragen was dir diese Blume bedeutet?“
"Wenn man meinen Nachnamen übersetzt, so würde er Blume bedeuten, meine Großeltern dachten also, dass es eine nette Idee wäre, mir einen Talisman in Form einer Jadeblume zu schenken" Eine nette Idee, keine Frage. Aber so richtig auf den Grund meiner Frage war ich nicht gekommen. Egal, lieber nicht weiter bohren. Vielleicht würde sich ein weiterer Zeitpunkt finden um darüber zu philosophieren. Eine Blume die nie verblüht. Genug Bedeutungen gibt es sicher.
Diese Fragen stellten sich ein wenig in den Hintergrund. Denn ich konnte in einiger Entfernung Harold ausmachen. Der Mann war vielleicht kein Riese, aber er hatte ein gewisses Etwas durch dass man ihn auch schon von weitem als wichtig wahrnahm. Er schien mit jemandem zu reden.
Als wir weiter auf ihn zu gingen sprach ich kurz Jade an. „Da vorne ist er. Harold, der Kapitän der Black Tide. Lass uns einen Augenblick warten, bevor wir in wichtige Gespräche hereinplatzen. Sowas hinterlässt keinen guten ersten Eindruck.“
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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Sa 27 Apr 2013, 02:13

Ihre Ausbeute, als sie mit dem Jonglieren fertig war, konnte Ismihan am ehesten noch mit "mager" bezeichnen. Weder war es viel, noch würde es reichen, um den Kapitän wirklich zu unterstützen. Bei Weitem nicht. Enttäuscht klaubte sie ihre Sachen zusammen, band sich ihr Tuch wieder als Gürtel um und sah sich um. Da ihr Plan fehlgeschlagen war - ganz offensichtlich war der Hafen der falsche Ort für ihre Kunststückchen, das Geld der Seemänner saß fast nur für Frauen und Alkohol locker - überlegte sie, was sie sonst tun konnte. Sie wusste von Gauklerfamilien, bei denen die Jüngsten das staunende Publikum bestahlen, um das Einkommen aufzustocken. Allerdings genossen diese Familien durch die Bank einen schlechten Ruf und sollte Ismihan erwischt werden, würde dies auch auf die gesammte Crew der Black Tide zurückfallen. Der Kapitän würde sie sicher dafür Kiel holen lassen.
Sie wurde grob aus ihren Gedanken gerissen, als sie den Koch der Black Tide bemerkte, als er nicht unbedingt nüchtern und extrem nach Alkohol und Erbrochenem stinkend das Wirtshaus verließ. Als anschließend schallendes Gelächter aus der Tür schallte, schlich sich Ismihan hinein, um gerade rechtzeitig mitzubekommen, wie Masao seine Geschichte begann. Freudig lächelnd setzte sie sich auf einen Stuhl, von dem aus sie der Geschichte lauschen konnte. Das war eines der Dinge, die sie an dem Piratendasein mochte: Die Geschichten, die wohl nur zum kleinsten Teil der Wahrheit entsprungen waren. Geschichten waren es, die sie auch an das Meer und auf das Schiff gelockt hatten. Manchmal fragte sich die ehemalige Gauklerin, ob dies der Grund war, warum sie Geschichten so mochte.

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BeitragThema: Re: [MSG] Black Tides   Sa 27 Apr 2013, 22:45

Eine Weile lauschte Liv dem ersten Maat der Tide wie er sein Seemannsgarn zum Besten gab. Doch sie war nicht der Typ für langatmige Geschichten. Es waren eben nur Geschichten, Erinnerungen aus der Vergangenheit, Dinge die auf das Hier und Jetzt zumeist wenig direkte Auswirkung hatten, außer das man sich an ihnen zu Tode langweilen konnte. So dauerte es auch nicht sonderlich lange ehe die Rothaarige den Platz an der Theke in der Nähe Masaos verließ und wortlos das Gasthaus verließ. Es gab da noch etwas die Liv erledigen musste ehe sie bei Harford anheuern konnte und diesem Dreckloch endlich den Rücken zuwenden konnte.
Mit raschen Schritten wand sie sich der Stadt zu, sofern man dieses Wort für den wüsten Haufen von Hütten und Häusern verwenden mochte, und bog wenig später in eine der zahlreichen Gassen ein die vom Hafen weg führten.
In dem aufgeweichtem Boden dieser verlausten Gegend der Zacke saugten sich ihre Stiefel bei jedem Schritt fest und erzeugten ein Schmatzen wenn Liv den Fuß aus dem Dreck zog. Doch sie schien sich nicht weiter daran zu stören, ihre Blicke huschten links und rechts über die Häuserwände, lugten in jede dunkle Ecke und Nische während ihre Ohren angestrengt nach anderen Geräuschen lauschten. Doch außer ihren Schritten und den Schatten den sie selber warf konnte sie niemanden Entdecken als sie vor einer für dieses Gegend überraschend stabil gebauten Tür stehen blieb. Schwere Eisenbeschläge und ein ebenso massives Schloss sicherten die Tür vor ungebetenen Gästen. Pure Muskelkraft oder gar Kugeln würden Liv den Weg wohl kaum öffnen, doch das war auch gar nicht nötig. Aus einer versteckten Tasche zog sie einen Schlüssel mit aufwendig gearbeitetem Bart. Wiederstandslos gleitete dieser in das Schloss, wurde gedreht und mit einem gut hörbaren Klacken sprang das Scharnier auf. Ein letztes Mal sah Liv sich um, dann huschte sie durch die Tür und schob, kaum das die Tür ins Schloss gefallen war, von innen einen Riegel vor. Ihre Augen gewöhnten sich schnell an das wenige Licht das den Raum erhellte. Das Untergeschoss war ein einziger großer Raum, in einer Ecke standen ein paar Truhen, ein Strohsack samt Decke und ein Tisch auf dem einige Zettel und Kleinigkeiten verstreut lagen, ansonsten zierte lediglich der Staub Boden und Wände des Raumes. Eine Treppe führte in die obere Etage, doch dicker Staub auf den Stufen ließ darauf schließen das schon lange niemand mehr den Weg nach oben angetreten war.
Ehe Liv sich von der Tür löste schlüpfte sie aus den dreckigen Stiefeln und trat barfuß durch den Raum. Nur zu gut kannte sie dieses Haus, es war der erste Ort auf festen Grund den sie damals besucht hatte nachdem sie ihre Heimat und Familie verlassen hatte, das Heim ihres ersten Käptens. Ein jedes mal wenn Liv durch diese Tür schritt beschlich sie ein seltsames Gefühl. Da kamen die Erinnerungen an die ersten Jahre hoch, keine glorreichen Jahre waren das gewesen, an denen sie diesen Ort gehasst hatte. Ebenso wie seinen Besitzer. Scham und Wut schwelgten noch immer in ihr hoch wenn die Gedanken an die Erniedrigungen von damals zurück schweiften. Nichts hatte sie vergessen, auf ewig war ein jedes Mal das er sie rücksichtslos genommen hatte in ihrem Hirn eingebrannt. Und sie hatte ihm nichts vergeben. Zu schade das sein Kadaver schon lange dem Fischen ein reiches Mahl bereitet hatten, sie waren Liv damit zuvor gekommen. Alles was von ihm übrig geblieben war waren Erinnerungen in Livs Kopf und der Schlüssel zu diesem Haus. Aus der damaligen Crew hatte kaum einer von diesem Besitz gewusst und die wenigen die es taten hatten ebenso wie ihr Käpten die Reise zum Grund des Meeres angetreten. Nur Liv nicht und bis heute hatte sie das Haus ein jedes mal das sie auf die Zacke zurück gekehrt war verlassen vorgefunden.
Mit einem weiteren Schlüssel öffnete sie eine der Truhen und nahm einen kleineren Schlüssel heraus. Nachdenklich drehte sie das Teil zwischen den Fingern. Der Schlüssel für das Obergeschoss, lange war sie nicht mehr oben gewesen, dort hatte sie all das verstaut was von dem Hausrat nicht verkauft hatten werden können ohne das jemand gemerkt hätte das hier nur selten jemand lebte.
Ihre Schritte wirbelten den Staub auf als sie die Treppe herauf ging, er klebte ihr schon ach den ersten Stufen als graue Schicht unter den Sohlen oder tanzte durch die Luft ehe die Partikel langsam wieder zu Boden sanken. Den Schlüssel ließ Liv stecken nachdem er seinen Dienst getan hatte. Hier oben gab es gleich mehrere Räume. Von dem Flur der einmal gerade etwa durch die Mitte des Etage verlief gingen die Türen zu vier Räumen ab deren Türen allesamt geschlossen waren. Hier oben lag der Staub in einer noch dickeren Schicht auf dem Boden, wer auch immer hier jemals sauber machen würde, er bräuchte schon eine Schaufel. Die Rothaarige störte sich nicht weiter daran und öffnete zielsicher die erste Tür zu ihrer Linken und ging mit ebenso sicheren Schritten zwischen den übereinander gestapelten Möbeln durch. In der hintersten Ecke stand eine einzelne Truhe, versteckt unter einem Tisch und hinter einer Kommode die mit lauten Knirschen über den Boden glitt als Liv sich dagegen stemmte. Das Teil war zwar nicht gerade leicht, doch Livs thurmischer Körper hatte einiges an Kraft in sich. Die Truhe selber war nicht besonders groß und es bedurft eines weiteren Schlüssel ehe sie sich öffnen ließ. Ein heilloses Durcheinander an Zetteln und zusammengerollten Schriftrollen kam zum Vorschein. Selbst in dem wenigen Licht das durch das verdreckte Fenster den Raum erhellte fand Liv recht schnell das Objekt ihrer Begierde. Ein kleiner Lederbeutel wanderte aus der Truhe in ihre Tasche ehe Liv den Raum wieder verließ, nicht ehe Truhe und Kommode wieder an ihren Platz gewandert waren. Nachdenklich wog sie den Beutel in der Hand und lauschte dem leisen Klimpern das daraus erklang während sie die Treppe wieder nach unten ging.
Den Kram auf dem Tisch im Untergeschoss schob sie achtlos zur Seite sodass eine kleine freie Fläche entstand auf der sie den Beutel ablegte. Lange stand sie davor, starrte den Beutel als ob er ihr etwas sagen sollte. Doch was sollte ein Lederbeutel schon von sich geben? Schlussendlich packte sie den Beutel wieder, verstaute ihn sicher in einer versteckten Brusttasche und machte sich auf den Weg in die gehobeneren Gegenden der Zacke. Auch wenn der Beutel kaum Gewicht hatte, Liv kam es so vor als würde er mit jedem Schritt ein klein wenig schwerer werden, doch dieser Weg musste getan werden, sie hatte gar keine andere Wahl. Auf Umwegen gelang sie dann an ihr Ziel, einer der wenigen Juweliere der Zacke hatte seinen Wohnsitz in dem Haus vor dem Liv nun stand und erst nach einigem Zögern eintrat.
"Ist lange her das du mich besucht hast, Blaze" erklang eine Stimme kaum das die Tür hinter Liv zu fiel. "Und dabei bist du doch schon einige Tage wieder hier!" eine hagere Gestalt gehoben alters trat in das Licht der einzelnen Öllampe die auf einem massiven Schreibtisch stand. Tiefe Furchen zogen sich das vom hohen Alter gezeichnete Gesicht, das schüttere Haare weiß wie die Gischt und die Haltung vom Last der Jahrzehnte gebeugt. Doch die Augen noch so frisch und aufgeweckt wie die eines jungen Mannes. "Dacht schon du hättest deinen alten Freund vergessen" "Wie könnt ich nur!" lachte Liv auf, trat um den Tisch herum und schloss den Alten in die Arme. "Hab dir aber nichts mitgebracht," sie lösten sich wieder voneinander und beide nahmen Platz am Tisch. "jedenfalls nichts was ich loswerden möchte." Das Gesicht des Alten konnte die Neugierde nicht verbergen die Liv mit ihren wenigen Worten in ihm geweckt hatte. Auffordernd nickte er seiner Gegenüber zu ehe Liv den Beutel wieder hervor holte und langsam die Schnur öffnete. "Schau dir das mal an und sag mir was du davon hälst." Auf halber Strecke zwischen den beiden stülpte Liv den Beutel um und ein goldenes Medaillon rutschte auf die Tischplatte. Eine kreisrunde Platte bildete den Mittelpunkt von dem schmale Streifen aus gingen. Die unterschiedlich langen Streifen waren mit seltsamen Zeichen graviert und die Mitte des Kreises zierte ein Totenschädel mit in die länge gezogenen Konturen und spitzen Zähnen. Mit zittrigen Händen griff der Alte danach, doch schien es nicht zu wagen das Schmuckstück zu berühren. "Woher hast du das?"stieß er mit erstickter Stimme hervor. Verwundert sah Liv von dem Teil auf, noch sie hatte sie den Alten so erregt bei dem Anblick eines von ihr angeschleppten Schmuckstückes gesehen. "Von einem gemeinsamen Bekannten der schon einige Jahre auf dem Grund des Meeres ruht. Habs lange selber für einfachen Schmuck gehalten, doch auf der letzten Fahrt sind mir diese Zeichen untergekommen, in einer alten Ruine mitten im Urwald" Die Augen des Alten fixierten Liv mit festem Blick. "Hast du eine Ahnung was du dort in deinem Besitzt hast?"fragte er mit leiser Stimme, Liv erwiderte die Frage mit einem Kopfschütteln.
Es dauerte eine ganze Weile ehe Liv das Haus des alten Juweliers wieder verließ, den Kopf voller verwirrender Gedanken ob der Geschichte die sie gerade gehört hatte. Gold einer längst vergangen Kultur sollte das sein hatte er behauptet, Gold von einer Reinheit wie es heute keiner herstellen konnte. Langsam schlenderte sie die Straße hinab zum Hafen zurück, den Kopf Gedanken an die Geschichten die sie gerade gehört hatte über ein Volk das schon vor Urzeiten von der Bildfläche verschwunden war und nichts als eine Hand voll Ruinen und Kleinoden hinterlassen hatte. Auch wenn der Alte ihr eine Menge Gold geboten hatte, Liv hatte von vornherein nicht vorgehabt das Schmuckstück zu verkaufen, sie hatte das seltsame Gefühl in der näheren Zukunft noch größeren Nutzen aus der goldenen Sonne ziehen konnte.
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[MSG] Black Tides
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